Die Berlinale-Jury hat ihre Bären gleichmäßig verteilt – auf viele
gleichermaßen gute Beiträge. Dass Ulrich Seidls "Paradies: Hoffnung"
und Juliette Binoche für ihre Leistung als Camille Claudel nicht
berücksichtigt wurden, mag überraschen. Unangemessen ist aber nur der
Regiepreis für David Gordon Greens eher netten "Prince Avalanche":
Als Ehrung einer der wenigen Komödien noch nachvollziehba
Wie gut, dass es die privaten Sammler gibt, jene Enthusiasten und
Spezialisten, die sich in ihre Themen vertiefen, ohne auf Quote oder
Publikum zu achten. Denn sie formen jene Kollektionen, die sich
später als wirklich wertvoll erweisen. Oldenburg darf jetzt genau
einen solchen Schatz übernehmen. Das Konvolut der Dokumente zur
Geschichte der "Brücke" ist in seinem Wert kaum zu überschätzen. Die
Museen selbst bringen solche Projekt
Ein Synthie-Popsong, so einfallsreich
einfallslos, dass er glatt wie der Siegertitel des Eurovision Song
Contest (ESC) aus dem letzten Jahr klingt, das ist also unser Song
für Malmö. Cascada hat den deutschen Vorentscheid gewonnen. Die
Kritik, die deshalb seit Donnerstagnacht das Internet durchzieht,
zeigt, wie wenig nah der Liederwettbewerb noch am Publikum ist. Ganz
Radio-Deutschland stimmt für LaBrassBanda, mit zehn Punkten holt die
Band aus dem Chiemgau auch die zweith&
Bei der Aufregung rund um den Etikettenschwindel
mit Pferdefleisch geht etwas der Blick dafür verloren, worin der
eigentliche Kern des Skandals besteht. Ist die Verbrauchertäuschung
einer französischen Firma nur die Spitze eines Eisberges, sind es die
laxen EU-Vorschriften, die eine Rückverfolgbarkeit bis zur Herkunft
eines Lebensmittels unmöglich machen? Handelt es sich um
die undurchsichtigen Folgen der Globalisierung mit ihren komplexen
Warenkreisläufen qu
Wenn am selben Tag in der Frühe ein Meteoritenhagel
niedergeht und am Abend ein Asteroid ganz nah an der Erde
vorbeisaust, dann ist das für Astronomen – Zufall. Dass der Meteorit
in bewohntem Gebiet einschlug und nicht etwa in den Pazifik plumpste
– Zufall. Dass es den Ural traf und nicht, sagen wir, Berlin oder New
York, alles Zufall. Zwar lassen sich Berechnungen anstellen über den
Winkel, mit dem ein Meteorit auf die Atmosphäre trifft, über Flugbahn
und Gewicht,
Es ist die Urangst des Menschen: Die Erde wird
zerstört oder unbewohnbar gemacht, unausweichlich, durch einen
Einschlag aus dem All. Man kann mit dieser Vorstellung humorvoll
umgehen, wie es bei "Asterix" geschieht, in dessen kleinem gallischen
Dorf der Häuptling Majestix nur eine Sorge hat: dass ihm der Himmel
auf den Kopf fällt. Man kann in Panik oder Depression verfallen,
beides macht keinen Sinn. Am vernünftigsten ist es, sich vor Augen zu
führen, wie
Schauspielerin Ursula Karven glaubt, dass es nur
einen Weg gibt, mit Verlust und Trennung fertig zu werden: "Das
Loslassen ist das wesentlichste Thema überhaupt – für uns persönlich
wie für die Gesellschaft", sagte Karven dem Magazin des "Kölner
Stadt-Anzeiger" (Samstags-Ausgabe).
"Die wichtigste Lektion, die ich gelernt habe, lautet: Wir haben
letztlich keine Kontrolle über unser Leben", so die 48-Jährige
weiter. Sein S
Tom Wolfe, Schriftsteller und Reporterlegende,
erzählt In der neuen Ausgabe der ZDF-Literatursendung "Das blaue
Sofa" exklusiv von seinen Recherchen in den Sex-Clubs von Miami. Am
Freitag, 22. Februar 2013, 23.00 Uhr, unterhält sich Wolfgang Herles
mit Wolfe über dessen neuen, umstrittenen Roman "Back to Blood".
Außerdem trifft Herles Péter Esterházy und Taiye Selasi, die als
literarische Entdeckung gehandelt wird.
Es ist der Abend der Sieger: Die Jury unter dem Vorsitz von Wong
Kar-wai hat entschieden, wer den Goldenen und die Silbernen Bären der
63. Internationalen Filmfestspiele Berlin gewinnt. 3sat überträgt die
Preisverleihung live aus dem Berlinale Palast. Die Abschlussgala
präsentiert Anke Engelke.
Wie wird das Urteil der Jury über die Bärenverleihung aufgenommen?
"Kulturzeit extra" kommentiert direkt im Anschl
Das Monster, das wir schufen – Frank Schirrmachers
Buch über den modernen Finanzkapitalismus Wer regiert die Welt? Sind
es die großen, multinationalen Konzerne, welche die Ressourcen des
Planeten unter sich aufteilen? Die Banken und Hedgefonds, deren
Transaktionen über das Schicksal von Staaten entscheiden? Der Markt
mit Angebot und Nachfrage? Ideologien wie der Neoliberalismus?
Unbekannte Oligarchen? Alles falsch, meint der "FAZ"-Herausgeber und
Bestsellerautor F