Den McCanns kann man natürlich nicht verdenken,
dass sie alles daransetzen, sich Aufklärung zu verschaffen.
Regierungschef Cameron haben sie immerhin dazu gebracht, diese neue
Fahndung einzuleiten. Derweil teilen nicht alle Briten ihre
Überzeugung, dass die in diese Aktion investierten Millionen richtig
angelegt sind – wo so viele Kinder jedes Jahr verschwinden, ohne
entsprechendes Interesse in Downing Street oder ähnliche Aufregung
bei der BBC auszulösen. Aber di
Natürlich möchten Eltern ihre Kleinen vor den großen
Gefahren der Welt am liebsten rund um die Uhr beschützen. Kann ihnen
ja auch niemand verdenken. Aber mit Gluckentum machen sie vieles
schlimmer statt besser.
Das morgendliche Rangieren von Autos vor Schulen nimmt
mittlerweile groteske Züge an. Viele Kinder, die von ihren Eltern
dort hinkutschiert werden, könnten locker auch mal zu Fuß gehen. Tut
übrigens gar nicht weh und schult die Sinne f&uu
Nur 23 Jahre und vier Monate wurde der Dramatiker, politische
Aktivist und Naturwissenschaftler Georg Büchner alt. Sein Lebenswerk
entstand in lediglich drei Jahren. Und doch begann mit Georg Büchner
eine neue Zeitrechnung in der Literaturgeschichte. 3sat feiert den
200. Geburtstag des politischen Poeten, der auch noch heute ein
Zeitgenosse zu sein scheint, mit einer neuen Dokumentation.
Menschen in ganz Deutschland können demnächst die
Schönheit der Arktis bewundern. Ab Ende Oktober tourt der
Greenpeace-Fotograf Markus Mauthe mit seiner neuen Multivisionsshow
"Naturwunder Erde" durch die Bundesrepublik. Zweieinhalb Jahre lang
hat der Fotograf für die Show 14 verschiedene vom Menschen noch fast
unberührte Lebensräume der Erde aufgesucht. Entstanden sind dabei
einzigartige Bilder, die die atemberaubende und zugleich fragile
Vielfalt
Manchmal sind Luxuskarossen wie Kunstwerke, sie beeindrucken als
noble Solitäre und sind doch käufliche Dutzendware. Bei Warhols
Mercedes-Bild fallen diese Aspekte buchstäblich in eins. Der
Pop-Art-Klassiker hatte nicht erst mit diesem Bild die
Serienfertigung des Automobilbaus zum Prinzip seiner Kunst gemacht.
Das originale Bild ist selbst wieder nur Teil einer Serie der
Siebdrucke. Typisch Warhol. Und typisch Pop.
Jetzt hat Swetlana Alexijewitsch mit dem Friedenspreis des
Deutschen Buchhandels jenen hochkarätigen Preis erhalten, der genauer
und definierter zu ihrer Art zu schreiben passt als der in seinen
Kriterien stets leicht diffuse Literatur-Nobelpreis. Frieden,
Menschlichkeit und Völkerverständigung: Diese Anliegen des
Friedenspreises sprechen auch in den Büchern der weißrussischen
Schriftstellerin eine beredte Sprache.
Die weißrussische Autorin Swetlana Alexijewitsch
tut etwas sehr einfaches: Sie leiht den Menschen, die keine Stimme
haben, ihr Ohr. Und formt aus ihren Worten eine ungeheuer kraftvolle
Literatur. Literatur, die das zu Gehör bringt, was die Mächtigen am
liebsten verschweigen würden: das Elend der Strahlenopfer nach der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, die unzähligen Opfer beim Krieg
in Afghanistan, die Rolle der Frauen in der Roten Armee im Zweiten
Weltkrieg und
Seit Beginn der Euro-Krise halten die Spanier
die Deutschen möglicherweise für etwas eigennützig, sie trauen ihnen
ansonsten aber nur Gutes zu. Gebildet, fleißig und wohlorganisiert,
das sind die Eigenschaften, die die Spanier den Deutschen
zuschreiben. Sie glauben sogar, dass die Züge in Deutschland immer
pünktlich seien, so wenig kennen sie das Land. Eine Gruppe von 128
jungen Spaniern hat jetzt in Thüringen einen Teil der Wirklichkeit
kennengelernt.
Das Sprengel-Museum erhält mit dem Nachlass des Konstruktivisten
El Lissitzky nicht nur Objekte für die Sammlung. Der Nachlass
transportiert auch eine düstere Geschichte. Und die handelt von
Künstlern, die von Diktaturen unterdrückt und verfolgt wurden. Dabei
zerbrachen nicht nur Biografien und Schicksale. Damals zerschellten
auch Lebenswerke. Die versprengten, geraubten, verscherbelten und
angeeigneten Kunstwerke selbst berichten bis heute
Erst war der Schock, dann hat sich die
Buchbranche einige Jahre die Wunden geleckt, und jetzt? Nachdem die
Geburt des E-Books halbwegs vergeben ist, ist es auch schon fast
wieder vergessen. Keine drei Prozent Marktanteil am nationalen
Buchmarkt für das E-Book: Wen soll das aufregen?!, winken viele ab.
Ideengeber wie Volker Oppmann, Frithjof Klepp, all die vielen
Startup-Unternehmen, die sich hier auf der Frankfurter Buchmesse
präsentieren, aber auch junge Verleger wie Zoë B