Am gestrigen Dienstag mündete die dritte Staffel
von "Mord mit Aussicht" in einem turbulenten Finale: Geisel-Befreiung
und Entbindung in einer kleinen Waldhütte, und Sophie stürzt vom
Tatort weg, um ihre Bewerbungsunterlagen in Köln noch fristgerecht
einzureichen. Die 13. vorweihnachtliche Folge mit dem Titel "Sophie
kommet doch all" sahen 6,75 Millionen Zuschauer, das entspricht einem
Marktanteil von 21,4 Prozent.
Köln. Der Antisemitismus ist nach Auffassung des in
Israel geborenen US-Autors Tuvia Tenenbom noch immer verwurzelt in
der europäischen und speziell in der deutschen Kultur.
"Antisemitismus zieht sich seit 2000 Jahren durch die Geschichte der
europäischen, der christlichen Welt. Das ging nicht einfach dadurch
verloren, dass die Deutschen oder die Europäer im Allgemeinen eines
Tages aufwachten, in den Spiegel schauten und es ihnen durch den Kopf
schoss: –Oh Gott, w
Als Hans Zehetmair noch für die CSU im
bayerischen Landtag saß, vertrat er Ansichten, die, gelinde gesagt,
von vorgestern waren. Jetzt wieder – keineswegs zum ersten Mal – gibt
sich der Chef des Rechtschreibrats auch in Sprachfragen als
Hinterwäldler zu erkennen. Der Mann, der sich rühmt, das Portemonnaie
vor dem Portmonnee gerettet zu haben, sähe offenbar moderne
Kommunikationskanäle gerne verstopft. Abkürzungen und Satzfragmente,
wie sie bei Twitter und
Nach 33 Jahren hat sich das einst so
erfolgreiche Konzept aus Promis, belanglosen Couch-Gesprächen und
mehr oder weniger originellen Wetten einfach abgenutzt, weil der 20.
Abklatsch der Baggerwette nun wirklich keine Sensation mehr ist. Die
letzte Instanz der Fernsehunterhaltung scheiterte an sich selbst, am
mangelnden Willen der Macher, all die überholten Bestandteile einer
Achtziger-Jahre-Show über den Haufen zu werfen. Deshalb: Ruhe in
Frieden, du gute alte Samstagabends
Eine Minute vor Mitternacht wurde das Ende der
Samstagabendshow besiegelt. Moderator Markus Lanz, seit Monaten zum
Totengräber stilisiert, sagte: "Das Leben geht weiter – Wetten,
dass..?". Ein Spruch Marke Lanz, aber die Schuld am Ende der Sendung
trägt er nicht allein. Noch bevor er die Bühne in Nürnberg betrat,
brachten es die Fantastischen Vier schon auf den Punkt: "Im Moment
fehlt die Vision." Der Showdampfer sank schon, da war Lanz noch bei
RT
James Last und seine wohlige Begegnung mit dem
Tod
"Das war eine wunderbare Erfahrung" – Bandleader-Legende fordert
mehr Respekt von den Radio- und Fernsehanstalten
Osnabrück.- Bandleader-Legende James Last verbindet seine
lebensbedrohliche Operation vor einigen Wochen mit einer wohligen
Nahtoderfahrung: "In der Narkose während der Operation kann ich mich
an einen weißen Punkt erinnern. Ich war kurz davor, da gingen mir
viele gute Sachen durch den Kop
"Lichtgrenze" – ein Begriff, der Schulterzucken
auslöst, weil er im Alltag nicht verwendet wird. Schon der Wortsinn
ist Unsinn: "Lichtgrenze" – das ist ein Ort, durch den kein Licht
fällt, an dem es einerseits hell und andererseits dunkel ist. Ein
schiefes Bild für den Mauerfall. Trotzdem: Die Gesellschaft für
deutsche Sprache hat sich richtig entschieden. Denn die Häufigkeit im
Sprachgebrauch ist nicht das entscheidende Kriterium für einen
Ein Abschied mit Ansage, in Raten und mit viel
Theaterdonner: Nach fast 34 Jahren wird also mit "Wetten,
dass. . ?" am heutigen Samstag das letzte große
Lagerfeuer der deutschen Fernsehfamilie endgültig ausgetreten. Glaubt
man den Umfragen, dann herrscht in kaum einem Wohnzimmer hierzulande
tiefe Trauer; die Österreicher sollen dagegen etwas wehmütiger
sein.Viel ist in den letzten Jahren schief gelaufen.
Hausgemachte Fehler, unvorhersehbar
Ausgewettet! Wenn nicht das ZDF völlig
überraschend die Fortsetzung verkündet, wird »Wetten, dass. . ?« am
späten Samstagabend Fernsehgeschichte sein. Nach 215 Ausgaben fällt
in Nürnberg der letzte Vorhang. »Wetten, dass. . ?« war nicht
irgendein Format, sondern gehörte wie der VW Golf zu den
Markenzeichen der Bundesrepublik Deutschland. Mit der Show geht auch
ein Stück deutsche Kulturgeschichte. Trotzdem gibt es für Wehm
Wenn heute gegen 23 Uhr die Eurovisions-Melodie in
deutschen Wohnzimmern erklingt, endet eine TV-Ära. "Wetten, dass..?"
ist dann Geschichte. Und so schade das ist, es ist gut so. Der
Volksmund sagt: Man soll aufhören, wenn–s am schönsten ist. Und
diesen Punkt hat das ZDF eigentlich schon verpasst. "Wetten, dass..?"
war eine großartige Show. Ein Publikumsmagnet für Millionen, ein
Lagerfeuer für die ganze Familie. Doch das gibt es so nicht m