Man kann die Sache sehen wie Geoff Thomas. Der
hat – wie Lance Armstrong – den Krebs überwunden. Jetzt engagiert er
sich für die Leukämie-Forschung, hat Lance Armstrong für zwei Etappen
seiner Spenden-"Tour" geworben. Kritiker kontert er mit dem Hinweis
auf die "größere Story" – den Kampf gegen die Krankheit – und mit dem
Satz: "Er hat seinen Preis bezahlt." Man kann die Sache so sehen.
Andererseits ist es selbst angesichts Geoff T
Es war ruhiger geworden um Lance Armstrong. Der
Hochleistungsdoper, der die Tour de France über Jahre illegal
dominiert hatte, war ein bisschen in Vergessenheit geraten.
Hauptsächlich Gerichte und Anwälte beschäftigten sich noch mit den
Hinterlassenschaften des Mannes, der die Verlogenheit im
Hochleistungssport wie kein anderer personalisiert. Am Donnerstag
tauchte der US-Amerikaner wieder auf – bei der Tour. Als Gast. Als
Geldbeschaffer für einen guten Zweck. Un
Das hat schon Symbolkraft. Da heizt ausgerechnet
jener Künstler, der mit kopfüber gehängten Porträts berühmt wurde,
die Debatte um die Reform des Kulturgutschutzgesetzes an. Georg
Baselitz– medienwirksamer Protest gegen die Pläne von
Kulturstaatsministerin Monika Grütters steht stellvertretend für die
verzerrte Perspektive der Debatte. Eine Ministerin fordert angesichts
von Plünderungen archäologischer Stätten schärfere Kontrollen
Miese Zeiten brauchen gute Musik
"ttt" über den deutschen DJ Shantel und die griechische Sängerin
Areti, die Athen zum Tanzen bringen
Er ist der Anheizer mit dem klaren Kopf: der Frankfurter DJ und
Musiker Shantel alias Stefan Hantel – und sie die junge Stimme
Athens: Areti Ketime. Während Europa und Griechenland sich auf
politischer Ebene Zerreißproben liefern, haben diese zwei Musiker ein
beflügelndes Musikprojekt gestartet, das den Geg
Das Künstlerhaus am Karlsplatz, mitten im Zentrum
Wiens, ist eines der schönsten Ausstellungshäuser Österreichs. Es ist
aber auch das einzige, das noch keiner Generalsanierung unterzogen
wurde und daher nicht seiner Bestimmung gemäß und seinen
Möglichkeiten entsprechend genutzt werden kann.
Nun ist ein entscheidender Schritt gelungen, die Zukunft des
Künstlerhauses zu sichern: Hans-Peter Haselsteiner und der Vorstand
des Künstlerhauses, Gesellsc
Die PDP Holding GmbH mit Sitz in
Salzburg steht im 100 % Eigentum des engagierten Salzburger
Unternehmers Peter Daniell Porsche. In ihr sind unterschiedliche
Beteiligungen aus den Bereichen Gastronomie, Kultur und Soziales, dem
Bildungs- und dem Medienwesen gebündelt. Allein verantwortlicher
Geschäftsführer ist Rafael Walter, der die Agenden der Holding
leitet. Die PDP Holding GmbH agiert gegenüber ihren
Beteiligungsunternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
wert
Menschen reagieren recht vorhersehbar, wenn es
um ihr Eigentum geht: Ist es in Gefahr, werden sie versuchen, es in
Sicherheit zu bringen. Mit dem scharfen Protest der Künstler, Händler
und Sammler hätte Monika Grütters also rechnen können. Vorerst ist
die Kommunikation gekappt: Offenbar braucht die
Kulturstaatsministerin Zeit zum Nachfeilen. Die Idee erhielt zunächst
viel Beifall: Der skandalöse Verkauf der Warhol-Bilder aus NRW durch
die Portigon AG, abge
Nur in drei bayerischen Bistümern scheinen die
Uhren langsamer zu gehen als in den übrigen Diözesen. In Regensburg,
Eichstätt und Passau spielt man auf Zeit. Man werde zunächst die
Vereinbarkeit der Neuregelung mit dem Kirchenrecht überprüfen, teilte
etwa die Diözese Regensburg mit. Der Ausgang ist offen. Sollten
Bischof Rudolf Voderholzer und seine Kollegen in Eichstätt und Passau
an der alten Linie festhalten, würde sich zuerst die Frage na
Der Schriftsteller und Journalist Günter Wallraff
hält das Werk des vor 30 Jahren gestorbenen
Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll für aktueller denn je. Es
sei an der Zeit, "Bölls Werk und seine oft hellsichtigen
Stellungnahmen zu Politik und Gesellschaft neu zu entdecken und auf
unsere Zeit hin zu interpretieren", schreibt Wallraff in einem
Beitrag für den "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgabe). Seine
Hilfe sei nie d
In seinem neuen Film "Heil" hält der Berliner
Regisseur Dietrich Brüggemann den deutschen Medien und der
politischen Elite einen Spiegel vor. Das Motiv zum Dreh der
Nazi-Groteske, in der ein Afrodeutscher sein Gedächtnis verliert und
zur Talkshow-Marionette von rechtschreibschwachen Neonazis wird, sei
der NSU-Komplex und der Zustand der Demokratie in Deutschland
gewesen, sagt Brüggemann im Interview mit der in Berlin erscheinenden
Tageszeitung "neues deut