„Kommissar Rex“ ohne Karl Markovics: „Ich habe in alle Richtungen dankend abgelehnt“ / Schauspieler erteilt Serien-Neuauflage eine Absage -„Nicht mehr der Platz für mich“

„Kommissar Rex“ ohne Karl Markovics: „Ich habe in alle Richtungen dankend abgelehnt“ / Schauspieler erteilt Serien-Neuauflage eine Absage -„Nicht mehr der Platz für mich“

Osnabrück. Der Schauspieler Karl Markovics („The Grand Budapest Hotel“, „Die Fälscher“) kehrt nicht für die Neuauflage der Kult-Krimiserie „Kommissar Rex“ zurück: „Ich wurde in alle Richtungen gefragt und ich habe in alle Richtungen dankend abgelehnt“, sagte Markovics der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz).

Der 62-Jährige, der im Original als Bezirksinspektor Stockinger zur Kultfigur wurde, sieht keine Grundlage für ein Comeback: „Das ist nicht mehr die Zeit und nicht mehr der Platz für mich. Ich wäre mir aufdringlich vorgekommen. Was meine Anwesenheit rechtfertigen würde, wäre einzig und allein, dass ich damals dabei war. Sonst gibt s überhaupt keinen Grund.“

Dass seine Absage an am tierischen Partner liegen könnte, verneinte der Schauspieler deutlich. „Ich habe Rex nie als Konkurrenz betrachtet. Er war ein wirklicher Partner – ein Kollege wie meine menschlichen Mitspieler auch“, betonte Markovics. “ Kommissar Rex war eine unglaubliche Zeit für mich, an die ich gerne zurückdenke. Aber es ist auch lange vorbei.“ Das Verhältnis zum Hund beschrieb er als professionell distanziert: „Man konnte Rex natürlich streicheln. Aber dass er von sich aus mit mir knuddeln wollte, kann ich wirklich nicht sagen. Auch hier war mein Verhältnis zum Hund eigentlich genauso wie zu den menschlichen Kollegen. Mit denen habe ich das auch nicht gemacht.“

Markovics äußerte sich auch ungewohnt offen über seine Spiritualität und ein Schlüsselerlebnis zu Beginn seiner Karriere. Nach zwei gescheiterten Vorsprechen an Schauspielschulen habe er vor einer einfahrenden Straßenbahn eine innere Stimme gehört: „Wenn du jetzt in diese Straßenbahn steigst und nach Hause fährst, haben alle anderen recht. Alle, die sagen: Das wird nichts mit der Schauspielerei. Such dir was anderes. Wenn du nicht einsteigst, wenn du die Straßenbahn vorbeifahren lässt, wenn du zurückgehst in dieses Theater, wenn du hoffst, dass da überhaupt noch jemand ist, hoffst, dass die noch offen haben und fragst, ob du mitarbeiten kannst, auch ohne Geld – dann darfst du Schauspieler werden.“ Und genau so sei es gekommen.

Markovics, in dessen Filmen nach eigener Aussage oft „viel Metaphysisches“ steckt, bezeichnete sich als spirituell: „Es gibt für mich Gott, aber fragen Sie mich nur nicht nach einer näheren Beschreibung. Mein Gefühl deckt sich mit keinem der Angebote, die mir die Religionen liefern. Ich glaube, dass es Dinge gibt, die wir nicht begreifen.“ Für ihn sei alles Leben schützenswert: „Ich gehe auf jedes Wesen mit Respekt zu. Da mache ich keinen Unterschied, ob es ein Tier ist oder ein Mensch oder eine Pflanze“, sagte er und fügte hinzu: „Leben ist für mich etwas Heiliges.“

Aktuell ist Karl Markovics in dem Film „Sie glauben an Engel, Herr Drowak“ zu sehen.

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