Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema „Schwarze Kirchenkasse“:

Wenn man den Eindruck hat, nicht einmal mehr dem
Wort eines Pfarrers an der Spitze eines Kirchenkreises vertrauen zu
können – wo soll man dann noch Halt finden? Die Führungsspitzen des
Kirchenkreises Herford, die seit Jahrzehnten eine millionenschwere
schwarze Kasse vor ihren Gemeindemitgliedern und den meisten Pfarrern
geheimgehalten haben, haben dem Ansehen der evangelischen Kirche
enorm geschadet. Mehr noch: Sie haben Misstrauen innerhalb der
eigenen Reihen gesät. Die sti

Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Sprache / Unwort

Perfide Sprachverhinderung

Ein Wort setzt ein Signal, zwei Wörter markieren einen Trend. In
diesem Fall sogar ganz sicher. Denn Wort und Unwort des Jahres
beziehen sich auf den gleichen Sachverhalt: Politiker reden an den
Menschen vorbei, nennen ihre Entscheidungen "alternativlos" und
machen damit den Bürger zum "Wutbürger". Mit "alternativlos"
avanciert ein Stück Sprache zum Instrument der Sprachverhinderung.
Wer dieses eine Wort verwe

Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Unwort des Jahres

Seit 1994 stellt die Gesellschaft für Deutsche
Sprache das Unwort des Jahres an den Pranger – und da sind häufiger
Politiker dran als Vertreter der Wirtschaft. Ob Humankapital,
Herdprämie, Entlassungsproduktivität, sozialverträgliches
Frühableben, Kollateralschaden oder die Peanuts des Bankers Hilmar
Kopper, der 1994 den Reigen eröffnete – die Unwörter offenbaren meist
eine gewisse Verrohung gegenüber Menschlich-Sozialem. Jahressieger
2010 &quot

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Unwort

Wir haben ein Unwort des Jahres: alternativlos.
Jetzt entbrennt die Diskussion, ob die Wahl gut ist oder schlecht.
Gut ist in jedem Fall, dass es die Diskussion gibt, denn wir müssen
uns mit unserer Sprache auseinandersetzen – und das ist
alternativlos. Wird Sprache falsch genutzt, entzweit sie: Wie viele
Politiker haben sich schon wegen schiefer Vergleiche rechtfertigen
müssen? Ein präziser Sprachgebrauch mit Blick auf die Realität kann
Situationen nicht nur entsch&aum

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar Golden Globes

Das zweite Buch – Schriftsteller wissen es –
ist das schwerste. Denn nach einem gelungenen Debüt ist der
Erwartungsdruck enorm. Im Film ist es ebenso. Drei Jahre nach seinem
fulminanten Kinoerfolg "Das Leben der anderen", für den er den Oscar
erhielt, hat Regisseur Florian Henkel von Donnersmarck ordentlich
eins auf die Gutsherrenmütze bekommen. Zwar sagte er einmal, er habe
sein ganzes Leben lang mit Neid und Missgunst zu tun gehabt. Was aber
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