Hut ab vor Thomas Gottschalk. Bereits nach dem
schweren Unfall seines Wettkandidaten vor zwei Monaten fand der sonst
so flapsige Moderator nicht nur den richtigen Ton, sondern er tat
auch das einzig Richtige – Abbruch der Sendung, "Schluss mit lustig",
wie er das ausdrückte. Und auch jetzt fand der Kalauer- und
Zotenkünstler wiederum nicht nur die richtigen Worte, sondern zog
auch die einzig richtige Konsequenz: Rücktritt nach 24 Jahren
"Wetten, dass . . .?&quo
Wim Wenders lässt die Bausch-Compagnie tanzen, Michel Ocelot
animiert Märchen in Silhouetten-Optik, Werner Herzog dokumentiert die
Reliefstruktur der Höhenmalerei, alles in 3-D! Der Berlinale-Sonntag
wurde zur Leistungsschau der dritten Dimension.
Der französische Trickfilm steht für eine 3-D-Optik um ihrer
selbst willen: Ocelot knüpft an das animierte Scherenschnitt-Kino der
Stummfilm-Zeit an. Und schnell merkt man: Auch auf mehrere
Thomas Gottschalk verlässt "Wetten, dass . . ?"
Ende des Jahres. Die Entscheidung fiel kurz nach dem tragischen
Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch – und sie verdient Respekt.
Schon am Abend des Unglücks hat Gottschalk Anstand bewiesen, als er
die Show abbrach. Nun will er nicht mehr mit einem der schwärzesten
Momente in der deutschen Fernsehunterhaltung verbunden bleiben. Der
Wetten-Wahnsinn zum Wohle der Quote ist aber auch ohne Gottschalk und
trotz des vom ZDF
Fast ein Vierteljahrhundert lang hat Thomas
Gottschalk uns mit "Wetten, dass..?" am Samstagabend bespaßt. Für
eine Zeit, in der das Publikum ständig nach neuen Reizen lechzt, ein
unvergleichlicher Marathon. Gottschalk wuchs vom Showmaster zum
Amtsinhaber. Nun tritt er zurück. Es ist der richtige Zeitpunkt. Die
Tragödie um den verunglückten Wettkandidaten hat Gottschalk die
Entscheidung abgenommen. Er hat vermutlich schon eine Zeitlang über
sei
Der Zeitzeugenpreis sucht Menschen, die über ihr Leben in der Region berichten – „Landesväter“ unterstützen den Schreibwettbewerb
Was ist das Besondere daran, sich als Berliner oder Brandenburger zu fühlen? Diese Frage will der Zeitzeugenpreis Berlin-Brandenburg ergründen. Bereits zum sechsten Mal startet der Schreibwettbewerb, für den Menschen aus der Region aufgerufen werden, über ihre Lebenserfahrungen zu berichten. Diesmal unter dem Motto „Ich bin (k)ein
Die Bedeutung Johannes Gutenbergs für die Frühzeit der Druckkunst ist wahrscheinlich größer, als bisher erkannt. Seine laut Prozessakten in Straßburg hergestellten „Spiegel“ waren vermutlich gedruckte Heiligenbilder und seine dort ebenfalls produzierte „aventur und kunst“ war ein im Kupferstichverfahren hergestelltes anspruchsvolles Kartenspiel.
Große Namen, opulentes Programm: Braunschweig Classix spielte in
der Festival-Oberliga mit. Das honorierten die Sponsoren, indem sie
ihr Geld gaben. Die Geldgeber bekamen wiederum ein
First-Class-Festival, das ihren Namen transportierte. So funktioniert
das Zusammenspiel von Kultur und Wirtschaft.
Was aber, wenn ein wichtiger Geldgeber aussteigt? Tritt der
Festivalzug auf die Bremse, springen womöglich weitere Sponsoren ab –
denn die geben ihr Geld