Westdeutsche Zeitung: Nötige Einmischung der Christen =
Von Ekkehard Rüger

Es ist schwer zu sagen, womit der deutsche
Protestantismus mehr Probleme hat: mit dem wachsenden christlichen
An- alphabetismus; mit spirituellen Sehnsüchten, die durch
Kirchentraditionen nicht mehr befriedigt werden; oder mit dem
Vorwurf, Religionen seien als Friedensstifter überfordert und
stattdessen oft selbst Ursache von Gewalt. Keines dieser Probleme ist
mit dem Kirchentag in Dresden gelöst. Aber das unerwartet große
Christentreffen im überwiegend konfession

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar „Mittelbayerische Zeitung“ (Regensburg) zu Facebook

Schon wieder dieses Facebook! Jetzt haben wir
aber langsam die Faxen dicke. So mögen die zwei Drittel der deutschen
Internetnutzer denken, die noch nicht bei dem sozialen Netzwerk
angemeldet sind. Schlagzeile in etwa: Nach Geburtstagschaos wartet
Deutschland auf den ersten Facebook-Toten. Zugegeben mag es seltsam
erscheinen, dass sich 1600 zum Teil über 20-jährige Jugendliche an
einem Freitag in einer Hamburger Wohnsiedlung verabreden, um den
Geburtstag einer 16-Jährige

Neue OZ: Kommentar zu Kunst / Ausstellungen

Ein fataler Missgriff

Christoph Schlingensief im Deutschen Pavillon der Biennale von
Venedig: Darüber kann man nicht nur streiten, darüber muss man
streiten. Und das nicht nur, weil der 2010 verstorbene Künstler auf
diese Inszenierung seines Werkes keinen Einfluss mehr nehmen konnte.
Der Streit muss vor allem um die Frage geführt werden, wie sich
dieser Beitrag in die Ausstellungsgeschichte des Deutschen Pavillons
einfügt. Der nationalsozialistisch inspirierte

WAZ: Wirkungslose Medizin
– Kommentar von Petra Koruhn

Als Alexander Fleming Anfang des 20. Jahrhunderts
das Penicillin entdeckte, war es der Beginn einer großen Hoffnung.
Endlich gab es Medikamente, mit deren Hilfe man die Seuchen stoppen
konnte. Pest und Cholera – auf einmal waren sie behandelbar. Die
Wunderwaffe gegen die gefährlichen Bakterien hieß: Antibiotika. Doch
jetzt, bei Ehec, ist diese Waffe stumpf. Bakterien sind intelligente
Lebewesen. Werden sie angegriffen, entwickeln sie komplexe
Strategien, um zu überle

WAZ: Käßmanns Traum vom Frieden
– Kommentar von Angelika Wölk

Kirchentage sind auch Orte der Hoffnung, der
Visionen, des Träumens von einer besseren Welt. Was denn sonst. Wer
sie deshalb abtut, betrügt sich selbst um seine Hoffnungen. Und
manchmal auch um die gute Sache. Denn Hoffnungen und Realität müssen
keine unüberwindlichen Gegensätze sein. Selbst beim Thema Krieg und
Frieden auf einem Kirchentag nicht. Bomben oder beten – das war die
Frage, die die trotz aller Rückschläge immer noch überaus popul&aum