Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Tod von Steve Jobs

Steve Jobs ist tot. Die Trauer ist global. Die
Nachricht dominiert die Internet-Portale, prägt die Diskussion in den
sozialen Netzwerken. Regierungschefs und Konzernbosse kondolieren.
Ist das gerechtfertigt? War Jobs wirklich mehr als ein knallharter
Unternehmer, der die Zustände in den chinesischen Werken, die für
Apple fertigten, in Kauf nahm und einen autoritären Führungsstil
zelebrierte? Er war nicht »iGod«, das überhöht ihn gewaltig, aber

WAZ: Nullrunde fürs TV. Kommentar von Jürgen Overkott

Für das öffentlich-rechtliche Fernsehen kam es
dieser Tage dicke. Zuweilen wirkte es – ob Ki.Ka oder MDR – wie ein
Selbstbedienungsladen. Dann schlugen Datenschützer in der Debatte um
die neue Haushaltsabgabe Schnüffel-Alarm. Als wäre all dies nicht
genug, verlangten ARD, ZDF und Deutschlandfunk insgesamt 1,3
Milliarden Euro mehr für die nächsten vier Jahre.

Das war, allen Rechentricks zum Trotz, den Gebührenzahlern nicht
zu vermitteln. Besonnene

WAZ: Ehre mit bitterem Beigeschmack. Kommentar von Jens Dirksen

Ein Weltliterat wie Bert Brecht hat ihn nicht
bekommen, genauso wenig wie James Joyce. Und nun steht auch der große
amerikanische Romancier und Kritikerliebling Philip Roth mehr denn je
davor, den Literaturnobelpreis nicht bekommen zu haben. Vielleicht
ist es ja die größere Auszeichnung, die nur wahre Ausnahme-Literaten
trifft.

Eine bittere Ehre ist es allemal. Genährt wiederum von der
diesjährigen Entscheidung des Nobelkomitees in Stockholm. Keine
Frage, der

Neue OZ: Kommentar zu Geschichte / DDR / Literatur

DDR-Regime herausgefordert

Als moralische Instanz hat er für das breite Publikum seit der
Enthüllung seiner SS-Mitgliedschaft ausgedient, als Querulant und
Nörgler hatten ihn seine Gegner schon länger im Visier: Günter Grass
ist und bleibt eine Reizfigur. Jetzt stellt sich heraus, dass der
Autor der "Blechtrommel" persönlichen Mut bewiesen hat, als es darauf
ankam, Flagge zu zeigen. Die um Haaresbreite vermiedene Verhaftung
durch die Staatssicherh