Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Film / Berlinale

Keine Lust auf Wulff?

Die Berlinale will politisch sein, und schlägt damit Stolperfalten
in den roten Teppich. Der Kulturstaatsminister glänzte bei der
Eröffnung mit China-Kritik. Zwar erwarten alle skeptisch den
Wettbewerbsbeitrag von Zhang Yimou, der seit seiner
Olympia-Eröffnungsfeier als einstiger Regimekritiker selbst
kritisiert wird. Aber immerhin zeigt das Festival auch eine Doku über
Ai Weiwei. Er selbst kommt leider nicht. China lässt ihn nicht
aus

Neue OZ: Kommentar zu Musik / Houston / Tod

Leben ohne Auffangnetz

Michael Jackson, Amy Winehouse, Whitney Houston: Die Liste früh
gestorbener Musikidole ließe sich problemlos fortsetzen. Erinnert sei
an Elvis Presley, Jimi Hendrix oder Nirvana-Sänger Kurt Cobain.
Obwohl sich diese Ausnahmetalente und ihre Todesumstände
unterscheiden, gibt es Parallelen: Sie alle hatten ihr Leben als
Superstar nicht im Griff. Sie nahmen Drogen, Alkohol oder
Medikamente, weil sie glaubten, nur so dem Erfolgsdruck
standzuhalte

WAZ: Der Todesfluch des Pop – Kommentar von Jens Dirksen

Der Todesfluch der Popmusik scheint immer wieder die
Besten zu treffen. Michael Jackson, Amy Winehouse, Whitney Houston –
sie waren überragende Ausnahmekünstler, gesegnet mit göttlichen
Stimmen und großem Charisma. Es hat ihnen nichts geholfen. Im
Gegenteil: Am Ende war ihr Talent der sicherste Weg in die Falle
ihres Lebens. Singen zu können wie nur wenige sonst hat diesen
Weltstars Ruhm ohne Ende eingebracht. Einen Ruhm, den sie allerdings
ohne eine Pop-Industrie

Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Film / Berlinale

Kraftzentrale des Films

Die "Rote Traumfabrik" produzierte in erster Linie eines:
kraftvolle Filmkunst. Trotzdem war sie den beiden Verbrechern Hitler
und Stalin offenbar suspekt. Daher verboten die Nationalsozialisten
gleich nach ihrer Machtergreifung die Filme aus dem Studio
"Meschrabpom". Stalin schloss die Filmwerkstatt dann 1936 endgültig.

In den 14 Jahren seines Bestehens hat das Filmstudio dennoch
Geschichte geschrieben. "Panzerkreuzer Potjemkin&

Berliner Zeitung: Kommentar zur deutschen Position in der Weltkunstszene

Deutschland ist längst eine Kunstmetropole
geworden. Gerhard Richter steht auf Platz eins des "Kunstkompass
2011". Es folgen: "Bruce Nauman, Georg Baselitz, Cindy Sherman und
Anselm Kiefer. Unter den ersten fünf also drei Deutsche und zwei
Amerikaner. Seit Jahren gehören deutsche Künstler zu den
erfolgreichsten. Ihre Art, uns wahrzunehmen, wirkt weltweit. Seit
langem. Wir haben das noch immer nicht verstanden. Wir Deutschen
sehen uns immer noch als die L

Neue OZ: Kommentar zu „Pommes d–Or“

Das Nichts vergoldet

Da fliegt einem doch das Pappschälchen weg: Zwei schäbige Pommes
sollen 2000 Euro wert sein! Auch wenn bei Kunst meist nicht der
schnöde Materialwert zählt, sondern vor allem das künstlerische
Konzept teuer zu bezahlen ist – im aktuellen Fall greift diese
Begründung nicht. Denn der Künstler hatte offenbar vor allem die
Idee, eine befreundete Kunstsammlerin ihre fragwürdige Kaufabsicht
bezeugen zu lassen.

Das Gericht hat l