Stadtplan führt zur kreativen Szene Hongkongs

Hongkong erlebt in diesem Jahr eine Art kreativer Renaissance: Die Londoner „White Cube" Galerie und die New Yorker Galerie „Gagosian" sind unter den Galerien, die in der Metropole Zweigstellen eröffnet haben, „Le French May" zeigt die größte Picasso-Ausstellung, die je in Hongkong je zu sehen war, und Sammler investieren in Werke lokaler Künstler und regen zu neuen, kreativen Projekten an.

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Klimt: „Der Traum jenseits der Kitsch-Falle“

Wien feiert Gustav Klimt. Muss man da dabei
sein? Der wichtigste Vertreter des Jugendstils ist für viele von uns
verdächtig nah an den Kitsch gerückt – gerückt worden, muss man
sagen, durch übermäßigen Gebrauch. Sein Werk "Der Kuss" ziert Tassen
und Schnellhefter. Seine Kunst zieht auf Postkarten quer über den
Globus. Überall in der Welt sind seine schönen, in Gold gehüllten
Frauen bekannt. Seine Städte- und Landschafts

Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Johnson / Nachlass

Ausgerechnet Rostock

Johnsons Nachlass geht nach Rostock, an genau jene Uni, die ihn
1953 wegen seines Einstehens für die Christen der Jungen Gemeinde
rauswarf und erst nach dem 17. Juni wieder aufnahm.

Mit der Pflege ihres Ehemaligen schließt sich also nicht nur ein
Kreis, wie der Rostocker Stiftungsprofessor Holger Helbig sagt. Es
wird auch Wiedergutmachung betrieben, und das immerhin in jener
Sehnsuchtslandschaft, die der Dichter nach dem Umzug in den Westen
nur noch

Neue OZ: Kommentar zu Indien / Gandhi

Unersetzlicher Besitz

Brille, Latschen, Matte: Gandhi hat kaum mehr als das an
weltlichen Gütern hinterlassen. Das symbolische Erbe des Mannes im
Lendenschurz, der mit gewaltlosem Widerstand einen ganzen
Subkontinent in die Unabhängigkeit führte, fällt dagegen gewaltig
aus. Gandhi, das ist ein Mythos aus Worten, Bildern, Handlungen.
Genau um diesen Mythos geht es, wenn Indien jetzt das Archiv jenes
Mannes erwirbt, der Gandhi so nahe war wie sonst nur ganz wenige
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