Herrenknecht über Weltkrisen, sein privates Leben und Blumenkübel

Herrenknecht über Weltkrisen, sein privates Leben und Blumenkübel

Porträt „Der Tunnelkönig – Herrenknecht verbindet die Welt“ und „Martin Herrenknecht – das große Interview“ am Montag, 13. Juli 2026 im SWR und in der ARD Mediathek

Tunnelbauer Martin Herrenknecht hat nicht nur den Gotthard durchbohrt. Auf allen Kontinenten arbeiten sich seine Maschinen durch das Erdreich. Mit einer auf eine Serviette gekritzelten Idee hat der heute 84-Jährige aus der Ortenau einen Weltkonzern aufgebaut. Das SWR Porträt „Der Tunnelkönig – Herrenknecht verbindet die Welt“ fragt: Wie hat er das geschafft? Und wie kann er sich bis heute gegen die wachsende Konkurrenz aus Asien behaupten? Die Dokumentation begleitet den rastlosen Konzernchef auf seine Baustellen im Gotthard und nach Paris und lässt Weggefährten aus 50 Jahren Unternehmensgeschichte zu Wort kommen. Zu sehen am Montag, 13. Juli 2026, um 20:15 Uhr im Fernsehprogramm des SWR und in der ARD Mediathek. Im Anschluss um 21 Uhr zeigt der SWR „Martin Herrenknecht – Das große Interview“.

Hausverbot für Elon Musk

Das Gespräch mit SWR Moderatorin Jana Kübel fand bei Herrenknecht zuhause in Schwanau statt – in seinem Gästehaus. Dort dürfte Elon Musk übrigens nicht rein. Warum? „Das ist ein Blender! Bevor er ins Tunnelbau-Geschäft einsteigt, bau ich Raketen in Schwanau.“ Herrenknecht sieht in der „Boring Company“ von Musk keine Konkurrenz. Trotzdem mahnt er: Deutschland müsse jetzt aufwachen. „Sonst gehen wir über die Wupper.“

Tunnelbau gegen Weltkrisen?

Martin Herrenknecht ist überzeugt davon, dass sich mit Tunnelbau Krisen lösen lassen: „Wenn Sie überlegen, Hormus, das wird in fünf Jahren wieder kommen oder wir zahlen dann hohe Maut, dass wir mit den Schiffen durchkommen. Ich kann mir vorstellen, mit Tunneln könnten wir das lösen.“ Er berichtet über ein Tunnelprojekt, mit dem sich die Straße von Hormus umgehen ließe.

Herrenknecht kündigt weitere Blumenkübel-Aktion in Schwanau an

20 Blumenkübel sind der Grund, warum der Unternehmer sich mit der Gemeinde Schwanau streitet. Sie wurden als verkehrsberuhigende Maßnahme in der Tempo-30-Zone aufgestellt – Martin Herrenknecht hatte sie abräumen lassen. Jetzt sollen die Kübel wieder aufgestellt werden. Im Interview kündigt er an, das nicht auf sich sitzen zu lassen. „Ich werde eine Aktion machen, da werden sie gucken, was sie machen im Gemeinderat.“ Dass er polarisiert? „Ist mir ***egal!“

Warum seine Frau dem Selfmade-Multimillionär eine Tasse an den Kopf warf

Im 45-Minuten-Interview zeigt der Firmengründer aber auch eine andere, sensible Seite. Er erzählt, warum er mittags immer zuhause isst und spricht über seine Kindheit zwischen unendlicher Freiheit, aber auch Prügel vom Vater. Der Wunsch, es mal besser zu machen – das war sein Antrieb. Er bereut es, wenig Zeit für seine Kinder gehabt zu haben und erzählt, warum ihm seine Frau einmal eine Tasse an den Kopf geworfen hat.

Sendehinweis:

Montag, 13. Juli 2026, 20:15 Uhr im SWR und in der ARD Mediathek

„Der Tunnelkönig – Herrenknecht verbindet die Welt“

Montag, 13. Juli 2026, 21 Uhr im SWR und in der ARD Mediathek

„Martin Herrenknecht – das große Interview“

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Pressekontakt: Ursula Foelsch, Tel. 0711 929 11034, ursula.foelsch@SWR.de

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