Europäischer Security-Hersteller baut Forschung und KI-Abwehr massiv aus
Der IT-Sicherheitshersteller ESET investiert 40 Millionen Euro in den Ausbau KI-gestützter Cyberabwehr. Das verkündete das Unternehmen auf der Sicherheitskonferenz ESET World 2026 (https://esetworld.com/) in Berlin. Der europäische Security-Experte reagiert damit auf eine neue Angriffsfläche durch autonome KI-Systeme und KI-Agenten, die nach Einschätzung von ESET zunehmend selbst zum Sicherheitsrisiko werden.
Seit März 2026 hat ESET weltweit fast 800.000 sogenannte „AI Skills“ analysiert. Dabei handelt es sich um Erweiterungen für KI-Agenten, die externe Tools, APIs oder Datenquellen anbinden. Rund 25.000 dieser Komponenten stufte das Unternehmen als verdächtig ein, mehr als 3.000 wurden blockiert. Für ESET entsteht zurzeit eine neue Ebene der Software-Lieferkette mit zusätzlichen Risiken für Unternehmen und Organisationen.
„Cybersicherheit tritt in eine neue Phase ein“, sagt Richard Marko, CEO von ESET. „Künstliche Intelligenz wird nicht mehr nur zur Verteidigung eingesetzt. KI-Systeme und autonome Agenten werden selbst Teil der Angriffsfläche.“
KI-Agenten verändern die Bedrohungslage
Nach Einschätzung der ESET-Forscher wächst das Ökosystem rund um KI-Agenten derzeit mit hoher Geschwindigkeit. Viele Systeme greifen automatisiert auf externe Repositories, Plugins, APIs oder Cloud-Dienste zu. Dadurch entstehen neue potenzielle Angriffswege, die klassische Sicherheitskonzepte bislang nur teilweise abdecken. Besonders dynamisch entwickelt sich die Zahl öffentlich verfügbarer AI Skills. Zu Jahresbeginn beobachtete ESET erst rund 60.000 Komponenten, inzwischen analysieren die Systeme des Unternehmens fast 800.000 unterschiedliche AI Skills.
„Organisationen integrieren KI-Agenten zunehmend in ihre Arbeitsprozesse. Gleichzeitig entstehen dadurch völlig neue Angriffsmöglichkeiten“, erklärt Juraj Janosík, Vice President of Artificial Intelligence bei ESET. „Sicherheitsteams benötigen deshalb neue Technologien, um diese Systeme kontrollieren und absichern zu können.“
Fokus auf europäische KI-Souveränität
Mit dem Investment will ESET seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten deutlich ausbauen. Geplant ist unter anderem die Erweiterung des F&E-Teams auf 1.000 Forscher und Ingenieure innerhalb der kommenden drei Jahre. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eigener KI-Modelle für Cybersecurity-Anwendungen. Anders als allgemeine KI-Systeme sollen diese gezielt mit Sicherheitsdaten, Threat Intelligence und Telemetriedaten trainiert werden. ESET positioniert sich dabei bewusst als europäische Alternative zu den weltweit verfügbaren KI-Plattformen.
„Die Zukunft der Cybersicherheit darf nicht ausschließlich von Modellen abhängen, die von einigen wenigen globalen Technologiekonzernen kontrolliert werden“, so Marko. „Gerade in der Cybersecurity spielt technologische Souveränität eine zentrale Rolle.“
Neues KI-SOC und Schutz für AI Workflows
Neben eigenen KI-Modellen entwickelt ESET auch eine neue Generation KI-gestützter Security Operations Center (SOC). Sicherheitsvorfälle sollen dadurch schneller erkannt, analysiert und priorisiert werden können. Dem Security-Hersteller geht es dabei ausdrücklich nicht darum, Security-Analysten durch KI-Agenten zu ersetzen. Vielmehr sollen Sicherheitsteams entlastet werden, indem große Mengen an Sicherheitsdaten automatisiert ausgewertet und Zusammenhänge schneller erkannt werden können. Langfristig will ESET moderne KI-gestützte Cyberabwehr nicht nur Großunternehmen zugänglich machen, sondern auch mittelständischen und kleineren Organisationen.
Darüber hinaus arbeitet ESET mit „ESET Secure AI Relay“ an einer Sicherheitsplattform für KI-Workflows. Sie soll die Kommunikation zwischen Nutzern, KI-Agenten, Geschäftsanwendungen und KI-Modellen absichern.
Auch der bereits auf der RSAC 2026 vorgestellte „ESET AI Skills Checker“ wird weiter ausgebaut. Das Tool analysiert AI Skills und soll Unternehmen dabei helfen, manipulierte oder schädliche KI-Komponenten frühzeitig zu erkennen.
„Cybersicherheit skaliert nicht durch immer mehr Warnmeldungen, Dashboards und Komplexität“, sagt Marko. „KI muss dabei helfen, leistungsfähige Cybersecurity einfacher und breiter verfügbar zu machen.“
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