Ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb in Dresden suchte zwei Jahre lang neue Leute, über Zeitung, Arbeitsamt und Social-Media-Anzeigen, und fand niemanden Passenden. Ein Heizungsbetrieb lief gut, hatte aber ein anderes Problem: Kunden in der eigenen Region wussten gar nicht, dass es ihn gibt. Beide Betriebe waren gesund, hatten einen guten Namen und lieferten saubere Arbeit ab. Trotzdem lief es an einer entscheidenden Stelle nicht.
Solche Fälle landen regelmäßig bei der Koller & Lode GmbH in Würzburg. Levi Koller und Oskar Lode arbeiten ausschließlich mit Fachbetrieben im Handwerk und haben dafür zwei eigene Systeme entwickelt, eines für offene Stellen und eines für neue Aufträge. Inzwischen sind es hunderte Betriebe in ganz Deutschland, vom Fünf-Mann-Laden bis zum Unternehmen mit über hundert Leuten. Wer wissen will, was dabei herauskommt, findet auf der Referenzen-Seite des Unternehmens Dutzende Kundenstimmen, viele davon als Video. Im Folgenden schildern einige Inhaber ihre Erfahrungen selbst.
Wenn die Stelle seit Monaten offen steht
Thomas Thümer, der in Dresden einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb mit rund fünfzehn Leuten führt, hatte zwei Jahre lang vergeblich gesucht. „Zeitung, Arbeitsamt, Social-Media-Anzeigen, dazu wöchentlich irgendeine Werbeagentur, die vermitteln wollte. Das alles hat keinen richtigen Erfolg gebracht“, sagt er. Über Koller & Lode stellte er drei neue Mitarbeiter in drei Monaten ein. Was ihn überzeugt habe, sei die Nähe zur Branche gewesen: „Ich hatte das Gefühl, die wissen genau, was Garten- und Landschaftsbau bedeutet.“
Franz Rusch, Chef einer Zimmerei, die auch Dachdecker- und Spenglerarbeiten macht, hatte ein Überalterungsproblem. „Unsere Leute waren überaltert, einige gingen in Rente. In der Zeitung und über Facebook kam nie etwas dabei heraus“, sagt er. Am Ende hatte er fünf geprüfte Kandidaten in der engeren Auswahl und stellte drei ein. „Jetzt kann man Termine wieder einhalten, und wenn einer ausfällt, sind noch zwei Ersatzleute da.“
Wie die Betriebe vorher gesucht haben
Fast alle Rückmeldungen teilen denselben roten Faden: Die üblichen Wege hatten aufgehört zu funktionieren. Thomas Heinze, Inhaber eines SHK-Betriebs mit zwölf Mitarbeitern, hatte es über ein großes Jobportal versucht. „Stepstone haben wir probiert, ohne nennenswerte Ergebnisse. Beim Arbeitsamt kamen Bewerber, die nicht infrage kamen“, sagt er. Bei Koller & Lode seien schon nach wenigen Tagen die ersten Kandidaten im System gewesen, die ersten Gespräche habe er kurz darauf im eigenen Haus geführt.
Bei der PSH Bau, einem Trockenbaubetrieb, war es der Generationswechsel, der die Suche nötig machte. Geschäftsführer Michael Sauer beschreibt die Zeit davor als Bewerbungsflut ohne Nutzen. „Über Arbeitsamt und Zeitung kam eine Masse an Bewerbungen, die wir gar nicht bewältigen konnten, und fast nichts davon passte“, sagt er. Entscheidend sei am Ende die Vorauswahl gewesen: „Aus dem Pool haben wir uns die passenden Leute ausgesucht.“ Zwei Einstellungen in rund vier Wochen.
Was die Betriebe an der Zusammenarbeit schätzen
Auffällig oft fällt in den Erfahrungsberichten das Wort Zeit. Die Inhaber betonen, dass ihnen die Vorauswahl und die Terminierung der Gespräche die eigentliche Arbeit abgenommen hätten. Kai Gäckle, Maurermeister und Geschäftsführer eines Hochbauunternehmens, hatte nach 22 Tagen einen Polier im Betrieb, der dort bis heute arbeitet. „Vorher hat sich so gut wie niemand beworben, oder die Bewerbung war so daneben, dass sich nicht mal ein Anruf gelohnt hat“, sagt er. Über das Kundenportal habe er jederzeit sehen können, wer sich beworben habe und wie der Stand sei. Seit der Polier da ist, „laufen die Baustellen mehr oder weniger von allein“.
Florian Peters, der einen Malerbetrieb in vierter Generation mit rund sechzig Mitarbeitern führt, hebt den Ton der Zusammenarbeit hervor. „Das war kein Gespräch mit diesen typischen Verkaufstaktiken, kein ewiges Herr Peters hier, Herr Peters da. Das war ein ganz normaler Plausch“, sagt er. Das Tempo habe ihn überrascht: „Am ersten April haben wir angefangen, am achten April hatte der erste Meister unterschrieben.“ In 41 Tagen wurden zwei Meister und ein Geselle eingestellt.
Warum es vorher nicht funktioniert hat
Dass die üblichen Wege versagen, hat für Levi Koller einen nachvollziehbaren Grund. Zwei Dinge sieht er dabei am häufigsten. Das eine ist der Beitrag auf der eigenen Firmenseite bei Facebook oder Instagram. „Da schauen die Stammkunden drauf, die Nachbarn und die Verwandtschaft“, sagt er. „Der unzufriedene Geselle zwei Orte weiter sieht davon gar nichts. Der weiß ja nicht mal, dass es diesen Betrieb gibt.“
Das andere ist die bezahlte Anzeige mit der Bewerbung in einer Minute. „Wenn man es so einfach macht, dass wirklich jeder mitmachen kann, dann macht auch jeder mit“, sagt Koller. „Der Chef hat danach einen Stapel auf dem Schreibtisch und trotzdem keinen Mann in der Werkstatt.“
Deshalb geht Koller & Lode einen anderen Weg und schaltet weder Anzeigen noch postet auf einer Firmenseite. Das Unternehmen unterhält einen Pool wechselbereiter Fachkräfte aus den jeweiligen Regionen. Steht in einem Betrieb eine Stelle an, werden die passenden Kandidaten daraus neu angegangen, für diesen einen Betrieb und mit dessen Argumenten. „Wir fangen nicht bei null an und hoffen, dass sich jemand meldet“, sagt Oskar Lode, der zweite Geschäftsführer. „Wir wissen, wer in der Region wechseln würde, und sprechen genau die Richtigen erneut an.“
Wie teuer der falsche Weg werden kann, hat die Deutsche Handwerks Zeitung im Februar 2026 an einem Beispiel gezeigt. Ein Dachdeckerbetrieb aus Niedersachsen beauftragte eine Agentur, bekam ausschließlich unpassende Bewerbungen und dazu eine Rechnung über 15.000 Euro. Nach drei Monaten war der Anbieter nicht mehr zu erreichen. „Wer schon zweimal Geld für nichts ausgegeben hat, glaubt beim dritten Mal erst wieder was, wenn er ein Ergebnis sieht“, sagt Lode. „Das verstehe ich, und genau deshalb lassen wir die Ergebnisse sprechen.“
Aus einer Stelle werden meistens mehrere
Auffällig ist, dass es selten bei einer Sache bleibt. Bei Thümer Landschaftsbau wurden drei Leute auf einmal eingestellt, bei der Rusch Zimmerei ebenfalls drei, bei der Malerei Peters zwei Meister und ein Geselle. Wer einmal angefangen hat, meldet sich meist wieder, sobald der Nächste in Rente geht oder ein Auftragsbereich wächst.
Dieselbe Erfahrung machen Betriebe auf der Auftragsseite. Martin Zanker vom Heizungs- und Wärmepumpenbetrieb Zanker & du Hommet mit vierzehn Mitarbeitern beschreibt in seiner Kundenstimme, wie das LOKALMAGNET-System Kunden erreichte, die der Betrieb selbst nie gesehen hätte: „Wir dachten, als regionaler Betrieb kennt uns hier jeder. Aber wir haben Leute erreicht, die gar nicht wussten, dass es uns gibt.“ Dass die Anfragen tatsächlich gezielt kamen, prüfte er auf eigene Faust nach: „Ich habe die neuen Kunden gefragt, ob sie uns vom Nachbarn empfohlen bekommen haben. Die kannten sich untereinander gar nicht.“ Nach zwei Monaten hatte der Betrieb fünf neue Aufträge mit rund 250.000 Euro Volumen, so viele, dass er die Gewinnung zwischenzeitlich pausieren musste, um alles abzuarbeiten.
Die Partnerbetriebe kommen aus der Zimmerei, der Elektrotechnik, dem Metall- und Anlagenbau, dem Hochbau, dem Trockenbau, dem Sanitär- und Heizungsbau, dem Garten- und Landschaftsbau und dem Malerhandwerk, mit Privatkundschaft ebenso wie mit gewerblichen Auftraggebern. Koller & Lode arbeitet ausschließlich mit Fachbetrieben im Handwerk, steht im engen Austausch mit Innungen, Fachverbänden und Handwerkskammern und ist regelmäßig auf Fachtagungen der Branche vertreten.
Am Ende, sagt Levi Koller, laufe es bei allen auf dasselbe hinaus. „Keiner dieser Betriebe hatte zu wenig zu bieten. Da wird gute Arbeit gemacht, die Leute halten zusammen, und in der Gegend kennt man den Namen. Gesehen haben sie nur die Falschen. Und das kriegt man in den Griff.“
Wer sich die vollständigen Erfahrungsberichte und Kundenstimmen ansehen möchte, findet sie samt Videos unter https://koller-lode.de/referenzen.
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