„Die Prinzessin aus Glas“: ARD-Weihnachtsmärchen erzählt von einem tauben Helden und dem Mut, den eigenen Weg zu gehen

„Die Prinzessin aus Glas“: ARD-Weihnachtsmärchen erzählt von einem tauben Helden und dem Mut, den eigenen Weg zu gehen

Mit „Die Prinzessin aus Glas“ bekommt die ARD-Märchenreihe „Sechs auf einen Streich“ eine besondere Neuinterpretation: Erstmals steht ein tauber Protagonist im Mittelpunkt der Reihe, gespielt von dem tauben Moderator und Schauspieler Jason Giuranna („Sehen statt Hören“). Olivia Papoli-Barawati („In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“) übernimmt die Rolle der titelgebenden Prinzessin. Die unter Federführung des MDR gemeinsam mit BR, HR und SR entstandene Neuverfilmung verbindet Thüringer Schauplätze mit der Tradition des Glasbläserhandwerks. TV-Premiere feiert „Die Prinzessin aus Glas“ am 25. Dezember 2026 um 14.10 Uhr im Weihnachtsprogramm des Ersten. Bereits ab 18. Dezember ist das Märchen in der ARD Mediathek verfügbar.

Zur Handlung: Hans lebt mit seinem Bruder Helmerich und seinem Vater in einer kleinen Glasbläserwerkstatt. Die Arbeit ist hart: Feuer, Hitze und Geldsorgen bestimmen den Alltag. Der Vater tut sich schwer damit, seinen tauben Sohn Hans in die Arbeit und das Familienleben einzubeziehen. Er setzt all seine Hoffnung in dessen Bruder Helmerich – einen übermütigen Heißsporn, der lieber handelt, als zuhört. Hans dagegen besitzt Fähigkeiten, die in der Welt seines Vaters zunächst wenig zählen: eine feine Wahrnehmung, ein Gespür für das Verborgene und eine tiefe Verbundenheit mit der Natur.

Auch im Königshaus herrscht Sorge: Als Prinzessin Anna den Heiratsantrag eines mächtigen Herzogs zurückweist, rächt dieser sich grausam: Er entführt sie und hält sie in einer gläsernen Hülle gefangen. Zahlreiche Versuche, die Prinzessin zu befreien, scheitern. Auch Helmerich macht sich auf den Weg, bleibt jedoch erfolglos. So geht Hans auf die Suche nach seinem Bruder und kommt dem Bann, der die Prinzessin festhält, immer näher.

Klassische Motive neu erzählt

Der neue Märchenfilm basiert auf Motiven aus „Die verzauberte Prinzessin“ des Thüringer Schriftstellers und Märchensammlers Ludwig Bechstein und interpretiert die Geschichte zeitgemäß neu. Die klassische Abenteuergeschichte erzählt von Geschwisterliebe, Anderssein und dem Mut, den eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Hans ist taub, seine besondere Wahrnehmung und seine Fähigkeiten erweisen sich dabei als große Stärke. Prinzessin Anna wiederum widersetzt sich den Erwartungen an sie und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand.

Inklusiv erzählt und barrierefrei zugänglich

Inklusion ist Teil der Geschichte und des Angebots: „Die Prinzessin aus Glas“ steht in der ARD Mediathek in Deutscher Gebärdensprache (DGS), mit Audiodeskription (AD) und Untertiteln (UT) zur Verfügung.

In Thüringen verwurzelt

Die Neuverfilmung wurde im Herbst 2025 u.a. auf Schloss Burgk sowie in Hohenfelden, Bad Tabarz und Friedrichroda gedreht. Mit dem Glasbläserhandwerk greift der Film zugleich eine traditionsreiche Thüringer Handwerkskunst auf, für die insbesondere Lauscha als Geburtsort des gläsernen Christbaumschmucks bekannt ist.

Neben Jason Giuranna als Hans und Olivia Papoli-Barawati als Prinzessin Anna sind Krunoslav Šebrek und Nadja Robiné vom Deutschen Nationaltheater Weimar als Königspaar zu sehen. Außerdem gehören Prodromos Antoniadis, Justus Johanssen und Johannes Hendrik Langer zur Besetzung. Für humorvolle Momente sorgen Alexander Schubert, bekannt aus zahlreichen Comedy- und Satireformaten, und Stand-up-Comedian Yorick Thiede als Torwachen-Duo.

Das Drehbuch stammt von Andreas Jaschke, Regie führte Josephine Frydetzki, die Bildgestaltung übernahm Manuel Ruge. Das Märchen wurde von der Erfurter Produktionsfirma Mideu Films (Produzent: Philipp Schall, Producerin: Tina Lenz) im Auftrag der ARD unter Federführung des MDR (Redaktion: Anke Lindemann, Sabine Scheuring) zusammen mit BR (Redaktion: Dr. Stefanie Baumann, Isabel Wiemer), HR (Redaktion: Patricia Vasapollo) und SR (Redaktion: Alexandra Fritsch) produziert. Eine vom MDR produzierte Hörfassung des Märchens ist ab 18. Dezember 2026 bei ARD Sounds verfügbar, gesprochen von Petra Hartung.

Die ARD-Märchenreihe „Sechs auf einen Streich“

Seit 2008 werden für die ARD-Märchenreihe „Sechs auf einen Streich“ klassische Märchenstoffe neu verfilmt und im Weihnachtsprogramm ausgestrahlt. Als Vorlagen dienen unter anderem Geschichten der Brüder Grimm, Hans Christian Andersens und Ludwig Bechsteins. Die rund 60-minütigen Filme werden von den ARD-Landesrundfunkanstalten produziert und interpretieren bekannte Stoffe für ein heutiges Publikum neu. „Die Prinzessin aus Glas“ ist der 59. Märchenfilm der Reihe.

Mediendossier und Vorführraum

Im Mediendossier zur Produktion finden Sie Interviews mit den beiden Darstellenden Olivia Papoli-Barawati und Jason Giuranna, der Regisseurin Josephine Frydetzki sowie Anke Lindemann und Sabine Scheuring aus der MDR-Kinderfilmredaktion. Das Dossier ist unter https://reportage.mdr.de/prinzessin-aus-glas abrufbar.

Der Film sowie die Fassung mit DGS stehen im Vorführraum des Ersten (Bereich Kinderfilm) zur Rezension zur Verfügung: presse.daserste.de

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