Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Unwort des Jahres:

Der Begriff "Lügenpresse" ist bösartig – auch
wenn er von der Meinungsfreiheit geschützt ist. Er beleidigt einen
ganzen Berufsstand. Das Abendland retten wollen und die freie Presse
verunglimpfen – das ist eine der vielen Ungereimtheiten der
Pegida-Bewegung. Vollständig objektiv zu berichten ist schwierig,
vielleicht sogar unmöglich. Alles Schreiben ist eine Annäherung an
die Wirklichkeit. Und immer wieder scheitern Journalisten daran.
(…) Journal

Westfalen-Blatt: zum Unwort des Jahres

Sprachwissenschaftler wie Politiker mögen es nur
gut meinen, und jeder Historiker wird ihnen beipflichten: Die
Verwendung der Vokabel »Lügenpresse« ist mehr als eine sprachliche
Entgleisung. Dennoch hat die Wahl des Begriffs »Lügenpresse« zum
»Unwort des Jahres« einen faden Beigeschmack. Sie misst vor allem der
»Pegida«-Bewegung eine Bedeutung bei, die sie nicht verdient.
Zugleich haben es die deutschen Medien nicht nötig, d

Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Dagmar Unrecht zu Dschungelcamp

Man mag von Ziegenhoden-Snacks und
Kakerlaken-Bädern halten, was man will: Der Erfolg gibt dem
"Dschungelcamp" Recht. Die Show trifft den Geschmack vieler
Zuschauer. Schon seit zehn Jahren ziehen Prominente, die keine mehr
sind oder nie welche waren, in das Exotencamp ein, um dem Publikum
Ekel-Erlebnisse und viel Gezicke zu präsentieren. 2013 war die
Sendung sogar für den Grimme-Preis nominiert. Medienexperten loben
die "gut gemachte Unterhaltung". Die S

Weser-Kurier: Kommentar von Hendrik Werner zum „Unwort des Jahres“

Sie skandieren "Volksverräter". Sie wettern gegen
"Überfremdung". Sie beschwören den "Untergang des Abendlandes". Sie
verunglimpfen Medien, die ihnen pauschal als "Lügenpresse" gelten.
Wenn Pegida-Anhänger auf die Straße gehen, marschieren in ihren
Reihen nicht nur im Geiste Kampfbegriffe mit, die ideologisch
belastet sind. Mal wandelt das Anti-Islam-Bündnis auf den
rhetorischen Spuren einer antidemokratischen Apok

WAZ: Im Vollbesitz der ganzen Wahrheit – Kommentar von Jens Dirksen zu „Lügenpresse“

Selbstverständlich werden die Pegida-Demonstranten
der "Lügenpresse" nicht glauben können, dass "Lügenpresse" zum Unwort
des Jahres gewählt worden ist. Und sie werden wohl auch nicht
wahrhaben wollen, dass es ein Propaganda-Begriff von Nazis ist, alten
wie neuen.

Das Problem, das hinter dieser pauschalen Denunziation steckt, ist
die Vorstellung, es gebe nur die eine Wahrheit und diese habe die
Presse zu verkünden. Die Meinung, im Vollbesit

Lindenbergs Berlin-Musical geht ins fünfte Jahr / Cosma Shiva Hagen feiert als Ehrengast den vierten Geburtstag von „Hinterm Horizont“ (FOTO)

Berlins erfolgreichstes Musical "Hinterm Horizont" feiert seinen
vierten Geburtstag. Als Geburtstagsgast kam Cosma Shiva Hagen in die
Hauptstadt. Mit zwei Millionen verkaufter Karten ist "Hinterm
Horizont" Berlins größter Musical-Erfolg aller Zeiten. Der Vorverkauf
ist jetzt bis in den Sommer geöffnet.

"Wir müssen alle viel mehr ins Theater gehen," so Cosma Shiva
Hagen zu ihrem heutigen Besuch beim Berlin-Musical "Hinterm
Horiz

Hofreiter: Wer Pegida-Parolen schreit, nimmt sich selbst nicht ernst

Die Sorgen der Pegida-Demonstranten könne man
zurzeit nicht ernst nehmen und auch nicht mit ihnen ins Gespräch
kommen, sagt Anton Hofreiter. "Das sind erwachsene, mündige Bürger.
Wer solche Parolen schreit und hinter solchen Parolen herläuft, nimmt
sich selbst nicht ernst", betonte der Grünen-Fraktionschef im
phoenix-Interview (Ausstrahlung am Mittwoch, 14. Januar, 9.00 Uhr).
Wer in Dresden gegen die Islamisierung des Abendlandes demonstriere,
solle

Nous sommes Charlie!

Nous sommes Charlie!

Gemeinsam mit anderen Illustratoren der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) gestaltete Prof. Bernd Mölck-Tassel für die Ausgabe vom Sonntag, den 11.Januar, eine Illustration zu den entsetzlichen Attentaten bei Charlie Hebdo.
Bernd Mölck-Tassel ist an der HAW Hamburg Professor für Illustration und Studienfachberater für die Studiengänge Illustration (BA/MA). Er illustrierte zusammen mit seiner französischen Kollegin Prof. Sarah Fouquet von der