Was wünscht man einem Kind, wenn es auf die Welt
kommt? Man wünscht ihm Glück, reichlich Gesundheit und eine Familie,
die es stark fürs Leben macht. Das werden auch Prinz William und
seine Frau Kate ihrem Sohn mit auf dem Weg geben wollen. Sie werden
sich – darf man vermuten – wünschen, dass ihr Kind eine unbeschwerte
Kindheit hat, soweit das in einer königlichen Familie überhaupt
möglich ist. Denn sie werden wissen, welch große Bürde dem K
Goldene Schnuller, Windeln mit Königskrone,
Flugzeugträgersoldaten, die beim Antreten das Wort boy (Junge)
bilden, der Trafalgar Square und die Niagarafälle in babyblau – ja
Großbritannien, das Commonwealth, ach was, die halbe Welt spielen
verrückt und feiern mit Jubel, Freudentränen und viel Kitsch die
Geburt des königlichen Babys. Wenn wir ehrlich sind, dann sind wir
zumindest auch neugierig, geben das aber ungern zu. Doch man muss
kein Royalist sein,
Auch wir fragen uns natürlich jeden Sommer, ob man
wirklich noch einmal darauf hinweisen soll, dass Baden in Flüssen
lebensgefährlich ist und Verbotsschilder an den Seen nicht aus Jux
aufgestellt werden. Man will ja niemanden mit
Selbstverständlichkeiten und Wiederholungen langweilen. Es fällt auch
schwer zu glauben, dass irgendwer noch nicht weiß, auf welches Risiko
er sich einlässt, wenn er in den Fluss oder in den Kanal steigt. Aber
wer in diesen hei&sz
Der extreme Hype zeigt eine bedenkliche
Entwicklung. In unserer komplexen Welt scheinen inhaltliche Debatten
nicht mehr so wichtig zu sein wie die Inszenierungen von einfachen
Ereignissen, bei denen jeder mitreden kann. Papstreise, Fußball-WM,
Obama-Besuch, royaler Nachwuchs – alles wird zum Event und damit fast
gleichrangig. Zudem kann sich dank moderner Medien, dank Webcam,
Liveticker und Twitter jeder einreden: "Ich bin dabei gewesen."
Während die Sorge um die eigen
Der Thronfolgerfolgerfolger ist der letzte
Beweis, wenn denn einer nötig sein sollte, für den zeitlosen Reiz,
den die britische Monarchie für ihre Untertanen hat. Ein gewähltes
Staatsoberhaupt mag zeitgemäßer und demokratischer sein, aber kann
sich in puncto Popularität mit einer Institution wie der königlichen
Familie nicht messen. Sie kann den Untertanen die volle Seifenoper
eines ausgefüllten Familienlebens bieten: vom Spaßprinzen bis
Heutzutage ist die Bedeutung von Onlinebranchenbüchern größer geworden, da die Leute nicht mehr viel Zeit mit dem Suchen von Branchenbüchern verbringen möchten.