ARD-Mystery-Serie „House of Yang“ feiert Premiere in den „Berlinale Special Series“
Die Mysteryserie „House of Yang“ (SWR, 6 x 25 Min.) von Stefanie Ren (Regie: Mia Spengler) ist der ARD-Beitrag zu den diesjährigen BERLINALE SPECIAL SERIES. Im Jahr 1949 verschwindet ein Mädchen aus einem abgelegenen Haus im Schwarzwald. 50 Jahre später ein weiteres. In der Gegenwart treten die Geister der Vergangenheit erneut aus den Schatten hervor. Inmitten des schleichenden Horrors und der unerklärlichen Ereignisse stellt „House of Yang“ die Frage: Sind wir dazu verdammt, die tragischen Fehler unserer Eltern und Großeltern zu wiederholen? Oder gibt es einen Ausweg aus dem vererbten Trauma? In den Hauptrollen spielen Linda Chang, Emma Bading, Andrea Guo, Ursula Werner, Antonia Bill, Max Woelky, Christian Kerepeszki, Vladimir Burlakov, Xue Lili Pautze, Clara Jaschob, Mengran Huang, Yoran Leicher, Emilia Packard, Marco Gianni u. v. a. (Produktion: Wood Water Films). „House of Yang“ wird voraussichtlich im Herbst in der ARD Mediathek released.
Das PANORAMA zeigt in diesem Jahr vier ARD-Koproduktionen: „Vier minus drei“ (BR/SWR/ARTE/ORF) heißt der neue Film von Adrian Goiginger. Als professionelle Clowns nehmen Barbara (Valerie Pachner) und ihr Partner Heli (Robert Stadlober) das Leben nicht zu ernst und wissen, dass man auch über das lachen kann, was misslingt. Als Barbara wie aus dem Nichts durch einen Unfall ihre Familie verliert, bricht eine Welt für sie zusammen. Der Verlust lässt sie am Clownsein und dem eigenen Lebenssinn zweifeln. In weiteren Rollen sind Hanno Koffler, Stefanie Reinsperger und Ronald Zehrfeld zu sehen. (Produktion: Giganten Film und 2010 Entertainment).
In „Allegro Pastell“ (ARD Degeto/BR) führen die Romanautorin Tanja (Sylvaine Faligant) und der Webdesigner Jerome (Jannis Niewöhner) eine vermeintlich perfekte Partnerschaft als Fernbeziehung. Doch das sorgfältig gepflegte Gleichgewicht aus Vertrauen und Ungebundenheit der beiden hyperreflektierten Millennials gerät ins Wanken, als Tanja in der Nacht ihres Geburtstags bemerkt, dass die Beziehung existentiell werden könnte. In weiteren Rollen spielen Martina Gedeck, Wolfram Koch, Luna Wedler, Haley Louise Jones u. v. a. (Produktion: Walker + Worm Film)
Ein Drama über Vorurteile, Überleben und den Mut, für die Wahrheit einzustehen, ist der Film „The Education of Jane Cumming“ (WDR/ARTE). Zwei Lehrerinnen geraten in Edinburgh im Jahr 1810 ins Zentrum eines Skandals, als eine Schülerin sie einer Liebesaffäre bezichtigt. Mit Flora Nicholson, Clare Dunne, Mia Tharia, Fiona Shaw, Sadie Shimmin. (Produktion: Heimatfilm, in Koproduzenten mit DV Films, Schweiz und Sylph Productions, UK)
In „Roya“ (NDR, BR, SWR, ARD Degeto) von Regisseur Mahnaz Mohammadi muss die iranische Lehrerin Roya, die wegen ihrer politischen Überzeugungen inhaftiert wurde, eine Entscheidung treffen: im Fernsehen öffentlich ein erzwungenes Geständnis ablegen oder in ihrer Drei-Quadratmeter-Zelle eingesperrt bleiben. Mit Melisa Sözen, Maryam Palizban, Hamid Reza Djavdan u. v. a. (Produktion: Europe Media Nest, PakFilm)
Im FORUM laufen weitere vier ARD-Koproduktionen: „Szenario“ (SWR/MDR) von Marie Wilke begleitet militärische Ausbildungs- und Simulationseinheiten in einer Übungsstadt, in der Kriegsszenarien trainiert werden. Im Fokus der Dokumentation steht die Darstellung der Bundeswehr zwischen historischer Aufarbeitung, moderner Kriegsführung und zukünftigen Herausforderungen. Der Film thematisiert auch die Spannung zwischen der historischen Verantwortung der Bundeswehr und den Anforderungen moderner Kriegsführung. (Produktion: Ma.ja.de. Filmproduktions)
„Liebhaberinnen“ (SR) von Regisseurin Koxi nach einem Roman von Elfriede Jelinek erzählt von der Beziehung zwischen einem Camgirl und einer Messehostess. Zwischen beiden entsteht ein unsichtbares Band, das die Unmöglichkeit der weiblichen Erfüllung thematisiert. Ständige Unruhe durchzieht die Geschichte, genährt von den tristen Versprechen des Spätkapitalismus. (Produktion: Coin Film, btf, Amour Fou Luxembourg, MMC Movies)
Biografischen Linien folgend betritt Volker Koepp in seinem Dokumentarfilm „Chronos – Fluss der Zeit“ (rbb) sein an Begegnungen reiches filmisches Werk über den historischen Landschaftsraum östlich der Weichsel zwischen Ostsee und Schwarzem Meer. Die Rückkehr nach Litauen, Moldau und Czernowitz wird zur gleichzeitigen Rückschau und Reaktualisierung, der Ukrainekrieg zum bestimmenden Gegenwartselement. (Produktion: Volker Koepp und rbb)
Sandra Prechtel porträtiert in ihrem Dokumentarfilm „Einar Schleef – Ich habe kein Deutschland gefunden“ (rbb) den Theater-Regisseur, Schriftsteller, Bühnenbildner und Gesamtkünstler, der von sich selbst behauptete: „Ich bin kein Mensch. Ich bin Dynamit.“ Mit monumentalen Inszenierungen trieb Einar Schleef den Theaterbetrieb bis zum Äußersten, verprellte Erwartungen in Ost wie West, rang mit DDR-Herkunft und BRD-Gegenwart. (Produktion: Filmgalerie 451 und rbb)
In der Reihe GENERATION Kplus ist der Film „Heute heißen alle Sorry“ (hr) zu sehen. Der Coming-of-Age Film von Frederike Migom ist eine Adaption des flämischen Jugendromans „Tegenwoordig heet iedereen Sorry“ von Bart Moeyaert. Als sich Bianca (Lisa Vanhemelrijck) an einem heißen Sommertag von ihren Eltern übersehen fühlt, hilft ihr die unerwartete Begegnung mit ihrer Lieblingsschauspielerin Billie King, zu sich zu finden. Eine zarte, fantasievolle Geschichte über Träume und einen eigenen Platz im Leben. (Produktion: De Mensen Film, CALA Film, Pupkin Film)
Der rbb ist Ko-Partner der BERLINALE und berichtet umfassend im rbb Fernsehen, in seinen Hörfunkprogrammen und im Internet über die 76. Internationalen Filmfestspiele. Im Ersten wird das Kulturmagazin „ttt“ am Sonntag, 15. Februar, um 23:05 Uhr in einem Spezial über die Höhepunkte, Themen und Trends der diesjährigen BERLINALE informieren. „kinokino“, das Filmmagazin des BR, berichtet am 18. Februar 2026 um 00:05 Uhr (auf 3sat bereits um 22:00 Uhr) in einer monothematischen Sendung über die nationalen und internationalen Festival-Highlights.
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