Gastgewerbeumsatz im Juni 2026 real 1,2 % niedriger als im Vormonat

Gastgewerbeumsatz im Juni 2026 real 1,2 % niedriger als im Vormonat

Gastgewerbeumsatz, Juni 2026 (vorläufig, kalender- und saisonbereinigt)

– -1,2 % zum Vormonat (real)
– -0,9 % zum Vormonat (nominal)
– -5,1 % zum Vorjahresmonat (real)
– +2,3 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Das Gastgewerbe in Deutschland hat im Juni 2026 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 1,2 % und nominal (nicht preisbereinigt) 0,9 % weniger umgesetzt als im Mai 2026. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2025 sank der Umsatz real um 5,1 %, wohingegen er nominal um 2,3 % stieg. Im Mai 2026 verzeichnete das Gastgewerbe gegenüber April 2026 nach Revision der vorläufigen Ergebnisse einen Rückgang von real 0,2 % (vorläufiger Wert: -2,0 %) und nominal 0,1 % (vorläufiger Wert: -2,1 %). Im gesamten 1. Halbjahr 2026 erzielte das Gastgewerbe nach vorläufigen Ergebnissen real 5,2 % weniger und nominal 2,1 % mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum.

Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen verzeichneten im Juni 2026 gegenüber Mai 2026 sowohl real als auch nominal ein Umsatzminus von 1,0 %. Gegenüber Juni 2025 sank der Umsatz real um 4,9 % und stieg nominal um 1,1 %. Im gesamten 1. Halbjahr 2026 erwirtschafteten die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen real 3,2 % weniger und nominal 2,0 % mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum.

In der Gastronomie sank der Umsatz im Juni 2026 gegenüber Mai 2026 real um 1,2 % und nominal um 0,9 %. Im Vergleich zum Juni 2025 sank der Umsatz real um 5,1 %, wohingegen er nominal um 2,6 % stieg. Im gesamten 1. Halbjahr 2026 war der Umsatz in der Gastronomie real um 5,7 % niedriger und nominal um 2,2 % höher als im 1. Halbjahr 2025.

Methodische Hinweise:

Die Konjunkturstatistik im Gastgewerbe wurde zum Berichtsmonat Juni 2026 umfassend methodisch weiterentwickelt. Neben der Umstellung auf das neue Basisjahr 2021 erfolgte unter anderem die Einführung von Laspeyres-Indizes anstelle von Messzahlen. Dadurch können Entwicklungen auf höheren Wirtschaftszweigebenen konsistent und methodisch harmonisiert dargestellt werden. Zudem wurde die Darstellungseinheit von rechtlichen Einheiten auf Geschäftsfelder rechtlicher Einheiten umgestellt. Dies ermöglicht es, die wirtschaftlichen Aktivitäten einer rechtlichen Einheit künftig differenzierter zu erfassen und wirtschaftliche Aktivitäten präziser den jeweiligen Wirtschaftszweigen zuzuordnen. Die methodischen Verbesserungen führen in einzelnen Berichtsmonaten – unter anderem im Berichtsmonat Mai 2026 – zu vergleichsweise hohen Revisionen der bisherigen Ergebnisse. Ausführliche Informationen zu den Änderungen und deren Auswirkungen auf die Zeitreihen bietet ein Webartikel auf der Themenseite „Groß- und Einzelhandel“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes, der gleichermaßen auf die neuen Zeitreihen im Gastgewerbe zutrifft.

In der Konjunkturstatistik im Gastgewerbe werden Nettoumsätze, also ohne Mehrwertsteuer, abgebildet und mit einem entsprechenden Preisindex auf Basis von Nettopreisen (ohne Mehrwertsteuer) bereinigt.

In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen und Kalendereffekten unabhängig.

Die Ergebnisse der Gastgewerbestatistik können besonders in den Sommermonaten von denen der Tourismusstatistik abweichen, da zum Beispiel der Umsatz in den Beherbergungsunternehmen zeitlich nicht immer mit den Übernachtungen zusammenfällt. Auch methodische Unterschiede führen zu abweichenden Ergebnissen.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen bieten die Erläuterungen zur Statistik sowie die Qualitätsberichte zum Gastgewerbe und Tourismus.

Lange Zeitreihen zur Monatsstatistik im Gastgewerbe können in den Tabellen zum Umsatz im Gastgewerbe (45213) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Das Statistische Bundesamt berücksichtigt verspätete Mitteilungen der befragten Erhebungseinheiten und aktualisiert deshalb monatlich die ersten nachgewiesenen Ergebnisse. Die Revisionstabellen geben Auskunft über die Auswirkungen der Aktualisierungen auf die Ergebnisse.

Die Ergebnisse zum Gastgewerbeumsatz sind auch im „Dashboard Konjunktur“ (www.dashboard-konjunktur.de) verfügbar. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochfrequente Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Energie.

Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.

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