Spaniens Filmlegende Carmen Maura (80) geht mit ihrem Alter und körperlicher Intimität vor der Kamera gelassen um. Für ihren neuen Film „Calle Málaga“ stellte die Regisseurin eine klare Bedingung: „Ich musste komplett nackt sein“, sagte Maura der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz). „Und an diesem Punkt meines Lebens ist mir das völlig egal.“
Die vielfach preisgekrönte Schauspielerin staunte nur, dass die Anforderung sie erst so spät im Leben erreichte: „Komischerweise musste ich mich bei all den Filmen, die ich schon gemacht habe, nie ausziehen“, sagte Maura. Und das, obwohl sie das „Destape“ miterlebt habe, den Übergang von der Franco-Diktatur zur Demokratie, den Maura als „Spaniens rebellischste Zeit“ schilderte: „Damals waren alle nackt. Nur ich nicht. Und jetzt, wo ich 80 Jahre alt bin, kommen sie mir auf einmal damit. Und es war überhaupt kein Problem für mich, eher eine lustige Erfahrung.“
Bei der Aufnahme sei Maura entspannt geblieben: „Meinen Körper akzeptiere ich so, wie er sich verändert. Denn dass er sich verändert, ist offensichtlich. Und als Schauspielerin achtet man ganz besonders auf sich. Aber es ist kein Problem, mit dem ich mich jeden Tag auseinandersetze“, sagte sie noz. „Ob ich Flecken habe oder nicht, hat für mich keine Bedeutung.“ Ihr männlicher Kollege Ahmed Boulane dagegen sei sichtlich nervös gewesen: „Man merkte, wie sehr er sich davor fürchtete, seinen Hintern zu zeigen.“
Privat zieht die Schauspielerin klare Grenzen, was die Romantik betrifft. „Mir persönlich steht der Sinn nach gar nichts“, sagte Maura zum Stichwort Begehren. „Ich habe keinerlei Bedürfnis, mich zu verlieben, und auch keine Lust auf eine Partnerschaft.“ Einem potenziellen Partner in den eigenen vier Wänden erteilte sie eine Absage: „Ich würde mir nicht mal im Traum einen Mann ins Haus holen.“ Ihr Single-Leben schätze sie sehr: „Ich bin es gewohnt, allein zu leben, und sehr glücklich damit. Ich brauche keinen Mann, der mir sagt, wie dies oder jenes zu machen ist.“
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