WDR-Doku „WESTERWELLE“ mit bislang unveröffentlichten Aufnahmen

WDR-Doku „WESTERWELLE“ mit bislang unveröffentlichten Aufnahmen

Zum 10. Todestag erinnert der WDR-Dokumentarfilm „WESTERWELLE“ an einen Politiker, der polarisiert hat und zugleich berührte: Guido Westerwelle. Der ehemalige Außenminister und Vizekanzler vereinte Machtanspruch, Verletzlichkeit und die Fähigkeit zu persönlicher Entwicklung auf eine Weise, die ihn zu einer außergewöhnlichen politischen Persönlichkeit machte. Der Film ist am Montag, 9. März 2026, ab 22:45 Uhr im Ersten zu sehen und ab dem 9. März in der ARD-Mediathek verfügbar.

In bislang unveröffentlichten Tonbandaufnahmen blickt Guido Westerwelle nach seiner Leukämiediagnose auf sein Leben zurück. Ergänzt wird sein persönliches Zeugnis durch Erinnerungen von Freunden und Weggefährten wie Michael Mronz, Wolfgang Kubicki, Daniel Bahr, Silvana Koch-Mehrin, Renate Künast, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Christian Lindner, Klaus Wowereit und vielen anderen sowie durch umfangreiches Archivmaterial.

„Jahrzehntelang war ich ein Starker, und plötzlich bin ich ein ganz Schwacher.“ Mit diesen Worten beschrieb Westerwelle 2015 die Folgen seiner Krankheit. Damals war er erst 54 Jahre alt. Dreißig Jahre lang prägte er als Oppositionsführer, Vizekanzler und Außenminister den Übergang Deutschlands von der Bonner zur Berliner Republik. Als brillanter Redner und kompromissloser Stratege führte er die Liberalen 2009 zu ihrem größten Wahlerfolg, konnte jedoch den späteren Niedergang seiner Partei nicht verhindern.

Seine Offenheit und sein Coming-out prägten den gesellschaftlichen Umgang mit LGBTQ+-Themen nachhaltig, das Schicksal seiner tödlichen Krankheit motivierte unter anderem viele Menschen zur Stammzellspende.

Der Dokumentarfilm zeigt Westerwelle als streitbare, oft polarisierende Persönlichkeit — und zugleich als Menschen, der am Ende seines Lebens mit seiner Liebesgeschichte zu seinem Ehemann Michael Mronz berührte. Am 18. März 2016 starb er im Alter von 54 Jahren an den Folgen seiner Krankheit.

Viele Stunden erzählte Guido Westerwelle nach seiner Leukämiediagnose dem Buchautor Dominik Wichmann aus seinem Leben. In unter anderem bislang unveröffentlichten Tonbandaufnahmen blickt er auf seinen politischen Weg, persönliche Brüche und innere Wandlungsprozesse zurück. Die Aufnahmen sind in „WESTERWELLE“ erstmals öffentlich zu hören.

Ein Dokumentarfilm von Jobst Knigge, produziert von Open Minds Media GmbH.

Redaktion: Christiane Hinz, Thomas Kamp (WDR)

Den Film vorab finden Sie auch bei uns in der Presselounge: https://presse.daserste.de/video/vorfuehrraum/Westerwelle-100.html

Fotos finden Sie unter www.ard-foto.de

Besuchen Sie auch die WDR-Presselounge: presse.wdr.de

Pressekontakt:

WDR Kommunikation
Telefon 0221 220 7100
kommunikation@wdr.de

Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell