Der Young Generation Art Award wurde 2024 von Degussa in Kooperation mit dem Kunstmagazin Monopol ins Leben gerufen und 2025 erstmals vergeben. Die erste Preisträgerin wurde im Rahmen einer Soloausstellung auf der internationalen Kunstmesse Frieze 2025 in London präsentiert.
Der Nachwuchspreis richtet sich an aufstrebende Künstlerinnen und Künstler am Anfang ihrer Karriere und soll vielversprechende Talente auf ihrem Weg in die Kunstwelt begleiten und unterstützen.
Im zweiten Jahr des Awards wurden aus rund 400 Bewerbungen fünf Künstlerinnen und Künstler für die Shortlist-Ausstellung ausgewählt. Aus diesem Kreis kürte die Expertenjury, bestehend aus Elke Buhr, Yilmaz Dziewior und Maya Heckelmann, den Künstler Ken Nwadiogbu zum diesjährigen Preisträger des Young Generation Art Award 2026. Die Preisverleihung fand am 19. Februar 2026 im Hotel de Rome in Berlin statt. Christian Rauch, CEO der Degussa, überreichte den Preis an den in London lebenden nigerianischen Künstler Ken Nwadiogbu.
In ihrer Begründung hebt die Jury hervor: Ken Nwadiogbu überzeugte in der Shortlist-Ausstellung des Young Generation Art Award durch seine technisch virtuose, packende sowie äußerst beziehungsreiche und vielschichtige Kunst. Nwadiogbu kombiniert meisterhaft ausgeführte hyperrealistische Figuration mit expressiven abstrakten Hintergründen und verortet sich so auf komplexe Weise in der malerischen Moderne. Motivisch ist sein Werk ganz in der Gegenwart verankert: Mit seinen in leuchtendem Gelb gehaltenen Porträts nach fotografischen Vorlagen von Menschen aus seinem Umfeld ehrt er die Mitglieder der Schwarzen Community und lässt sie strahlen. Die ausgesparten, in Schwarz-Weiß gehaltenen Augen stehen für eine geradezu schlagartig direkte Verbindung der Betrachtenden mit den dargestellten Personen. Die oft schwierige Realität der Migration wird durch die selbstbewusste, starke Präsenz von Nwadiogbus Protagonisten gekontert. Die vielschichtige Verbindung von nigerianischem Erbe und zeitgenössischer Kunst wird in manchen Werken formal durch die Verwendung von Akwete, einem traditionellen, handgewebten nigerianischen Stoff, umgesetzt. Wenn Nwadiogbu auf dessen Rückseite malt, schafft er ein doppeltes Kunstwerk. So verneigt er sich zugleich vor der Tradition und kreiert neue Bilder für die Gegenwart.
„Mich beeindruckt die große künstlerische Vielfalt und die individuelle Ausgestaltung der Positionen, die sich in den Werken der Shortlistkünstlerinnen und -künstler zeigt. Ken Nwadiogbu vereint in seiner Malerei technische Raffinesse, emotionale Tiefe und gesellschaftliche Relevanz auf eine Weise, die uns alle bewegt hat. Wir freuen uns sehr, diesen vielversprechenden jungen Künstler mit dem Young Generation Art Award 2026 auszeichnen zu dürfen“, sagt Christian Rauch, Geschäftsführer von Degussa.
Der Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro. Zusätzlich erhält er eine Einzelausstellung auf der Frieze London 2026 sowie eine Wanderausstellung, die über ein Jahr hinweg an mehreren internationalen Standorten gezeigt wird. Alle weiteren Finalistinnen und Finalisten der Shortlist-Ausstellung erhalten ein Ausstellungshonorar in Höhe von 3.000 Euro.
Kurzvita Preisträger Ken Nwadiogbu: 1994 in Lagos, Nigeria geboren. Er studierte zunächst Ingenieurwissenschaften, bevor er sich der Kunst zuwandte. Anschließend absolvierte er ein Masterstudium in Malerei am Royal College of Art in London, wo er heute lebt und arbeitet.
Kurzviten Shortlist-Künstler:innen:
Yuhao Chen, 1991 in China geboren, studierte an der China Academy of Art sowie an der Akademie der Bildenden Künste München, wo er 2023 als Meisterschüler bei Prof. Anke Doberauer abschloss. Er lebt und arbeitet in München.
Lunita July Dorn, 1999 in Berlin geboren, studiert seit 2020 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee in der Klasse von Friederike Feldmann. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Arne Grashoff, 1995 in Süddeutschland geboren, studierte Kommunikationsdesign in Stuttgart sowie Fotografie bei Heidi Specker an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit 2025 setzt er sein Studium an der Universität der Künste Berlin fort, wo er auch lebt.
Emmélie Lempert, 1998 in Bonn geboren, studierte Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und anschließend Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie 2024 bei Peter Piller ihr Studium abschloss. Sie lebt und arbeitet in Bonn und Berlin.
Kurzviten Jurorinnen und Juroren:
Elke Buhr, 1971 in Bochum geboren, ist Autorin und Kunstkritikerin. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Monopol, dem Magazin für Kunst und Leben.
Yilmaz Dziewior, 1964 in Bonn geboren, ist Kunsthistoriker und Kurator für zeitgenössische Kunst. Seit 2015 ist er Direktor des Museums Ludwig in Köln.
Maya Heckelmann, 1972 in München geboren, ist Kunsthistorikerin und Kuratorin. Seit 2023 verantwortet sie das Kunst- und Kultursponsoring bei Degussa.
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