Stuttgart, 14. September 2026 – Im August 2026 ist VRDACHT.DE gestartet – eine Plattform, die es ermöglicht, interaktive Kriminalfälle selbstständig zu lösen. Wer einen Fall spielt, liest dabei nicht nur, sondern denkt mit und ermittelt aktiv selbst. Aus diesem Zusammenspiel aus Lesen, Denken und Ermitteln entsteht ein Krimi-Erlebnis, das sich deutlich von klassischen Geschichten unterscheidet.
Bevor die eigentliche Ermittlung beginnt, taucht man erst in die Szenerie ein: Zu ausgewählten Fällen entstehen aktuell Einführungsvideos von rund fünf Minuten Länge, die mit Bildmaterial und erzählter Vorgeschichte die Atmosphäre des Falls aufbauen – Tatort, Charaktere, die Ausgangslage. Erst danach übernimmt man selbst die Ermittlung, mit einem bereits gefühlten Bild der Situation im Kopf, statt nüchtern mit einer Textwand zu starten.
Für die Ermittlung selbst wählt man eine von drei Rollen – Kommissar, Privatermittler oder Journalist – die jeweils unterschiedlichen Zugriff auf Informationen und unterschiedliche Wege durch den Fall eröffnen: Der Kommissar bekommt Zugriff auf forensische Auswertungen, ist dafür an rechtsstaatliche Grenzen gebunden. Der Privatermittler hört hinter vorgehaltener Hand mehr, weil er nicht an dieselben Regeln gebunden ist. Der Journalist verfolgt eigene Quellen mit dem Ziel, der Polizei einen Schritt voraus zu sein. Je nach gewählter Rolle verändert sich, wie ein und derselbe Fall erlebt wird.
Im Hintergrund arbeitet eine KI, der „Archivar“. Er beantwortet Fragen zum Fall in normaler Sprache, gibt aber nichts von sich aus preis. Wer wissen will, was die Haushälterin am Abend der Tat gesehen hat, muss genau das fragen. Wer zu ungenau bleibt, bekommt zu ungenaue Antworten.
Genau darin liegt der eigentliche Ansatz hinter VRDACHT.DE: Die KI soll nicht die Denkarbeit übernehmen, sondern dazu zwingen. Wer einen Fall lösen will, muss selbst Fragen entwickeln, Widersprüche erkennen und am Ende eine Anklage mit Verdächtigem, Motiv und Tatwaffe formulieren – die dann bewertet wird. Liegt man falsch, kann man weiterermitteln, so oft man will.
„Ich habe VRDACHT.DE gebaut, weil ich selbst nie viel mit klassischen Krimis anfangen konnte“, sagt Sven Drenzeck, Gründer von VRDACHT.DE. „Mir hat oft die Vorstellungskraft gefehlt, mich in eine Szene hineinzuversetzen – und ein Buch will ich auch nicht ständig mit mir rumtragen. Also musste etwas entstehen, bei dem ich nicht nebenbei lese, sondern aktiv mitdenke, direkt am Handy.“
Dieser aktive Charakter macht VRDACHT.DE auch über die klassische Krimi-Zielgruppe hinaus interessant – etwa für ältere Menschen, die nach einer Unterhaltungsform suchen, bei der sie nicht nur berieselt werden, sondern selbst mitdenken und aktiv bleiben, statt bloß ein Buch oder eine Serie zu konsumieren.
Die Fälle reichen von leicht (30-60 Minuten, klare Spuren) bis Experte (mehrere Stunden, widersprüchliche Aussagen, mehrere Zeitebenen). Der erste Fall, „Der letzte Auftritt“ – eine tote Nachtclubsängerin im Berlin der Nachkriegszeit, vier Verdächtige mit je einem eigenen Motiv – ist kostenlos und ohne Registrierung direkt im Browser spielbar (https://vrdacht.de/freebie).
