Zum ersten Mal seit über 50 Jahren sind wieder Menschen auf dem Weg Richtung Mond. Die NASA-Mission „Artemis 2“ ist erfolgreich ins All gestartet. Dazu hat sich Bundesraumfahrtministerin Dorothee Bär im WDR 5 „Echo des Tages“ geäußert. Die Zitate sind mit Quellennennung freigegeben.
Ob Deutschland ein Global Player in Sachen Raumfahrt geworden ist, weil auch deutsche Technik an Bord ist:
„Auf jeden Fall sind wir eine Raumfahrtnation. Das haben wir jetzt auch bei der aktuellen Artemis Mission ja gezeigt, dass wir zum einen natürlich von der Großindustrie mit dem ESM, mit dem European Service Modul, da ein Modul haben, was auch notwendig ist, um überhaupt zum Mond zu kommen, was ja in Bremen zusammengebaut wird mit unterschiedlichen Komponenten, mit viel deutscher, aber auch europäischer Beteiligung.“
Wie es sich entscheidet, wer aus Deutschland bei kommenden Missionen zum Mond fliegt:
„Also ist es so, dass ich schon mal sehr stolz bin, dass wir es Ende November geschafft haben, uns da auch als Deutschland durchzusetzen, dass der erste Europäer überhaupt, der die Möglichkeit hat, zum Mond zu fliegen, ein Deutscher sein wird. […] Die Entscheidung wird fallen, gemeinsam mit der ESA, mit der NASA, aber natürlich auch mit der Fragestellung, welche Mission wird dann auch, wenn es, nehmen wir mal das Jahr 2028, wenn es 2028 stattfinden sollte, was sind dann tatsächlich auch die wissenschaftlichen Ergebnisse, die zu dem Zeitpunkt dann auch benötigt werden? Beide (Anm. d. Red.: Matthias Maurer und Alexander Gerst) sind top ausgebildet, beide könnten es und dann wird es natürlich an den Inhalten entschieden werden und nicht an irgendwie, wer der Schönere ist.“
Wie es um die Frauenförderung in Sachen Astronautinnen bei der ESA steht:
„Also mein Ziel ist es schon, dass wir auch bald eine deutsche ESA-Astronautin bekommen werden. Das hoffe ich sehr, dass das hinzukriegen ist. Wir haben dieses Jahr als ESA allerdings auch schon eine Frau auf die ISS geschickt, eine Französin. Und ja, also es ist tatsächlich ausbaufähig, würde ich mal sagen. Wir haben in Deutschland zwei Reserveastronautinnen und die ESA weiß ganz genau, dass das für mich ein ganz, ganz wichtiger Punkt ist.“
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