Am Samstag, 17. Oktober 2026, haben die öffentlichen Versicherer im Rahmen der Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) in Berlin den IF Star verliehen. Zum neunten Mal prämieren sie gemeinsam mit dem DFV innovative Ideen von Feuerwehren, die Personen- und Sachschäden mindern und die Feuerwehrorganisation stärken. Gewinner des IF Star 2026 sind der Kreisfeuerwehrverband Tübingen, die Freiwillige Feuerwehr Petersberg-Steinau und die Freiwillige Feuerwehr Ziethen. Neben dem IF Star aus Bronze erhalten sie jeweils 3.500 Euro Preisgeld.
„Wir öffentliche Versicherer kennen die enorme Bedeutung der Feuerwehren und uns verbindet eine lange Geschichte“, sagte Dr. Christian Krams, Vorstandsmitglied der Feuersozietät Berlin Brandenburg, bei der Preisverleihung. Mit dem IF Star ehren die öffentlichen Versicherer Feuerwehren, die mit ihrem Engagement nicht nur die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten, sondern auch die Arbeit der Feuerwehren stetig verbessern. „Vor allem die vergangenen Monate mit Waldbränden in Deutschland und großen Teilen Südeuropas haben einmal mehr als deutlich gemacht: Die Arbeit der Feuerwehren ist unverzichtbar und vielseitig. Nicht nur bei Bränden, sondern auch bei Unfällen und immer häufiger bei Unwettereinsätzen. Damit trotzen sie nicht nur Gefahren, sondern beweisen strategisches Denken und vorausschauende Planung“, betonte Krams.
Alle zwei Jahre können sich Feuerwehren mit ihren Ideen und Konzepten um den IF Star bewerben. Die diesjährigen Gewinner setzten sich gegen viele Bewerbungen durch und überzeugten die Jury aus Experten und Expertinnen der öffentlichen Versicherer, des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Wissenschaft mit ihren unterschiedlichen Ansätzen.
Der Kreisfeuerwehrverband Tübingen bringt den Katastrophenschutz mit seinem Aktionstag „KatSchutz“ in die weiterführenden Schulen. Ziel ist es, Jugendliche zu sensibilisieren, ihnen Notfallkompetenzen zu vermitteln und Handlungssicherheit bei Krisen zu geben.
Die Freiwillige Feuerwehr Petersberg-Steinau entwickelte ein ganzheitliches Modell, um langfristig den Feuerwehr-Nachwuchs zu sichern. In Zeiten des demografischen Wandels und einer sich verändernden Ehrenamtskultur geht es darum, das Fundament für die langfristige kommunale Gefahrenabwehr zu legen.
Die Freiwillige Feuerwehr Ziethen erhielt den IF Star für ihren multifunktionalen Übungsplatz. Sie hat auf einer komprimierten Fläche sämtliche Komponenten der kritischen Infrastruktur eingerichtet – vom Trinkwasser über Gas bis zum Strom -, um verschiedene Einsatzszenarien zu trainieren.
„Die drei Gewinnerprojekte könnten unterschiedlicher nicht sein und haben doch alle eine Gemeinsamkeit: Die Mischung aus Innovation, Kreativität und Nutzen für das Allgemeinwohl“, sagt Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes.
Rudolf Römer, DFV-Bundesgeschäftsführer und Jurymitglied, zeigte sich begeistert. „Unsere jüngsten Mitbürgerinnen und Mitbürger schon früh für den Bevölkerungsschutz zu sensibilisieren, den Feuerwehrnachwuchs strategisch zu fördern und am praktischen Einsatzbeispiel die Bedeutung, aber auch Anfälligkeit unserer Infrastruktur zu verdeutlichen – das sind Ideen, die uns überzeugt haben.“
Im Verband öffentlicher Versicherer haben sich die regional tätigen, öffentlichen Versicherer Deutschlands überregional organisiert. Dem Verband gehören acht Erstversicherergruppen mit rund 40 Einzelunternehmen an. Gemeinsam erreichen die öffentlichen Versicherer mit rund 25 Milliarden Euro Prämienvolumen einen Marktanteil von rund 10 Prozent am deutschen Versicherungsmarkt und sind damit die zweitgrößte Versicherungsgruppe in Deutschland.
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