Das Trio um Mastermind Ulli Haßfeld, seines Zeichens Cousin des Masterboy-Machers Enrico Zabler, kommt aus Bad Schönborn und hat das uralte Seemann Shanty „Drunken Sailor“ neu arrangiert und aufgenommen. Zur Umsetzung hat sich die Band, sonst eher bekannt für filigran arrangierte Rock-Covers von Sting, Deep Purple oder Santana, einen großen seines Fachs ins Studio geholt: Siggi Zundl zeichnete schon für viele Tophits verantwortlich. Auch der größte Fan der musikalischen Wiederbelebung ist kein Unbekannter: Thomas Brockmann, Moderator, DJ und Radiolegende ist von der Umsetzung mehr als angetan: „Ich selbst habe den Track schon mehrfach aufgelegt – und ob bei kleinen VIP-Events oder vor dem Karlsruher Schloss bei der Großen Silvester Party – es gibt immer dasselbe Bild: Die Fans sind begeistert“.
Und der Erfolg gibt Ihnen recht: Nicht nur live oder auf Partys kommt der Song gut an, er landete auch prompt in den Charts des Branchenführers Amazon!
Wie Funcoustic dazu kam, den „Drunken Sailor“ überhaupt zu spielen, ist eine Geschichte für sich: Ein Arzt aus Bruchsal, der einst Schiffsarzt auf der „Gorch Fock“ war, hatte Funcoustic für einen Auftritt in Wismar gebucht. Dort traf sich die Marine-Crew von 1973 zum 50. Mal. „Vor dem Auftritt bemerkten wir, dass wir keine Seemannslieder im Repertoire haben, erzählt Haßfeld. Also studierten wir im Hotel schnell „Sailing“ von Rod Stewart ein und eben „Drunken Sailor“ in einer eigenen Version. Das kam beim Publikum sehr gut an.“
Als Moderator, DJ und Musikredakteur Thomas Brockmann aus dem benachbarten Sternenfels, seit Jahren Fan der Band, davon erfuhr, animierte er die Band, den Song doch aufzunehmen und zu veröffentlichen!
Mit Unterstützung von „Masterboy“ Enrico Zabler und vielen Tipps Brockmanns ging es ab im „Soundfactory“, Tonstudio (Walldorf), wo eine einzigartige, gut tanzbare Version des Songs entstand. „Ich versorge inzwischen viele DJs mit dem Song und habe auch Kontakt zu „Krümels Stadl“ auf Mallorca aufgenommen. So könnte der Titel zum „Ballermann-Hit“ werden“, hofft Brockmann.
„Frank Farian hat überwiegend Traditionals gemacht und aus alten Songs etwas Neues geschaffen. Mal sehen, ob das auch für uns ein zweites Standbein wird“, sagt Uli Haßfeld, der seit 30 Jahren Rockmusik macht und mit seiner Band bereits drei CD-Alben aufgenommen hat.
Die Fans der Gruppe jedenfalls schätzen den eigenständigen Sound. So ist eine der Akustik-Gitarren so stark herunter gestimmt, das Haßfeld sie im Bass-Sound spielt. „Viele vermuten etwas Elektrisches, aber das ist reines Handwerk“, erklärt er, der wie seine Bandkollegen dafür bekannt ist, viele Zugaben zu spielen. „Die Zuschauer haben Eintritt für uns bezahlt, da möchten wir ihnen etwas bieten.“ Das können auch schnelle, harte Stücke auf der Akustikgitarre des Sängers Jens Bohmüller sein, die sonst kaum jemand spielen kann. Und nicht zu vergessen, dass ausgeprägte Rhythmusgefühl von Schlagzeuger Erik Kollinger.
In diesem Sinne: Hisst die Segel – und ab zur nächsten Party!
