Doku aus der Reihe „Echtes Leben“ / ab dem 7. April 2026 in der ARD Mediathek verfügbar und am 7. April 2026 um 23:35 Uhr im Ersten
Freiwilliger Wehrdienst – ja oder nein? Für was leiste ich den Dienst an der Waffe? Lehne ich Waffengewalt ab? Das müssen sich junge Männer wieder fragen. Die Kirchen haben lange Zeit Beratungen zur Kriegsdienstverweigerung angeboten und unterstützten die Friedensbewegungen der 1980er Jahre in Ost und West. Nun haben sie sich eine neue Friedensethik gegeben, die sich an der Realpolitik orientiert. Wie sind pazifistische Positionen damit vereinbar? Und was hilft den betroffenen jungen Menschen zu einer eigenen Gewissensentscheidung zu kommen? Die 30-minütige Doku von Elena Weidt und Sylvia Wassermann aus der Reihe „Echtes Leben“ ist ab dem 7. April 2026 in der ARD Mediathek verfügbar und wird am 7. April 2026 um 23:35 Uhr im Ersten ausgestrahlt.
Männer des Jahrgangs 2008 stehen aktuell vor der Gewissensentscheidung, ob sie Wehrdienst leisten oder nicht. Die Bundeswehr erhöht ihre Personalstärke und sucht Freiwillige. Sänger beim Mainzer Domchor haben bereits einen „Fragebogen zur Wehrerfassung“ von der Bundeswehr erhalten und diskutieren darüber intensiv. Tim, 21, Ausbildungssoldat, hat sich entschieden: Er leistet Wehrdienst bei der Bundeswehr und sagt: „Ich könnte nicht Soldat sein, ohne Christ zu sein“.
Wie lässt sich Frieden erhalten?
Leo, 18, lehnt Aufrüstung zur Friedenssicherung ab. Der Mitorganisator des „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ in Koblenz glaubt nicht, dass es bei der Freiwilligkeit bleibt. Auch der Pazifist und Pfarrer Andreas Domke aus Zehdenick ist sich mit seinem 18-jährigen Sohn einig: „Gewalt ist keine Lösung.“ Die Kirchen ringen bereits seit Jahren um eine neue Haltung zu sicherheits- und verteidigungspolitischen Fragen. Jan Kingreen, Pfarrer an der Garnisonkirche Potsdam und Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz berät junge Menschen in Sachen Wehrdienst. Ihn beschäftigt, ob es Gewaltfreiheit auch in einer Welt geben kann, in der „nicht alle nur den gewaltfreien Weg suchen.“
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