Jubiläum im Nürnberger Land: Fünf Jahre Kunst aus dem Automaten

Jubiläum im Nürnberger Land: Fünf Jahre Kunst aus dem Automaten

Klick und klack, Münzen rollen in den Automat, und heraus kommt … Schokolade, ein süßes Getränk oder – im Fall des Nürnberger Lands – Werke lokaler Künstler, so klein, dass sie in einer Zigarettenschachtel Platz finden, und doch so groß und kreativ, dass Sammler gar nicht genug davon bekommen können. Was als schöne Idee während der Pandemie begann, ist heute ein viel geliebtes Kulturprojekt, das Kunst für alle zugänglich und erschwinglich macht und in diesem Jahr bereits fünfjähriges Jubiläum feiert.

Eine Bühne in der Pandemie
Insgesamt fünf dieser besonderen Automaten finden sich über das Nürnberger Land verstreut. Für je fünf Euro können Liebhaber kleine Originalwerke regionaler und überregionaler Künstler ergattern. Während der Pandemie sollten die Automaten Kunstschaffenden eine Bühne bieten, die unabhängig von Öffnungszeiten und Einschränkungen funktioniert – zugänglich zu jeder Tages- und Nachtzeit, direkt im öffentlichen Raum.

Eine der treibenden Kräfte hinter dem Projekt im Nürnberger Land ist Ute Plank Scharrer, die den Kunstautomaten in Hersbruck betreut. Die Initiative entstand zusammen mit Federica Burzi, Karin Plank-Hauter und Moritz Pflaum, steht unter der Schirmherrschaft des Fördervereins Kunstmuseum Hersbruck und wird von Ute Plank Scharrer liebevoll betreut. Sie bestückt jeden Automatenschacht mit rund zehn Unikaten von Kunstschaffenden. Die kleinen Schachteln enthalten stets eine Visitenkarte, sodass Interessierte später Kontakt aufnehmen oder weitere Werke erwerben können. Außen am Automaten ist sichtbar markiert, welches Kunstwerk sich in welchem Fach verbirgt. Nur ein Schacht bleibt bewusst eine Überraschung – ein spielerisches Element, das Neugier weckt und dafür sorgt, dass viele Besucher immer wieder vorbeikommen.

Regional, kreativ, vielfältig
Die kuratierte Auswahl ist so vielfältig wie die Region selbst. Frau Planck Scharrer entdeckt Kunstschaffende häufig über soziale Medien, spricht vielversprechende Talente direkt an oder wird von Künstlern kontaktiert, die Teil des Projekts werden möchten. So entsteht ein fortlaufend wechselndes Gesamtbild, das lokale Kreative ebenso zeigt wie spannende Positionen von außerhalb. Pro verkauftem Werk erhalten die beteiligten Kunstschaffenden vier von fünf Euro, in einem speziellen „Sozialschacht“ sogar den gesamten Betrag.

Ganz besonders ist der Kunstautomat in Hersbruck, dessen Front schon ein eigenes Kunstwerk darstellt, von einem Schreiner aus der Region aus einer Küchenplatte gefräst. Weitere Kunstautomaten befinden sich in Alfeld, Altdorf, Lauf an der Pegnitz und in Velden.

Standorte und weitere Informationen zu den Kunstautomaten finden sich hier: