„Ich hatte dieses Jahr weniger Zeit für kreative Arbeit“ – Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly im exklusiven WDR-Interview

Im exklusiven WDR-Interview hat sich der Düsseldorfer Wagenbauer Jacques Tilly dazu geäußert, wie der in Russland bevorstehende Prozess seine Arbeit an den Wagen für den Düsseldorfer Rosenmontagszug beeinflusst hat.

„Es war ein besonderes Jahr, weil dieser Prozess natürlich da war. Das hat viel Zeit geschluckt. Die Diskussion mit den Sicherheitsorganen, die Gespräche, Außenministerium, aber eben auch die ganze Medienarbeit, weil natürlich die Medienaufmerksamkeit sehr viel größer war. Das war schon enorm und das hat ordentlich Zeit geschluckt. Die habe ich diesmal nicht so stark in die Ideen reinstecken können, wie sonst. Aber ich hoffe, die Wagen sind trotzdem ansehnlich.“

Tilly wird Verunglimpfung der russischen Armee durch seine satirischen Motivwagen vorgeworfen. Der Prozess wurde Ende Januar vertragt und soll am 26. Februar beginnen.

Mit Blick auf den morgigen Tag und ob er nervös sei, sagte Tilly:

„Ich mache das seit 42 Jahren. Es ist ein normaler, wenn auch sehr harter Arbeitstag und wir sind natürlich alle froh, wenn es vorbei ist. Nur dank dieses Prozesses ist nach Aschermittwoch diesmal nicht alles vorbei. Es geht natürlich weiter, leider.“

Im Moment laufen in der Wagenhalle die letzten Handgriffe an den 13 Wagen, die Tilly für den Rosenmontagszug gestaltet. Er sagte, er habe nicht extra extreme Wagen machen wollen, nur weil der Prozesses in Russland gegen ihn laufe.

„Der Prozess in Moskau, der läuft natürlich, aber wir werden jetzt nicht extra noch besonders hart sein, das ist auch albern, wir machen einfach gute politische Satire, so wie immer.“

Die Zitate sind unter Quellenangabe ab sofort frei zur Veröffentlichung. Das gesamte Interview mit Jacques Tilly finden Sie im Karnevalsticker auf wdr.de

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