In französischen Haushalten leben Katzen inzwischen häufiger als Hunde. Laut dem am 1. Juni 2026 veröffentlichten Barometer Facco-Odoxa 2025-2026 halten 39 Prozent der Franzosen eine Katze und 29 Prozent einen Hund. Insgesamt zählt die Erhebung 73,4 Millionen Heimtiere, 61 Prozent der Befragten leben mit mindestens einem Tier zusammen. Wer sich fragt, welches Tier zu einem Alltag mit wenig Platz und wenig Zeit passt, findet dazu Ideen für ein Haustier ohne großen Aufwand auf einem französischsprachigen Fachportal.
Warum das Wohnumfeld über den Hund entscheidet
Der Abstand zwischen Stadt und Land fällt bei Hunden besonders deutlich aus. Nach Angaben von Facco und Odoxa halten 36 Prozent der Landbewohner einen Hund und 31 Prozent der Einwohner kleiner Städte. In Großstädten sinkt der Anteil auf 25 Prozent, im Großraum Paris auf 22 Prozent.
Ähnlich stark wirkt die Größe des Haushalts auf die Heimtierhaltung. Laut derselben Erhebung halten von den Franzosen in Haushalten mit drei oder mehr Personen mehr als 35 Prozent einen Hund, in Zweipersonenhaushalten sind es 22 Prozent und in Einpersonenhaushalten nur 13 Prozent. Bei Katzen fällt der Unterschied geringer aus: 26 Prozent der Alleinlebenden und 29 Prozent der Zweipersonenhaushalte halten eine Katze, gegenüber 39 Prozent im Durchschnitt.
„Diese Verteilung ist kein Geschmacksurteil, sondern ein Abbild von Wohnfläche und Tagesablauf. Wer eine Anschaffung plant, sollte deshalb zuerst den eigenen Alltag prüfen und erst danach die Tierart“, sagt Alexander Weipprecht, Geschäftsführer der Provimedia GmbH.
Wie sich die Haltung mit dem Lebensalter verändert
Das Lebensalter trennt die beiden Tierarten noch schärfer als der Wohnort. Laut dem Barometer Facco-Odoxa 2025-2026 verteilt sich die Hundehaltung über die Altersgruppen so:
25 bis 34 Jahre: 37 Prozent halten einen Hund.
35 bis 49 Jahre: 34 Prozent.
50 bis 64 Jahre: 30 Prozent.
65 Jahre und älter: 16 Prozent.
Bei den über 65-Jährigen liegt dem Barometer zufolge auch die Katzenhaltung mit 23 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt von 39 Prozent. Die Erhebung nennt für diesen Rückgang keine Ursache, sie weist ihn nur aus.
Was das Barometer über Alter und Kastration der Tiere sagt
Die Tiere selbst sind im Mittel keine Jungtiere mehr. Nach Angaben von Facco und Odoxa liegt das Durchschnittsalter der Katzen bei 6,9 Jahren und das der Hunde bei 6,7 Jahren, bei einer angegebenen Lebenserwartung von 11,5 beziehungsweise zwölf Jahren. Gemessen an diesen Werten haben die Tiere im Mittel bereits deutlich mehr als die Hälfte ihrer Lebensspanne hinter sich.
Deutlich auseinander liegen die Angaben zur Kastration: 87 Prozent der Katzen und 56 Prozent der Hunde sind laut den befragten Haltern kastriert. Die Werte beruhen auf Selbstauskünften der Halter, nicht auf tierärztlichen Registern.
Wo Tierkontakt ohne eigenes Tier stattfindet
Für Menschen in kleinen Stadtwohnungen bleibt der Kontakt zu Tieren oft auf Besuche beschränkt. Eine Form davon beschreibt die Vorstellung von Cafés für Haustiere in Frankreich, in denen Gäste Zeit mit Tieren verbringen, ohne selbst eines zu halten.
Facco, der französische Verband der Heimtiernahrungshersteller, hat die Methodik der Erhebung 2024 auf ein digitales Verfahren umgestellt. Nach Angaben des Verbandes erfasst das neue Vorgehen jüngere Befragte, Menschen außerhalb der Städte und größere Haushalte besser als zuvor – also gerade die Gruppen mit den höchsten Haltungsquoten. Ein direkter Vergleich mit Facco-Zahlen aus der Zeit vor dieser Umstellung trägt deshalb nur eingeschränkt.
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