Auftakt der neuen Doku-Reihe „Inside Israel“ mit Jan Philipp Burgard / Holocaust-Überlebender Leon Weintraub in „L dor Vador“
Der Nachrichtensender WELT ändert zum dritten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober sein Programm für eine umfassende Sonderberichterstattung. Im Zentrum stehen Live-Schalten an die Orte des Gedenkens sowie zwei große Dokumentationen zur Primetime, die den Bogen von den Gräueltaten der Nationalsozialisten bis zur aktuellen geopolitischen Realität im Nahen Osten spannen.
Helge Fuhst, WELT-Chefredakteur: „Auf deutschen Straßen und in gesellschaftlichen Debatten erleben wir seit dem 7. Oktober 2023 eine dramatische Zunahme an Antisemitismus. Anti-jüdische und anti-israelische Parolen werden normalisiert. Für uns bei WELT ist das Existenzrecht Israels nicht verhandelbar. Unsere Verantwortung: Recherchieren und berichten, wenn jüdisches Leben in Gefahr ist. Und unsere Auslandskorrespondenten zeigen uns die Lage in Israel und im Nahen Osten, und ordnen die Entwicklungen ein.“
Dokumentationen: In den Tunnelsystemen und über historisches Trauma
Um 20.15 Uhr startet WELT die neue Reportage-Serie „Inside Israel mit Jan Philipp Burgard“. In der Auftakt-Folge „7. Oktober – der Tag, der alles veränderte“ reist der Axel Springer Global Reporter für den Nahen Osten an die Orte, an denen die Folgen des Massakers unmittelbar spürbar sind: Burgard trifft im zerstörten Kibbuz Nir Oz die ehemalige Hamas-Geisel Gadi Moses, der 482 Tage im Gazastreifen festgehalten wurde. Begleitet von israelischen Streitkräften steigt der Reporter zudem rund 40 Meter tief in eines der Tunnelsysteme der Hamas hinab. In Jerusalem spricht Burgard mit Israels Staatspräsident Jitzchak Herzog über die Widerstandskraft eines Landes im Ausnahmezustand. Die Reportage thematisiert dabei auch die hohe Komplexität des andauernden Krieges, einschließlich der internationalen Kritik an der Kriegsführung.
Um 21.10 Uhr folgt der Dokumentarfilm „L dor Vador – Von Generation zu Generation“. Der Film der Brüder Dean und David Körzdörfer begleitet den 100-jährigen Holocaust-Überlebenden Dr. Leon Weintraub an die Orte seiner Verfolgung, von Lodz über Chelmno bis nach Auschwitz. Weintraubs Mutter wurde in den Gaskammern ermordet; er selbst entkam dem Tod nur, weil er sich bei einer Selektion nackt in eine andere Häftlingsgruppe drängte. Die Dokumentation stellt die drängende Frage, wie die Erinnerung an die Verbrechen der Shoah über Generationen bewahrt werden kann, wenn die letzten Zeitzeugen schwinden – eine Frage, die durch die Zäsur des 7. Oktober 2023 Aktualität erlangt hat.
Live-Berichterstattung aus Berlin und Israel
Bereits ab den frühen Morgenstunden des 7. Oktobers ordnet WELT das Gedenken journalistisch ein. Zu Gast im Studio ist unter anderem der israelische Botschafter Ron Prosor. Tagsüber Live-Schalten zu Jan Philipp Burgard nach Tel Aviv sowie Reporter Max Hermes in Berlin. Im Fokus stehen dabei ab 15:00 Uhr die zentrale Gedenkveranstaltung am Bebelplatz sowie die Begleitung politischer Demonstrationen in der Hauptstadt.
Sendedaten am 7. Oktober auf WELT:
– Ab 07.15 Uhr: Laufende Live-Berichterstattung, u.a. mit Botschafter Ron Prosor und der früheren Sonderbotschafterin Israels, Melody Sucharewicz
– 20.15 Uhr: „Inside Israel: 7. Oktober – der Tag, der alles veränderte“ (Reportage von Jan Philipp Burgard)
– 21.10 Uhr: „L dor Vador – Von Generation zu Generation“ (Dokumentation über Dr. Leon Weintraub)
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