Besucherrekord in Berlin: 11.153 Gäste diskutieren über die Zukunft von Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft
Das BIG BANG KI FESTIVAL startet heute in der STATION Berlin mit einem neuen Besucherrekord: 11.153 Gäste kommen am 16. und 17. September zusammen, um über die Folgen der Künstlichen Intelligenz für Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft zu diskutieren.
Zu den Gästen gehören Bundesjustizministerin Stefanie Hubig, Bundesbauministerin Verena Hubertz, Telekom-CEO Tim Höttges sowie führende Vertreter von OpenAI, Anthropic, Google, NVIDIA, SAP und zahlreichen deutschen Unternehmen.
„Wir brauchen für einige Monate eine KI-Pause“
Angesichts der enormen Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung fordert Festival-Host Jens de Buhr eine bewusste Phase des Innehaltens:
„Was in den vergangenen sechs Monaten passiert ist, hat selbst viele Experten überrascht. Die Systeme werden in immer kürzeren Abständen leistungsfähiger. Wir brauchen deshalb für einige Monate eine KI-Pause – nicht, weil wir die Technologie verhindern wollen. Sondern weil Menschen, Unternehmen und Gesellschaft Zeit brauchen, um zu verstehen, was gerade passiert, sich anzupassen und die richtigen Entscheidungen zu treffen.“
Die Geschwindigkeit der Entwicklung könne eine Gesellschaft überfordern. Tätigkeiten verändern sich, Arbeitsplätze verschwinden, während neue Berufsbilder teilweise erst entstehen.
„Wildwest-KI muss ein Ende haben“
Gleichzeitig fordert das BIG BANG KI FESTIVAL deutlich mehr Investitionen in Sicherheit und verbindliche Regeln für besonders leistungsfähige KI-Systeme.
„Wir investieren weltweit gigantische Summen in immer leistungsfähigere KI. Aber der Anteil, der in Sicherheit, Kontrolle und Risikomanagement fließt, ist im Verhältnis dazu verschwindend gering. Das wäre in der Pharmaindustrie, in der Luftfahrt oder bei anderen Hochrisikotechnologien undenkbar“, sagt de Buhr.
Bei Künstlicher Intelligenz könnten dagegen Systeme entwickelt und weltweit eingesetzt werden, bevor ihre gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen vollständig verstanden seien.
„Dieses Wildwest-KI müssen wir einfangen. Innovation braucht Freiheit – aber eine Technologie mit einer solchen Wirkungsmacht braucht genauso klare Leitplanken, unabhängige Sicherheitsprüfungen und Verantwortlichkeiten. Nur dann können wir mit Vertrauen und Sicherheit in die Zukunft gehen.“
Auch führende KI-Unternehmen selbst drängen inzwischen stärker auf verbindliche Sicherheitsstandards und unabhängige Prüfungen für besonders leistungsfähige Systeme.
Gemeinsam mit Ayse Mese und Prof. Dr. Jochen A. Werner hat de Buhr das BIG BANG KI FESTIVAL innerhalb von drei Jahren zu einem der großen europäischen Treffpunkte für Künstliche Intelligenz aufgebaut.
Das Festival folgt dabei drei Leitgedanken: Networking. Inspiration. Embrace Technology.
„Wir glauben fest an die Chancen der Künstlichen Intelligenz“, sagt Ayse Mese. „KI kann unser Leben verbessern, Unternehmen produktiver machen und dazu beitragen, große Herausforderungen der Menschheit zu lösen. Aber Fortschritt funktioniert nur, wenn die Menschen mitkommen. Deshalb brauchen wir Orientierung, Austausch und Vertrauen.“
Prof. Dr. Jochen A. Werner richtet den Blick insbesondere auf die Folgen für die Medizin: „Künstliche Intelligenz kann zu einem der größten Fortschritte in der Medizin werden. Aber technologischer Fortschritt ist noch kein medizinischer Fortschritt. Sicherheit, Verantwortung und Menschlichkeit müssen mit der KI Schritt halten.“
Für zwei Tage richtet sich damit der Blick der deutschen Wirtschaft nach Berlin. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Deutschland und Europa die Chancen der KI nutzen können, ohne beim Tempo der technologischen Entwicklung den gesellschaftlichen Anschluss zu verlieren.
BIG BANG KI FESTIVAL
16.-17. September 2026 | STATION Berlin
bigbangfestival.de
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