Osnabrück. „Bergdoktor“-Star Hans Sigl hat sich für eine klare gesetzliche Regelung zur Sterbehilfe ausgesprochen. „Wenn ich selbst auf eine Lebenssituation zusteuere, die ich nicht haben möchte, dann will ich auch persönlich diesen Weg gehen können. Dazu muss er legal sein“, sagte Sigl im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Natürlich müsste man sehr genau über die Richtlinien nachdenken und darüber, wer wie damit umgehen sollte. Aber unter klaren gesetzlichen Vorgaben wäre ich dafür, Sterbehilfe zu legalisieren.“
Aktive Sterbehilfe, also eine Tötung auf Verlangen etwa durch eine Spritze, ist in Deutschland derzeit strafbar. Beihilfe zur Selbsttötung bleibt straffrei, ist aber nicht gesetzlich geregelt. Der gemeinsame Suizid der Zwillinge Alice und Ellen Kessler mit Unterstützung einer Sterbehilfeorganisation im vergangenen November hatte eine Debatte über die Zukunft der Sterbehilfe in Deutschland ausgelöst.
Er habe großen Respekt für die Entscheidung der Kessler-Zwillinge, sagte Sigl im „NOZ“-Interview. „Ich saß zwei Wochen vor ihrem Tod noch neben den beiden im Zirkus Roncalli. Da fragt man sich natürlich im Nachhinein: Was mag ihnen damals schon alles durch den Kopf gegangen sein?“ Er sei „bei dem ganzen Thema Sterbehilfe ein großer Befürworter“, so Sigl. Die neue „Bergdoktor“-Staffel startet an diesem Donnerstag im ZDF.
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