Die Journalistin und langjährige NDR Auslandskorrespondentin Annette Dittert erhält am 3. Oktober das Bundesverdienstkreuz. Mit der Auszeichnung werden ihre herausragende journalistische Arbeit und ihr besonderer Beitrag zur deutsch-britischen Freundschaft gewürdigt. Annette Dittert war zuletzt lange für den NDR als Auslandskorrespondentin in London tätig.
Adrian Feuerbacher, Chefredakteur NDR: „Annette Dittert hat die Berichterstattung der ARD aus London über viele Jahre geprägt: Kenntnisreich und souverän, mit wunderbarer Leidenschaft und Begeisterung für ihr Berichtsgebiet und seine Menschen. Nicht nur mit dem Blick auf die große Politik oder das Königshaus, sondern auch auf „all das, was die britische Seele ausmacht“, wie es zurecht in der Begründung für die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes heißt. Ich gratuliere Annette Dittert herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung.“
Die Jury-Begründung: „Großbritannien gilt als die ›Mutter der modernen Demokratie‹. Umso unverständlicher erschien für viele der Brexit. Annette Dittert lebt seit Langem in London. Sie war Auslandskorrespondentin und berichtete von 2008 bis 2025 aus Großbritannien. In dieser Zeit ist sie für Millionen Deutsche zur wichtigsten Großbritannien-Erklärerin geworden. Ihr Publikum erreicht sie nicht nur mit ihren Fernsehberichten, sondern auch mit Dokumentarfilmen, ihren zahlreichen Publikationen und einem sehr beliebten Podcast. Dabei ist es ihr ein besonderes Anliegen, nicht nur die politischen Verhältnisse, die Kultur und aktuelle Ereignisse Großbritanniens zu vermitteln, sondern auch all das, was die britische Seele ausmacht. Dadurch ist Annette Dittert zu einer wichtigen Brückenbauerin geworden und eine Garantin für die deutsch-britische Freundschaft, die heute wichtiger ist denn je.“
Annette Dittert, Jahrgang 1962, studierte Philosophie, Politik und Germanistik in Freiburg und Berlin. Sie begann ihre journalistische Laufbahn in Berlin, wo sie ab 1984 für den damaligen Sender Freies Berlin (SFB) als Reporterin und Moderatorin arbeitete. 1992 wechselte sie zum WDR, wo sie unter anderem von 1995 bis 2001 die stellvertretende Leitung des „ARD-Morgenmagazins“ übernahm. Ab 2001 war sie als Auslandskorrespondentin tätig und leitete die Studios in Warschau, New York und von 2008 bis 2015 in London, wohin sie 2019 in gleicher Funktion zurückkehrte. Ende 2025 hat Dittert auf eigenen Wunsch das ARD-Studio London verlassen, um sich als Autorin, Publizistin und Reporterin neuen Herausforderungen zu widmen.
Für ihre Berichterstattung aus Polen erhielt Annette Dittert 2004 den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, für ihre mehrteilige Dokumentarfilmserie „Abenteuer Glück“ 2006 den Adolf-Grimme-Preis, sowie den Publikumspreis der Marler Gruppe. Im Dezember 2019 wurde sie vom Medium Magazin für ihre Brexit-Berichterstattung zur Politikjournalistin des Jahres gewählt.
Annette Dittert lebt auf einem Hausboot in London. Seit 2025 ist sie britische Staatsbürgerin.
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