Der bundesweite Jugendmedientag für Schüler*innen am 12. November wird in diesem Jahr erstmals von ARD, Deutschlandfunk und dem ZDF gemeinsam veranstaltet. Ab dem 23. September können sich Klassen und Lerngruppen ab Jahrgangsstufe 8 anmelden. Die Angebote finden in den Studios der öffentlich-rechtlichen Sender und in Schulen bundesweit statt. Außerdem gibt es acht Livestreams zum Schwerpunktthema des diesjährigen Jugendmedientags: „repeat oder reset – Social Media neu denken“. Mehr als 250 Veranstaltungen der drei öffentlich-rechtlichen Sender stehen zur Auswahl, 2025 beteiligten sich rund 16.000 Jugendliche am damaligen ARD-Jugendmedientag.
„Medienbildung ist ein wichtiger Bestandteil unseres gesetzlichen Bildungsauftrags“, so Florian Hager, ARD-Vorsitzender und Intendant des Hessischen Rundfunks. „Für junge Menschen ist Social Media die wichtigste Quelle politischer Information. Wir möchten sie befähigen, Risiken, aber auch Chancen von TikTok, Instagram oder YouTube zu erkennen und zu einer differenzierteren Betrachtung von Inhalten zu kommen. Medienbildung ist deshalb auch Demokratieförderung. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Deutschlandfunk und ZDF das Angebot des Jugendmedientags 2026 erweitern können.“
Am Jugendmedientag am 12. November erleben die Jugendlichen Workshops und Diskussionen oder produzieren selbst Medienbeiträge und treffen dabei auf Medienprofis der Sender: So setzen sich beispielsweise die Angebote „Raus aus der Bubble“ (NDR), „Dein Feed im Reality Check“ (Radio Bremen) und „Wie TikTok Dein Gehirn hackt“ (BR) intensiv mit der digitalen Erlebniswelt der Schüler*innen auseinander. Beim Workshop des Podcasts „Achtsam“ geht es um die mentale Gesundheit, die durch Social Media gefährdet wird (Deutschlandfunk). Selbst zum TikTok-Host werden Jugendlichen bei „Quarks – so geht Wissenschaft viral“ (WDR). In Workshops im Sendezentrum des ZDF in Mainz setzten die Teilnehmer sich mit den Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz auseinander.
Einblicke in Programminhalte ermöglichen Workshops mit der Redaktion von PUR+ (ZDF), des Musikformats „Deutschrap Ideal“ (ARD/hr) oder des Podcasts „NS-Cliquen – von Menschen und Mördern“ (MDR). Hosts von Radio Fritz in Potsdam zeigen das Tagesgeschäft einer Social-Media-Redaktion (rbb), ein Workshop „KI und Journalismus“ (SR) erklärt, wo Reporterinnen und Reporter Künstliche Intelligenz bereits einsetzen, und beim Science-Fiction-Schauspiel „Die vierte Gewalt“ (SWR) werden Jugendliche zu Mitwirkenden und lernen die Bedeutung der Pressefreiheit kennen. Im Workshop „Fakten unter Beschuss“ erfahren die Schülerinnen und Schüler aus erster Hand, vor welchen Herausforderungen die Berichterstattung über den Krieg gegen die Ukraine steht (Deutschlandfunk).
Soziale Medien begeistern, verbinden, unterhalten, verstören und machen süchtig. Diese verschiedenen Aspekte greifen acht Livestreams auf und gehen unterschiedlichen Fragestellungen nach. ARD, ZDF und Deutschlandfunk gestalten diese Livestreams gemeinsam mit einer Jugendredaktion, die beispielsweise soziale Netzwerke testet, Debatten mit Expert*innen vorbereitet und Videos über ihren Alltag mit Social Media dreht.
Das gesamte Programm kann ab Mittwoch, 23. September, 15 Uhr, unter www.jugendmedientag.net gebucht werden.
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