Eine aktuelle Studie von Camunda (https://camunda.com/), der Enterprise-Plattform für Agentic Orchestration, zeigt auf, dass defekte Geschäftsprozesse KI-Initiativen in alarmierendem Ausmaß zum Scheitern bringen. Laut dem Report The AI Process Gap (https://page.camunda.com/report-ai-process-gap) berichten 72 Prozent der Unternehmen, dass KI-Projekte aufgrund prozessbezogener Herausforderungen gescheitert sind. Die durchschnittlichen Kosten belaufen sich dabei auf 1,55 Millionen US-Dollar (1,33 Millionen Euro) pro Unternehmen. Knapp drei Viertel (72 Prozent) warnen zudem vor explodierenden Kosten, falls sie ihre Geschäftsprozesse nicht besser in den Griff bekommen. 82 Prozent sind sogar davon überzeugt, dass ihre KI-Investitionen ohne ein tiefgreifendes Process Re-Design floppen werden.
Der Report zeigt, dass viele Unternehmen versuchen, KI auf bestehende Prozesse, die lange vor der KI-Ära entwickelt wurden, überzustülpen. Dabei fehlt oft ein ergebnisorientierter Ansatz, bei dem Prozesse von Grund auf neu gestaltet werden. Der einfache Grund dafür ist, dass 79 Prozent der Unternehmen angeben, dass die reine Integration von KI in bestehende Abläufe auf weniger internen Widerstand stößt. Gleichzeitig schätzen 82 Prozent, dass es bis zu fünf Jahre dauern wird, ihre wichtigsten Kernprozesse wirklich fit für KI zu machen.
„Die KI-Adoption in Unternehmen schreitet rasant voran. Doch die Technologie trifft auf Prozesse, die für eine Welt ohne KI konzipiert wurden – und dann wundert man sich, warum der wirtschaftliche Nutzen ausbleibt“, erklärt Kurt Petersen, SVP Customer Success bei Camunda. „Knapp zwei Drittel (61 Prozent) der Befragten räumen ein, dass ihr Business Process Re-Design nicht mit dem geforderten Tempo der KI-Einführung mithalten kann. Wenn Unternehmen also unter Druck stehen, KI schnell produktiv zu machen, greifen sie naturgemäß zu einer schnellen Lösung. In der Praxis bedeutet das, dass sie Prozessen KI aufzwingen, die schlichtweg nie dafür gemacht waren.“
Wachsende Risiken bei Governance und Compliance
Die Studie zeigt, dass veraltete oder schlecht durchdachte Prozesse massiv zu den Compliance- und Governance-Fehlschlägen beitragen, mit denen Unternehmen im KI-Umfeld bereits heute zu kämpfen haben.
– 40 Prozent der Unternehmen sahen sich in den letzten zwölf Monaten mit einem KI-bezogenen Compliance- oder Governance-Problem konfrontiert.
– In der überwiegenden Mehrheit der Fälle (84 Prozent) waren prozessbezogene Probleme die Ursache.
– Fast die Hälfte der Unternehmen (48 Prozent) befürchtet, dass KI-Agenten außer Kontrolle geraten, sobald Änderungen an einem Prozess vorgenommen werden.
– 79 Prozent der Mitarbeitenden haben Sorge, dass ihre Nutzung von KI zu Compliance-Verstößen im Unternehmen führt. Fast alle (96 Prozent) gehen davon aus, dass prozessuale Herausforderungen künftige Compliance-Probleme im KI-Umfeld weiter befeuern werden.
„Obwohl die Risiken bekannt sind, bleiben Taten oft aus“, ergänzt Petersen. „Aus Sorge vor Compliance-Verstößen gerät das dringend nötige Process Re-Design ins Stocken. Die Angst, dass KI außerhalb ihrer vorgesehenen Leitplanken agiert, lässt Unternehmen davor zurückschrecken, grundlegende Prozesse anzupassen. Diese Bedenken sind angesichts jüngster Vorfälle mit eigenmächtig agierenden KI-Agenten durchaus berechtigt. Dennoch sind die Innovationszyklen zu kurz, um einfach auf der Stelle zu treten.“
Die Kluft zwischen Führungsebene und Belegschaft
Auch die Belegschaft spürt die Folgen, wenn KI in Prozesse integriert wird, die nie für KI ausgelegt wurden. Viele Mitarbeitende müssen die dadurch entstehenden Reibungsverluste abfedern und arbeiten um KI-Tools herum, die ihren Job eigentlich einfacher machen sollten. Die Folge ist eine verzerrte Wahrnehmung, nach der 89 Prozent der Unternehmen glauben, dass KI ihre Teams produktiver macht, während nur 64 Prozent der Mitarbeitenden dem zustimmen.
Tatsächlich gibt fast die Hälfte (48 Prozent) der Unternehmen an, die Nutzung von KI bereits wieder zurückgefahren zu haben, da sich negative Effekte auf die Arbeitsfähigkeit der Belegschaft zeigten. Die Auswirkungen gehen jedoch noch weiter. 46 Prozent der Angestellten ziehen aufgrund von schlecht implementierten KI-Lösungen mittlerweile sogar einen Jobwechsel in Betracht.
Weitere wichtige Erkenntnisse des Reports:
– 69 Prozent der Mitarbeitenden wurden nicht ausreichend in die Entscheidung einbezogen, wie KI ihre tägliche Arbeit künftig unterstützen soll.
– 65 Prozent sind überzeugt, dass sie KI weitaus effektiver nutzen könnten, wenn sie anders implementiert worden wäre.
– 44 Prozent mussten KI-Ergebnisse bereits manuell korrigieren oder überschreiben, da der zugrundeliegende Prozess fehlerhaft aufgesetzt war.
– 41 Prozent haben KI nur deshalb eingesetzt, um die internen KI-Vorgaben ihres Unternehmens künstlich zu erfüllen.
„Die Mitarbeitenden lehnen KI keineswegs ab. Sie werden jedoch viel zu selten in Entscheidungen darüber eingebunden, wie die Technologie in ihrem konkreten Arbeitsumfeld genutzt werden soll“, so Petersen abschließend. „Das führt dazu, dass sie gezwungen sind, Tools zu verwenden, die ihnen nicht helfen. So entsteht eine Kultur, in der KI nur genutzt wird, um Unternehmensvorgaben zu erfüllen, anstatt an den Dingen zu arbeiten, die das Unternehmen wirklich voran bringen. Kurz gesagt, ohne ein grundlegendes Re-Engineering der Prozesse laufen Investitionen in moderne KI-Technologien ins Leere. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele Millionen in Agents und Modelle investiert werden.“
Weitere Informationen:
– Laden Sie den Report (https://page.camunda.com/report-ai-process-gap) herunter.
– Entdecken Sie weitere Insights zur Umfrage auf unserem Blog (https://camunda.com/blog/2026/09/the-data-says-it-ai-isnt-failing-you-your-processes-are/).
– Registrieren Sie sich für das Webinar (https://page.camunda.com/the-1.55-million-mistake-why-ai-is-failing-on-old-processes-camunda) am 29. September 2026.
Über den Report
Camunda beauftragte das Marktforschungsinstitut Sapio Research mit der Durchführung von zwei Umfragen. Die erste Studie richtete sich an 1.000 Process Decision Maker (500 USA, 250 UK, 125 Deutschland, 125 Frankreich) aus Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitenden. Befragt wurden Führungskräfte in den Bereichen IT, Operations und Transformation, die an der Automatisierungs- und KI-Strategie beteiligt sind. Für die zweite Studie wurden 5.000 Angestellte (2.000 USA, 1.000 UK, 1.000 Deutschland, 1.000 Frankreich) in Unternehmen derselben Größe befragt, in deren Arbeitsalltag KI oder Automatisierung eingeführt wurde. Beide Online-Umfragen fanden im Juli und August 2026 statt.
Über Camunda
Camunda ist die Enterprise-Plattform für Agentic Orchestration mit der Unternehmen KI-Agenten, Menschen und Systeme in komplexen Geschäftsprozesse von End-to-end koordinieren. Mit integrierter Governance, Auditierbarkeit und menschlicher Aufsicht gibt Camunda die nötige Kontrolle, um KI sicher und skalierbar von der Pilotphase in die Produktion zu überführen. Mehr als 700 Firmen weltweit vertrauen auf Camunda, um ihre betriebliche Effizienz zu steigern, die Time-to-Value zu beschleunigen und bessere Kundenerlebnisse zu bieten, darunter 9 der 10 größten US-Banken. Für weitere Informationen: camunda.com
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