Christof Ehrhart, seit 2019 Leiter Corporate Communications & Governmental Affairs bei Bosch, hat sich entschieden, seine Tätigkeit für das Stuttgarter Unternehmen zu beenden. Drei Fragen zu den Gründen und seinen Plänen für die Zukunft.
prmagazin: Herr Ehrhart, Sie verlassen die Position des Kommunikationschefs von Bosch zum Ende des Jahres. Das kommt überraschend – zumal so kurz nach dem Wechsel an der Spitze des Unternehmens.
Christof Ehrhart: Für mich ist das jetzt der richtige Zeitpunkt. Ich bin mittlerweile seit rund 30 Jahren in internationalen Kommunikationsverantwortungen und war Chief Communications Officer in der Pharmabranche, der Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie, der Logistik und seit 2019 bei Bosch. Der Gedanke, eigene Engagements und Projekte zu verfolgen und auch andere von meiner breiten Erfahrung in internationaler strategischer Unternehmenskommunikation profitieren zu lassen, beschäftigt mich schon länger.
Und wie geht es jetzt bei Ihnen weiter? Sie sprechen von anderen Engagements und Projekten …
Zunächst einmal gilt meine ganze Aufmerksamkeit bis Ende des Jahres noch Bosch. In der Zeit danach freue ich mich darauf, mehr Zeit für meine akademischen Interessen zu haben. Seit 2013 lehre ich als Honorarprofessor für internationale Unternehmenskommunikation in Leipzig, seit 2024 bin ich Vorstandsvorsitzender der Günter-Thiele-Stiftung für Kommunikation und Management, und regelmäßig publiziere ich auch. Alles andere lasse ich auf mich zukommen. Sicher werde ich mir auch mehr Zeit für meine Familie nehmen.
Sie verlassen eine spannende, aber zuletzt auch sehr anspruchsvolle Kommunikationsposition. Was wird die Nachfolge vorfinden?
Ein tolles Unternehmen mit wertebasierter Kultur und ein wirklich exzellentes Kommunikationsteam. Bosch ist eins der angesehensten Unternehmen der Welt, mit einer gut aufgestellten Unternehmenskommunikation, und mischt mit seinen Produkten in allen Schlüsselmärkten und -regionen der Welt mit. Das sollte jeden Kommunikationsprofi begeistern.
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