Das mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Frankfurter „Tatort“-Duo mit Melika Foroutan als Maryam Azadi und Edin Hasanovic als Hamza Kulina startet in die neue Saison: Noch bis zum 29. Juli laufen die Dreharbeiten für zwei neue Frankfurter Tatorte, die mit weiteren hochkarätigen Schauspielerinnen und Schauspielern wie Burghart Klaußner und Anne Ratte-Polle besetzt sind. „Vier Finger“ (AT; Sommerhaus Filmproduktion im Auftrag des Hessischen Rundfunks) wird voraussichtlich noch im November im Ersten zu sehen sein, „Nebel“ (AT; Sommerhaus Filmproduktion im Auftrag des Hessischen Rundfunks und der ARD Degeto Film) wird im kommenden Jahr ausgestrahlt. Die Regie bei beiden Filmen führt Andreas Prochaska.
„Vier Finger“
Alles beginnt mit einem Notruf mitten in der Nacht: Die ehemalige Kellnerin Anja Winkler (Anne Ratte-Polle) behauptet, Navid Hosseini (Mehdi Bajestani) wiedererkannt zu haben. Hosseini gilt seit Ende der 1990er-Jahre als vermisst – seit jenem Tag, an dem im Café Hajduk eine Bombe detonierte und sechs Menschen tötete. Als der ungelöste Altfall am nächsten Morgen auf dem Tisch von Sandra Schatz (Judith Engel) landet, zieht sie Maryam Azadi (Melika Foroutan) und Hamza Kulina (Edin Hasanovic) hinzu. Was die Behörden damals als organisierte Kriminalität im Drogenmilieu abtaten, entpuppt sich als politisch motiviertes Attentat auf die iranische Opposition in Deutschland. Maryam ermittelt in diesem Fall seit Jahren heimlich auf eigene Faust. Getrieben von Schuldgefühlen – weil sie den Attentäter damals selbst in das Umfeld der Opfer brachte – hat sie einen riskanten Plan orchestriert, um ihn aus dem Iran zurück nach Deutschland zu locken.
In weiteren Rollen sind Gordana Boban, Elif Kardesseven, Hadi Khanjanpour, Aenne Schwarz und Helgi Schmid zu sehen. Das Drehbuch stammt von Constantin Lieb und Andreas Prochaska, basierend auf einer Erzählung von Markus Busch. Regie führt Andreas Prochaska. Für die Umsetzung des Stoffes sorgen Carmen Treichl (Kamera), Tobias Schinko (Ton), Karin Hartusch und Markus Hautz (Schnitt), Holger Müller (Szenenbild), Katharina Schnelting (Kostüm) und Nathalie Mischel (Casting). Die Redaktion liegt bei Jörg Himstedt und Erin Högerle (beide hr). Produzenten sind Jochen Laube, Fabian Maubach und Annie Schilling (alle Sommerhaus Filmproduktion).
„Nebel“
Frankfurt, 1987: Inmitten der feiernden Menge im flackernden Stroboskoplicht eines Clubs fallen plötzlich Schüsse. Jahrzehnte später stehen Ingrid (Ruth Reinecke) und Gerhard Schatz (Rainer Bock) kurz vor ihrem 50. Hochzeitstag, als der von Demenz geplagte Gerhard plötzlich zu zittern und zu weinen beginnt. Völlig verstört bittet er um Vergebung und erwähnt immer wieder einen „Michel“ und das „Rodeo“. Beunruhigt wendet sich Ingrid an ihre Nichte, Sandra Schatz (Judith Engel). Als Maryam Azadi (Melika Foroutan) und Hamza Kulina (Edin Hasanovic) daraufhin die alten Akten öffnen, entdecken sie das ganze Ausmaß der Tragödie: Bei einem Amoklauf im Frankfurter Schwulenclub „Rodeo“ starben damals fünf Männer. Der Fall gilt seit Jahrzehnten als gelöst, da sich der Hauptverdächtige in der Untersuchungshaft das Leben nahm. Doch die neuen Nachforschungen rücken nicht nur andere Verdächtige ins Licht, sondern bringen auch eine herzzerreißende, jahrzehntelang verschwiegene Liebesgeschichte an die Oberfläche.
In weiteren Rollen sind Burghart Klaußner, Gordana Boban, Elif Kardesseven, Johannes Kienast und Hans Löw zu sehen. Das Drehbuch stammt von Constantin Lieb und Jan-Ole Gerster. Regie führt Andreas Prochaska. Für die Umsetzung des Stoffes sorgen Carmen Treichl (Kamera), Tobias Schinko (Ton), Karin Hartusch und Markus Hautz (Schnitt), Holger Müller (Szenenbild), Katharina Schnelting (Kostüm) und Nessie Nesslauer (Casting). Die Redaktion liegt bei Jörg Himstedt und Erin Högerle (beide hr) sowie Birgit Titze (ARD Degeto Film). Produzenten sind Jochen Laube, Fabian Maubach und Annie Schilling (alle Sommerhaus Filmproduktion).
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