Bei den 79. Internationalen Filmfestspielen in Cannes (12. bis 23. Mai 2026) läuft im internationalen Wettbewerb der in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk entstandene Film „Fatherland“ (OT) von Regisseur Pawel Pawlikowski. Er erzählt von Thomas Manns Deutschlandreise im Jahr 1949. Außerdem laufen noch zwei Filme, die vom BR koproduziert wurden: „Titanic Ocean“ von Konstantina Kotzamani in der Sektion „Un Certain Regard“ und „VATERLAND oder Ein Bule Namens Yanto“ von Berthold Wahjudi im Kurzfilmwettbewerb der Sektion „Semaine de la Critique“.
„Fatherland“ (OT) / „Vaterland“
Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Cannes
Zum Inhalt
Im Mittelpunkt von „Fatherland“ steht die Beziehung zwischen dem Nobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seiner Tochter Erika (Sandra Hüller) – Schauspielerin, Schriftstellerin und Rallyefahrerin. Vor dem Hintergrund des beginnenden Kalten Krieges begeben sich Vater und Tochter auf eine emotionale Reise durch das zerstörte Nachkriegsdeutschland – vom US-amerikanisch besetzten Frankfurt am Main bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar. Zum ersten Mal seit dem Krieg kehrt der Schriftsteller in seine Heimat zurück, nachdem er 1933 die Entscheidung getroffen hatte, vor den Nazis zunächst ins Schweizer, dann ab 1938 ins US-amerikanische Exil zu fliehen. Mit „Fatherland“ knüpft Pawlikowski an seine preisgekrönten Filme „Ida“ und „Cold War“ an und beschäftigt sich mit den Themen Identität, Schuld, Familie und Liebe inmitten der Turbulenzen und moralischen Verwirrungen des Nachkriegseuropas.
Infos zum Film
Regie: Pawel Pawlikowski
Drehbuch: Pawel Pawlikowski, Henk Handloegten
Darstellende: Sandra Hüller, Hanns Zischler, August Diehl, Devid Striesow, Daniel Wagner, Waldemar Kobus, Milan Peschel u. a.
Redaktion: Carlos Gerstenhauer (BR), Bettina Ricklefs (BR)
Produktion: Mubi, Our Films, Nine Hours, Extreme Emotions in Zusammenarbeit mit Canal+, ARTE und dem Bayerischen Rundfunk, gefördert von Polnisches Filminstitut, Italienisches Kulturministerium, Mitteldeutsche Medienförderung, Hessische Filmförderung, Medienboard Berlin-Brandenburg
„Titanic Ocean“
Un Certain Regard
Zum Inhalt
Im Mittelpunkt von „Titanic Ocean“ steht das schillernde Teenager-Universum eines speziellen Internats, das Mädchen zu professionellen Meerjungfrauen ausbildet. Der Film erzählt, wie die 17-jährige Akame (Arisa Sasaki) ihre Sirenenstimme findet, ihre erste Liebe entdeckt und eine Metamorphose erlebt.
Infos zum Film
Regie und Drehbuch: Konstantina Kotzamani
Darstellende: Arisa Sasaki, Haruna Matsui, Kotone Hanas, Hanna Muro, Riku Nakamura, Aki Kigoshi, Melina Mardini, Masahiro Higashide u. a.
Redaktion: Claudia Gladziejewski (BR), Nina John (BR), Carlos Gerstenhauer (BR), Barbara Häbe (ARTE)
Produktion: Homemade Films in Koproduktion mit Wunderlust, deFilm, Frida Films, Happinet Phantom Studios, Mam Film, Onassis Culture und dem Bayerischen Rundfunk in Zusammenarbeit mit ARTE, ERT, Quiddity Films & Finite Films, Felony Productions, gefördert von Eurimages, Greek Film Centre, CNC & Région Île-de-France, ICAA & ICEC, CNC, TFL Co-Production Fund, Filmstiftung NRW, FFA und Creative Europe – MEDIA
„VATERLAND oder Ein Bule Namens Yanto“ / „VATERLAND or A Bule Named Yanto“
Kurzfilmwettbewerb – Semaine de la Critique
Zum Inhalt
Als der Deutsch-Indonesier Yanto (Aggai Saibuma) nach Yogyakarta reist, um seine kleine Schwester (Sarah Muckarin Röser) zu besuchen, entstehen Neidgefühle, weil sie dort besser reinpasst als er. Yantos Reise wird so zu einer tragikomischen Auseinandersetzung mit transkultureller Identität.
Infos zum Film
Regie und Drehbuch: Berthold Wahjudi
Darstellende: Aggai Saibuma, Sarah Muckarin Röser u. a.
Redaktion: Natalie Lambsdorff (BR), redaktionelle Mitarbeit: Theodor Fusban (BR)
Produktion: madfilms (Produzenten: Jonas Egert, Sylvain Cruiziat) in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk, aftersun creative, Allergikerfilm, in Zusammenarbeit mit Hochschule für Fernsehen und Film München, gefördert von FFF Bayern
BR-Produktionen auf internationalen A-Festivals
Der Bayerische Rundfunk ist seit vielen Jahren mit seinen Kinokoproduktionen regelmäßig Gast auf internationalen A-Festivals und zeigt damit eine sichere Hand für den künstlerischen Film. Im Rahmen der Berlinale 2026 wurde der Kinofilm „Vier minus drei“ ausgezeichnet. Bereits im Vorjahr sicherte sich die BR-Koproduktion „Herz aus Eis“ mit Marion Cotillard einen Silbernen Bären. Auch in den Jahren 2024 und 2025 unterstrich der BR seine internationale Relevanz durch starke Präsenzen bei den Filmfestspielen von Cannes und Venedig mit Filmen wie „Das Verschwinden des Josef Mengele“, „Eagles of the Republic“ oder „Harvest“.
In der ARD Mediathek, im Ersten und im BR Fernsehen ist die Ausstrahlung von Kinofilmen ein wichtiger Bestandteil des Programms.
Infos zu den Filmen des Bayerischen Rundfunks im Kino, auf Festivals, im Fernsehen und in der ARD Mediathek finden Sie unter: www.wirfoerdernfilm.de
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