Flyer im Briefkasten? Vorsicht vor Betrug

Flyer im Briefkasten? Vorsicht vor Betrug

Ein Flyer im Briefkasten oder ein Handzettel in der Fußgängerzone: Das wirkt auf den ersten Blick harmlos – kann aber Teil einer Betrugsmasche sein. Denn Kriminelle nutzen gedruckte Zettel gezielt, um an persönliche Daten oder Geld zu gelangen. Darauf macht das Infocenter der R+V-Versicherung aufmerksam.

Bei Betrugsmaschen denken viele sofort an Cyberkriminalität oder „Enkeltricks“ am Telefon. Aber auch bei Flyern sollte man kritisch sein: Kriminelle nutzen täuschend echt wirkende Drucksachen für kriminelle Maschen. „Die Handzettel wirken seriös und erinnern an offizielle Mitteilungen. Das macht sie besonders gefährlich“, warnt Nicole Günter, Expertin für Sachschäden bei der R+V Versicherung. Dieser Eindruck wird verstärkt, wenn freundlich auftretende Personen sie verteilen, etwa auf Volksfesten oder in Fußgängerzonen. Als Absender sind oft Behörden, Unternehmen oder bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft genannt, inklusive Logos, Fotos oder Unterschriften.

Ziel: Geld, Daten oder Zugang zur Wohnung

Ob digital oder auf Papier – das Ziel ist dasselbe: Betrüger wollen an Geld, Wertgegenstände oder sensible Daten gelangen. Die Maschen sind dabei vielfältig. Manche Handzettel fordern zu angeblich notwendigen Registrierungen auf oder bewerben scheinbare Leistungen. Andere ködern mit Dienstleistungen wie Teppich- oder Polsterreinigungen oder mit dem Ankauf von Antiquitäten und Schmuck. „Im schlimmsten Fall verschaffen sich Täter unter einem Vorwand Zutritt zur Wohnung“, sagt R+V-Expertin Günter. Andere Flyer dienen dazu, gezielt Desinformation zu verbreiten und Verunsicherung zu schüren. Auch hier wirken die Schreiben oft wie offizielle Mitteilungen staatlicher Stellen oder bekannter Unternehmen.

Genau prüfen – und nicht vorschnell reagieren

Wer einen Flyer erhält, sollte Inhalt und Absender sorgfältig prüfen, bevor er sich auf Aktionen einlässt. „Oft hilft schon eine kurze Recherche im Internet, etwa auf der offiziellen Website. Oder mal schauen, ob es dazu schon Betrugsfälle gab“, rät die Expertin. Besondere Vorsicht ist bei QR-Codes geboten. Sie führen nicht selten auf täuschend echte, aber gefälschte Websites, über die Zugangsdaten oder Kreditkarteninformationen abgegriffen werden.

Weitere Tipps des R+V-Infocenters:

– Forderungen nach Geldüberweisungen oder persönlichen Daten sollten immer kritisch hinterfragt werden.
– Fremde Personen sollten grundsätzlich nicht in die Wohnung gelassen werden.
– Verdächtige Handzettel können bei der Polizei gemeldet oder abgegeben werden.
– Bei finanziellen Verlusten durch Trickbetrug besteht in der Regel kein Anspruch auf Entschädigung durch die Versicherung.

Pressekontakt:

R+V-Infocenter
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