internationaler frühschoppen am Sonntag, 15. März 2026, 12.00 Uhr / Zwischen Trump und Putin – Welchen Preis zahlt Europa?

internationaler frühschoppen am Sonntag, 15. März 2026, 12.00 Uhr / Zwischen Trump und Putin – Welchen Preis zahlt Europa?

Explosionen in Teheran, Luftangriffe auf den Libanon, brennende Tanker in der Straße von Hormus: Zwei Wochen nach dem gemeinsamen Angriff der USA und Israels auf den Iran eskaliert die Lage im Nahen Osten weiter. Während Teheran mit Angriffen auf die Energieinfrastruktur der Region reagiert und die Preise für Öl und Gas steigen, wächst in der Europäischen Union die Sorge vor den politischen und wirtschaftlichen Folgen.

Zugleich bindet der anhaltende Krieg in der Ukraine weiter Kräfte und Ressourcen – und stellt Brüssel ohne zuverlässigen Rückhalt aus Washington vor bislang ungekannte sicherheitspolitische Herausforderungen. „Die USA wollen Europa spalten“, sagt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.

Tatsächlich treten in der EU tiefe Risse zutage: Ungarn verweigert die Unterstützung für Kiew und blockiert gemeinsame Entscheidungen, Spanien verurteilt den Iran-Krieg und zieht den Unmut Trumps auf sich.

Ist Europa mehr Gegenstand als Akteur der Weltpolitik? Wie reagiert Brüssel auf eine Weltordnung, die zunehmend von Machtpolitik und militärischen Drohkulissen geprägt ist? Was unternimmt die EU gegen die Abhängigkeit von Energieimporten und die explodierenden Preise? Und ist Europas Anspruch auf „strategische Autonomie“ realistisch – oder bleibt er eine politische Formel ohne Substanz?

Anke Plättner diskutiert mit:

– Sudha David-Wilp, German Marshall Fund of the United States
– Thomas Gutschker, Brüssel-Korrespondent, Frankfurter Allgemeine Zeitung
– Kristin Helberg, freie Journalistin und Nahost-Expertin
– Maria Luz Moraleda, spanische Journalistin, Deutsche Welle

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