Rainer Pause zählt zu den bekanntesten Akteuren der deutschen Kabarett- und Comedyszene. Als Gründer des Bonner Pantheon-Theaters hat er vielen heute bekannten Comedians erste Bühnenauftritte ermöglicht. Seine eigene Bühnenfigur Fritz Litzmann genießt seit Jahrzehnten Kultstatus. Rainer Pause ist ein unermüdlich Arbeitender. Für seinen Sohn Aljoscha hingegen war er lange Zeit vor allem ein Abwesender. Mit dem Dokumentarfilm „Fritz Litzmann, mein Vater und ich“ wagt Aljoscha Pause eine Annäherung und ein Porträt des Vaters, das unweigerlich auch zum Selbstporträt wird. Zu sehen am Montag, 21. September 2026, um 21.45 Uhr in 3sat und bereits ab 6.00 Uhr in der 3satMediathek.
Gemeinsam mit seinem Vater und anhand von Fotos sowie animierten Zeichnungen erzählt Aljoscha Pause den Lebensweg seines Vaters nach: von der Kindheit im Essen der späten 1940er- und frühen 1950er-Jahre über erste Bühnenerfahrungen am Schul- und Studententheater bis hin zum politischen Aktivismus der 68er-Bewegung und zur Gründung des Pantheon-Theaters 1987. Für den zunächst schüchternen Rainer Pause, Sohn eines schweigsamen Kriegsheimkehrers und einer Helikoptermutter, bedeutete dieser Lebensweg eine zunehmende Befreiung aus bürgerlicher Enge und Prüderie.
Rainer Pauses unbändiger Freiheitswille wird zum Schlüssel für seinen beruflichen Erfolg als Kabarettist – und zugleich zu einer Herausforderung für sein engstes Umfeld. Als 1972 der Sohn Aljoscha zur Welt kommt, ist Rainer Pause nicht auf ein Familienleben eingestellt, geschweige denn auf seine zukünftige Rolle als alleinerziehender Vater. Seine künstlerische Selbstverwirklichung und der Anspruch, Aljoscha zu größtmöglicher Eigenständigkeit zu erziehen, münden in einer Kindheit ohne Struktur und Aufsicht, in Haltlosigkeit, einer rebellischen Jugend, in Schulabbruch und Partyexzessen. Ein einschneidendes Erlebnis im Alter von 22 Jahren bringt Aljoscha Pause schließlich dazu, selbst die Regie für sein Leben zu übernehmen.
Bastian Pastewka, Helge Schneider und Claudia Roth kommen zu Wort
Auf der Suche nach Antworten auf die Frage „Wer ist dieser Mann, der mein Vater ist?“, führte Filmemacher Aljoscha Pause intensive Gespräche nicht nur mit Rainer Pause selbst, sondern auch mit Weggefährtinnen und Freunden der Familie. Neben Aljoscha Pauses ehemaligem Klassenkameraden Bastian Pastewka und engen Schulfreunden kommen in „Fritz Litzmann, mein Vater und ich“ unter anderen zu Wort: Helge Schneider, Jürgen Becker, Carolin Kebekus, Georg Schramm, Michael Mittermeier, Nina Hoger, Claudia Roth und Rita Baus.
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Weitere Informationen
– Für akkreditierte Journalistinnen und Journalisten steht „Fritz Litzmann, mein Vater und ich“ in der Mediathek des 3sat-Pressetreffs (https://pressetreff.3sat.de/mediathek/) als Preview bereit (nach Log-in).
– Rainer und Aljoscha Pause stehen gern für Interviews zur Verfügung. Bei Interesse kontaktieren Sie bitte pressedesk@zdf.de
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