3. Liga und Frauen-Bundesliga live bei MagentaSport: Chancenwucher und Brünker-Verletzung: „Das ist definitiv richtig große Scheiße“ – Saarbrückens Negativserie nimmt kein Ende

3. Liga und Frauen-Bundesliga live bei MagentaSport: Chancenwucher und Brünker-Verletzung: „Das ist definitiv richtig große Scheiße“ – Saarbrückens Negativserie nimmt kein Ende

Die Saarbrücker Negativserie will einfach kein Ende nehmen: Bei Viktoria Köln setzte es mit einem 0:2 das 14. (!) sieglose Spiel in Folge. Seit dem 2:1 gegen Schweinfurt am 7. Spieltag Mitte September konnte der FCS kein Drittligaspiel mehr gewinnen und vergab in der 2. Halbzeit auch noch Chancen am Fließband: „Das ist definitiv richtig große Scheiße“, polterte Calogero Rizzuto nach dem Spiel. „Da ist man so leer, man kann es nicht verstehen. Da muss nur ein Tor fallen und wir wissen alle, wie es dann im Fußball ist.“ Vor allem auch, weil die grundsätzliche Leistung über die letzten Spiele eigentlich stimmte: „Da kann man uns, glaube ich, nichts absprechen. Da haben wir gefightet, auch gute Spiele gemacht. Aber der Lucky Punch fehlt einfach. Das kann sich keiner erklären. Wir müssen aus der ganzen Scheiße etwas Positives rausziehen, so schwer es auch ist.“ Zu allem Übel verletzte sich Kai Brünker und musste ausgewechselt werden: „Wenn man Kai kennt, der beißt wirklich auf die Zähne. Wenn man sieht, dass er direkt raus muss, weiß man, da ist schon mehr passiert“, schwante Saarbrückens neuer Präsidentin Barbara Haupenthal bereits Böses. Trainer Jürgen Luginger sprach von einer Sprunggelenksverletzung, die morgen geröntgt werden soll.

Die Kölner hingegen revanchieren sich für das peinliche 0:2 in Schweinfurt aus der Vorwoche. Trainer Marian Wilhelm erklärt: „Jedes Mal, wenn irgendwo in Torabschlussnähe etwas da war, hat sich einer reingeworfen, hat Arne [Schulz, Anm.d.Red.] die Finger drangehabt oder der Pfosten am Ende. Das macht natürlich stolz. Trotzdem müssen wir sagen, dass die 2. Halbzeit nicht ganz nach Plan gelaufen ist. Aber was oben auf der Anzeigetafel steht, haben wir verdient. Das haben wir letzte Woche gesagt, das haben wir diese Woche auch gesagt. Das nehmen wir mit.“

Nachfolgend die wichtigsten Aussagen vom Freitag des 21. Spieltags in der 3. Liga, mit dem Spiel zwischen Viktoria Köln und dem 1. FC Saarbrücken. Bei Verwendung bitte die Quelle MagentaSport angeben. Weiter geht es mit der 3. Liga am Samstag ab 13.30 Uhr mit der Konferenz. Unter anderem mit den Partien von Energie Cottbus gegen den 1. FC Schweinfurt und dem Abstiegsduell zwischen Erzgebirge Aue und dem SSV Ulm.

Viktoria Köln – 1. FC Saarbrücken 2:0

Die Saarbrücker sind weiter im Tiefflug. In Köln gab es das 14. sieglose Ligaspiel in Folge. Der letzte Erfolg datiert noch immer vom 19. September, ein 2:1 gegen Schweinfurt am 7. Spieltag. Zu allem Übel verletzte sich auch Kai Brünker wohl schwer. In der Tabelle könnte der FCS – je nach Ausgang der Partien am Wochenende – sogar auf einen Abstiegsplatz fallen. Währenddessen revanchiert sich die Viktoria für die überraschende 0:2-Pleite in Schweinfurt und übernimmt Platz 10.

Meiko Sponsel, Kölner Torschütze zum 1:0: „Das haben wir uns auch vorgenommen. Letzte Woche gegen Schweinfurt haben wir alles vermissen lassen, was uns eigentlich auszeichnet: Über die Intensität kommen, den Gegner unter Druck setzen und ihm unser Spiel aufdrücken. Das ist uns in der 1. Halbzeit gut gelungen und da bin ich froh, dass ich mit meinem ersten Drittligator dazu beitragen konnte.“

… zum 1:0, seinem ersten Drittligator: „Eigentlich ist mein Job als Verteidiger, Tore zu verhindern. Diesmal war es aber eine offensivere Rolle, die ich in diesem Spiel gespielt habe. Das haben wir uns auch vorgenommen, dass die Außen reinschieben, wenn der Ball auf der anderen Seite ist. Dann steht man frei vor dem Tor. Dann auch mit links. Das kommt nicht allzu oft vor.“

Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=SVdLejVDWUJaVTVBRExuQmgvNy8yUFVTTnVEZFJ5S0crMXp5bm1qZjNEWT0=

Marian Wilhelm, Trainer Köln: „Am Ende ist es 50:50. Wir haben es letzte Woche in Schweinfurt angesprochen. Wir lassen mehr zu als letzte Woche. Letzte Woche kriegen wir 2. Heute steht hinten die 0. Das lag sicherlich einmal an Saarbrücken. Das haben wir vor dem Spiel angesprochen, dass das eine wahnsinnig gute Truppe ist. Jedes Mal, wenn irgendwo in Torabschlussnähe etwas da war, hat sich einer reingeworfen, hat Arne [Schulz, Anm.d.Red] die Finger drangehabt oder der Pfosten am Ende. Das macht natürlich stolz. Trotzdem müssen wir sagen, dass die 2. Halbzeit nicht ganz nach Plan gelaufen ist. Aber was oben auf der Anzeigetafel steht, haben wir verdient. Das haben wir letzte Woche gesagt, das haben wir diese Woche auch gesagt. Das nehmen wir mit.“

Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=N1BsaWV1L3RISHRoRlhVcUdkeWx2R0YwU1g2WHhLM3dNUzdQeUwwSENYWT0=

Franz Wunderlich, Sportvorstand Köln, zur Trennung von Stephan Küsters: „Entscheidend ist in diesem Thema, dass man sehr offen und ehrlich miteinander umgeht. Ich habe das diese Woche schon erwähnt. Ich war vor drei Monaten Trauzeuge bei Stephan. Trotzdem habe ich in meiner Position, in meiner Funktion die Aufgabe, die Dinge zu bewerten, zu analysieren – auch frühzeitig. Ich bin ein Freund davon, mit Führungskräften frühzeitig in die Gespräche zu gehen. Ich habe das dem Vorstand auch mitgeteilt. Dann haben wir ein gutes, offenes Gespräch nach dem Trainingslager geführt, wo ich Stephan meine Sichtweise gesagt habe. Er hat auch eine gewisse Unzufriedenheit gehabt aus der vergangenen Zeit, die auch ein Stück weit nachvollziehbar war. Dann sind wir beide zu dem Entschluss gekommen, dass es Sinn macht – er hat auch gesagt, es macht für ihn keinen Sinn, den Vertrag nochmal zu verlängern. Dann ist klar, dass dann die logische Folge ist, gerade in dieser Position, den Schnitt zu machen. Er kann sich jetzt auch in Ruhe auf seine neuen Aufgaben fokussieren. Ich bin mir sicher, dass das passieren wird, weil die Kadergespräche und Personalplanung keinen Sinn mehr machen.“

… warum Valentin Schäfer als Nachfolger der richtige Mann ist: „Das werden wir in Zukunft sehen. Aber wir haben eine totale Überzeugung. Wenn man den Weg von uns ein bisschen rückverfolgt, ist klar, wir haben uns im letzten Jahr für einen jungen Trainer entschieden, von dem wir überzeugt waren. Ich glaube, Valentin hat in den letzten zwei Jahren schon sehr eng mit Stephan zusammengearbeitet. Stephan hat ihm eigentlich schon eine große Plattform gegeben. Das hat er aus meiner Sicht hervorragend gemacht. Gerade das Thema junge Spieler, die Entwicklung im NLZ, da ist er sehr eng vernetzt. Er ist mit Marian [Wilhelm, Anm.d.Red.] schon länger zusammen. Das war die logische Konsequenz. Ich bleibe dabei: Wenn du im Verein eigene Leute hast, von denen du überzeugt bist, haben sie es auch verdient, den nächsten Schritt im eigenen Klub zu machen.“

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Calogero Rizzuto, Spieler Saarbrücken, zu den vergebenen Großchancen in der 2. Halbzeit: „Das ist definitiv richtig große Scheiße! Da ist man so leer, man kann es nicht verstehen. Da muss nur ein Tor fallen und wir wissen alle, wie es dann im Fußball ist. Dann fängt Viktoria an zu zittern. Dann kommen sie noch weniger raus, als sie in der 2. Halbzeit rausgekommen sind. Im Endeffekt stehen wir wieder ohne irgendwas da. Wir haben wieder 1.000 Torchancen. Das ist einfach nervig. Da müssen wir uns irgendwie rauskämpfen. Anders kann man es nicht sagen.“

… ob aufgrund des Negativlaufs von 14 sieglosen Spielen in Folge die Überzeugung im Abschluss fehlt: „Wenn man die Leistung der letzten 5 Spiele sieht, in Rostock, gegen Cottbus, gegen Hoffenheim, da kann man uns glaube ich nichts absprechen. Da haben wir gefightet, auch gute Spiele gemacht. Aber der Lucky Punch fehlt einfach. Das kann sich keiner erklären. Wir müssen aus der ganzen Scheiße etwas Positives rausziehen, so schwer es auch ist. Wir müssen schauen, dass wir da alle zusammen rauskommen. Da gibt s jetzt keinen Alleinkämpfer oder sonst irgendwas. Das ist ein gemeinschaftliches Ding.“

… zur ersten halben Stunde: „Die ersten 25 Minuten haben wir komplett verpennt. So kann man hier nicht auftreten, vor allem nicht, wenn so viele Fans dabei sind. Das war eigentlich fast schon ein Heimspiel. Da müssen wir uns bei allen Fans entschuldigen, die heute hier mitgefahren sind. Die ersten 25 Minuten waren kein Profifußball.“

… wie der Austausch mit den Fans war: „Was stellen Sie sich vor? Die eine Hälfte so, die andere Hälfte so. Ich kann alles verstehen. Wenn ich Freitagabend irgendwo hinfahre, ich will meine Mannschaft sehen und die treten da 25 Minuten wie die Enten auf, bin ich natürlich sauer. Aber ich glaube, die Fans haben trotzdem gesehen, was in uns steckt, dass wir uns nicht aufgegeben haben, bis zur letzten Minute gefightet haben. Und das ist einfach die Marschroute. Wir können nicht in Mitleid verfallen und sonst irgendwas. Wir müssen einfach da rauskommen und das geht nur, wenn wir selbst an uns glauben und zusammen da rauskommen.“

… zur Verletzung von Kai Brünker: „Ich habe in der Pause nichts mitbekommen. Das können wir uns auch nicht erlauben, dass jemand so wichtiges ausfällt. Ich hoffe, es ist nichts Schlimmes. Kai ist ein Brecher. Der wird da schon auf die Zähne beißen. Schauen wir mal.“

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Jürgen Luginger, Trainer Saarbrücken: „Wir sind sehr niedergeschlagen. Wir wollten heute die Wende schaffen. Wir wollten heute mal einen Dreier holen, nach der langen Zeit. Da kann man nicht so 20-25 Minuten spielen, wie wir das gemacht haben, den Gegner in die Räume laufen lassen, nicht richtig in den Zweikämpfen drin sein. Das kannst du nicht machen. 2. Halbzeit, das hat jeder gesehen, da musst du Tore machen. Wenn du keine Tore machst, kannst du auch keine Spiele mehr gewinnen.“

… ob Saarbrücken beim Abschluss ein mentales Problem hat: „Mittlerweile sieht man das. Bezeichnend war die Chance von Vasiliadis am Schluss, anstatt selbst den Ball reinzuschießen, er hatte das ganze Tor vor sich, spielt er ihn ab. Daran müssen wir arbeiten, viel im Kopf auch mit den Jungs, dass die da frei werden.“

… zum Doppelwechsel nach einer halben Stunde und ob das ein Signal war: „Natürlich, wir mussten ja was ändern. Wir haben auch taktisch ein bisschen umgestellt, auf Raute im Mittelfeld, dass wir da kompakter waren. Jeder hat mal einen schlechten Tag. Das muss man jedem zugestehen. Aber wir können es uns nicht mehr leisten, in unserer Situation viele schlechte Tage zu haben.“

… zur Verletzung von Kai Brünker: „Man kann nur sagen, es ist eine Sprunggelenksverletzung. Er wird morgen nochmal geröntgt und dann wird man mehr wissen, ob es was Größeres ist oder nicht. Wir hoffen natürlich nicht, dass es schlimmer ist.“

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Jürgen Luginger, Trainer Saarbrücken, vor dem Spiel, ob der Angst vor dem Abstieg hat: „Nein, nein, Angst habe ich nicht. Ich sehe viele positive Sachen, die Fans, die Spieler. Ich glaube nicht, dass wir absteigen.“

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Barbara Haupenthal, seit Anfang Januar neue Präsidentin des 1. FC Saarbrücken, in der Halbzeitpause zur schweren Verletzung von Kai Brünker: „Wenn man Kai kennt, der beißt wirklich auf die Zähne. Wenn man sieht, dass er direkt raus muss, weiß man, da ist schon mehr passiert. Wir haben offenbar an verschiedenen Stellen Pech. Und dann kommt auch die personelle Pechphase dazu. Aber es wird besser. Wir haben einen Prozess angestoßen. Es wird besser. Wir müssen daran glauben. Und ich glaube auch daran. Nicht verzagen!“

… über die Aufbruchstimmung im Verein: „Genau. Diesen Impuls hat es gebraucht und dieser Impuls kam aus der Mitte des Vereins. Die Mitglieder haben diesen Impuls im Endeffekt angestoßen, mit einer Satzungsänderung, die erzwungen wurde, im Sinne des Vereinsrechts. Mit einer 92-prozentigen Mehrheit wurde eine Satzungsänderung herbeigeführt. Diese hat in den vergangenen Wochen zu einem kompletten Umbau des Vereins geführt. Und damit ist natürlich einiges an Hoffnung verbunden. Deswegen haben wir diese Aufbruchstimmung. Ich bin eine derjenigen, die diese Aufbruchstimmung teilt und fühlt und auch leben will. Das ist der Grund, warum man das jetzt auch merkt. Wir wollen, wir hoffen und wir glauben daran.“

… über die Vorstandspositionen, die öffentlich und auch über Instagram ausgeschrieben wurden: „Erstens wollten wir sagen, dass wir aus einer verstaubten Ecke rausgehen. Zweitens ist es ein klares Zeichen für die Transparenz, die wir im Verein haben wollen. Wir werden keine Posten besetzen, weil man Vitamin B hat, weil man jüngst irgendetwas Gutes gezeigt hat. Wir wollen einen offenen Prozess, wo wir in der geilen Lage sind, den Besten auszuwählen. Deswegen müssen wir es genau so gestalten.“

… wann mit den Personalentscheidungen zu rechnen ist: „Da ich im Präsidium und für diese Aufgabe gar nicht zuständig bin, kann ich dazu nichts sagen. Aber eins ist klar. Wir wollen keine Schnellschüsse machen. Wir wollen wirklich die Zukunft aufbauen. Und dazu gehört einfach, sich Zeit zu nehmen, die richtige Entscheidung zu treffen, nicht die schnelle Entscheidung.“

Link zum Interview: clipro.tv/player?publishJobID=ODB1akFicFdhSDRldzJwZEJ3eGlybHRuSkxGdUdmWEp3cXB3Y1pWb05aaz0=

Fußball live bei MagentaSport

3. Liga | 21. Spieltag

Samstag, 24.01.2026

ab 13.30 Uhr in der Konferenz und ab 13.45 Uhr im Einzelspiel: FC Ingolstadt 04 – VfB Stuttgart II, FC Erzgebirge Aue – SSV Ulm 1846, Energie Cottbus – 1. FC Schweinfurt 05, Rot-Weiss Essen – TSV Havelse, TSG Hoffenheim II – Alemannia Aachen

ab 16.15 Uhr: MSV Duisburg – SSV Jahn Regensburg

Sonntag, 25.01.2026

ab 13.15 Uhr: SV Waldhof Mannheim – Hansa Rostock

ab 16.15 Uhr: VfL Osnabrück – TSV 1860 München

ab 19.15 Uhr: SV Wehen Wiesbaden – SC Verl

Google Pixel Frauen-Bundesliga | 15. Spieltag

Freitag, 23.01.2026

ab 18.15 Uhr: 1. FC Union Berlin – Bayer 04 Leverkusen

Samstag, 24.01.2026

ab 11.45 Uhr: 1. FC Köln – SC Freiburg

Sonntag, 25.01.2026

ab 13.45 Uhr: SV Werder Bremen – 1. FC Nürnberg

ab 15.45 Uhr: Hamburger SV – SGS Essen

ab 18.15 Uhr: FC Bayern München – RB Leipzig

Pressekontakt:

Jörg Krause
Mail: joerg.krause@thinxpool.de
Mobil: 0170 22 680 24

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