Sprache in Medien: Der schmale Grat zwischen Kreativität und Korrektheit

Als 2005 die BILD-Zeitung stolz titelte "Wir sind Papst", erschuf sie damit eine neue, von vielen benutzte Redewendung. Der Ausdruck schaffte es sogar auf den zweiten Platz unter den Wörtern des Jahres.(1)
Dass der kurze Satz grammatisch falsch ist, ist dabei irrelevant. Er ist prägnant und traf den Nerv seiner Zeit so nachhaltig, dass er bis heute zum Nachahmen anregt. So hieß es im Mai 2010, als Lena Meyer-Landrut für Deutschland den Eurovision Song Cont