Zu viele Informationen und sinkende Aufmerksamkeit setzen die Wirkungsmacht der PR am stärksten unter Druck. Auch der Bedeutungsverlust der klassischen Medien und abnehmendes Vertrauen in Medien und PR stellen die professionelle Kommunikation vor große Herausforderungen. Für den aktuellen PR-Trendmonitor haben die dpa-Tochter news aktuell
und P.E.R. Agency Kommunikationsprofis gefragt, welche Entwicklungen die Einflussmöglichkeiten der PR am stärksten einschränken. An der Umfrage haben 302 PR-Fach- und Führungskräfte aus Deutschland und der Schweiz teilgenommen.
Mehr als die Hälfte und damit mit Abstand die meisten Befragten (56 Prozent) bewerten die anhaltende Informationsflut und eine weiter sinkende Aufmerksamkeit als die größte Bedrohung für die Einflussnahme ihrer Branche. Auf Platz 2 folgt der Bedeutungsverlust klassischer Medien: 46 Prozent der PR-Profis sehen ihre Wirkungskraft eingeschränkt, da Zeitungen, Zeitschriften und andere klassische Medienformate als Multiplikatoren an Relevanz verlieren. Der Vertrauensverlust – sowohl in die Medien als auch in die PR – erschwert fast jedem Dritten (30 Prozent) die Arbeit.
Plattformen bestimmen über Sichtbarkeit
Für knapp ein Viertel sind die Social-Media-Algorithmen die größte Herausforderung: 23 Prozent sehen ihren Einfluss bedroht, da Plattformen entscheiden, welche Inhalte gesehen werden und Sichtbarkeit auf Social Media nur noch bedingt durch PR steuerbar ist. Die zunehmende Fragmentierung der Zielgruppen wird ähnlich bewertet: 22 Prozent beurteilen diese Tendenz zur Aufteilung in kleine, schwerer erreichbare Teilöffentlichkeiten als wesentliche Einschränkung ihrer Wirksamkeit.
KI wird Teil der Informationsvermittlung
Auch Künstliche Intelligenz verändert aus Sicht der Befragten die Bedingungen für die Sichtbarkeit von PR-Inhalten: 20 Prozent geben an, dass KI-gestützte Zusammenfassungen, etwa in Suchmaschinen, ihre Einflussmöglichkeiten begrenzen.
Journalistischer Zugang schwieriger, bezahlte Inhalte nehmen zu
Weitere Faktoren, die den Einfluss von PR verändern: 19 Prozent der Befragten stellen fest, dass der persönliche Kontakt zu Journalistinnen und Journalisten seltener wird. 16 Prozent finden den Bedeutungszuwachs von Sponsored Content schwierig.
Eine geringere Rolle spielen hingegen die Abhängigkeit von wenigen Tech-Konzernen (10 Prozent), der Bedeutungszuwachs von Influencerinnen und Influencern (9 Prozent) sowie strenge Datenschutzbestimmungen wie DSGVO und Cookie-Blocker (ebenfalls 9 Prozent). 6 Prozent nehmen keine Einschränkung ihrer Einflussmöglichkeiten wahr.
Alle Ergebnisse auf einen Blick:
Welche Entwicklungen schränken Ihrer Einschätzung nach die Einflussmöglichkeiten der PR am stärksten ein?
– Informationsflut & sinkende Aufmerksamkeit 56 %
– Bedeutungsverlust klassischer Medien 46 %
– Vertrauensverlust in Medien und PR 30 %
– Algorithmen von Social Media 23 %
– Zunehmende Fragmentierung der Zielgruppen 22 %
– KI-Zusammenfassungen (z.B. in Suchmaschinen) 20 %
– Weniger persönlicher Kontakt zu Journalisten/Journalistinnen 19 %
– Bedeutungszuwachs von Sponsored Content 16 %
– Abhängigkeit von wenigen Tech-Konzernen 10 %
– Bedeutungszuwachs von Influencern/Influencerinnen 9 %
– Strenge Datenschutzbestimmungen (DSGVO, Cookie-Blocker) 9 %
– Andere 2 %
– Ich sehe keinen Einflussverlust der PR 6 %
– Weiß nicht 0 %
Basis: Alle Befragten, N=302, Maximal 3 Nennungen.
Quelle: PR-Trendmonitor von news aktuell
und P.E.R. Agency. Online-Befragung im Februar 2026 unter 302 Kommunikationsprofis aus Unternehmen und Organisationen in Deutschland und der Schweiz.
Eine Einordnung der Ergebnisse gibt es auf dem news aktuell
Blog: https://www.newsaktuell.de/blog/pr-trendmonitor-2026-pr-wirkungsmacht/
Über den PR-Trendmonitor
Der PR-Trendmonitor ist eine Online-Umfrage der dpa-Tochter news aktuell
und der Kommunikationsagentur P.E.R. Agency. Befragt werden regelmäßig Kommunikationsprofis aus Unternehmen, Organisationen und PR-Agenturen in Deutschland und der Schweiz. Die Umfrageergebnisse geben fundierte Einblicke in Trends, Herausforderungen und Entwicklungen, die sich in der Kommunikationsbranche abzeichnen. Der PR-Trendmonitor liefert PR-Fach- und Führungskräften wertvolle Insights für ihre Arbeit. Die Studien erscheinen seit über 20 Jahren und haben sich als wichtiger Indikator für die PR-Branche etabliert.
Über news aktuell
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verschafft Unternehmen, Institutionen und Verbänden einen effektiven Zugang zu Medien sowie zu Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die dpa-Tochter berät ihre Kunden persönlich auf Augenhöhe – und unterstützt sie dabei, ihr Pressematerial einfach und erfolgreich zu veröffentlichen. Über die digitalen Tools ots und zimpel gelangen PR-Inhalte an alle Medienformate wie klassische Printtitel, klickstarke Online-Portale oder soziale Netzwerke. Mit voices können sich Expertinnen und Experten in kurzen Video-Statements zu aktuellen Themen positionieren und crossmedial über das Netzwerk der dpa-Gruppe verbreiten. news aktuell
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