„Blauer Panther“ 2026 für „Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen“

„Blauer Panther“ 2026 für „Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen“

Das Dokudrama „Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen“ wird in der Kategorie „Bestes Dokumentationsdrama“ mit einem „Blauer Panther – TV & Streaming Award“ ausgezeichnet. Die Produzenten Michael Souvignier und Till Derenbach werden für ihre „konsequent filmische Inszenierung“ und die „dichte Dramaturgie“ geehrt.

Juliane von Schwerin, Leiterin des Programmbereichs Gesellschaft (NDR): „Dieses wichtige Kapitel deutscher Geschichte emotional, jung und modern zu erzählen, war uns ein persönliches und großes Anliegen. Die Relevanz dieser Themen ist hoch wie nie. Die große Resonanz – insbesondere bei jüngeren Menschen – zeigt, dass der Film dabei den richtigen Ton getroffen hat. Das wird jetzt mit diesem schönen Preis ausgezeichnet. Große Freude und Dankbarkeit.“

Ellen Trapp, Leiterin des Programmbereichs Kultur (NDR): „Die Produktion haben wir bewusst so gestaltet, dass sie auch ein junges Publikum erreicht. Durch die jungen Hauptfiguren und eine moderne Erzählweise sollen Menschen, die keinen direkten Bezug mehr zur Zeit des Nationalsozialismus haben, für Demokratie, Menschenrechte und die Gefahren totalitärer Ideologien sensibilisiert werden. Damit leistet `Nürnberg `45 – Im Angesicht des Bösen´ einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung und zur Erinnerungskultur.“

Aus der Jury-Begründung: „Mit einer konsequent filmischen Inszenierung, einer dichten Dramaturgie und einer klugen Verbindung von Archivmaterial, Spielszenen und dokumentarischer Erzählung entsteht ein Werk, das emotional berührt und zugleich historisch präzise bleibt. Gerade in einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen persönlich von ihren Erfahrungen berichten können, braucht es neue Formen, um ihre Erinnerungen zu bewahren und insbesondere an jüngere Generationen weiterzugeben.”

Der Film erzählt die Ereignisse rund um den Nürnberger Prozess aus der Perspektive zweier junger Auschwitz-Überlebender: dem deutschen Journalisten Ernst Michel und der polnischen Autorin Seweryna Szmaglewska. Vor 80 Jahren, am 20. November 1945, begann im Nürnberger Justizpalast der erste der sogenannten „Nürnberger Prozesse“. Das Dokudrama ist eine Koproduktion aller neun ARD-Landesrundfunkanstalten unter der Federführung von NDR und BR und wurde für eine jüngere Zielgruppe entwickelt. Die Redaktion lag bei Marc Brasse, NDR, und Andrea Bräu, BR. Produzent war die Zeitsprung Pictures GmbH. Regie führte Carsten Gutschmidt, das Drehbuch stammt von Dirk Eisfeld. Jonathan Berlin und Katharina Stark spielen die Hauptrollen.

Die Träger des „Blauer Panther – TV & Streaming Award“ sind dieBayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), Bayerischer Rundfunk (BR), Netflix, Prime Video, RTL Deutschland, ProSiebenSat.1 Group, Sky Deutschland und das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) / 3sat. Gefördert wird der Preis von der Bayerischen Staatskanzlei.

„Nürnberg 45 – Im Angesicht des Bösen“ in der ARD Mediathek: https://ots.de/KztcFP

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