Zuschauer haben gewählt: „Es ist 20 Uhr“ zeigt Höhepunkte aus 60 Jahren Tagesschau / Sendetermin: Dienstag, 18. Dezember, 23.15 Uhr, Das Erste





Nachrichten solle sie schauen, sagt der Vater
seiner zwölfjährigen Ulrike, das sei wichtig. Brav schaltet das
Mädchen aus Nordrhein-Westfalen jeden Abend die „Tagesschau“ ein, mag
die Sendung aber nicht besonders und sagt ihrem Vater das auch: „Die
Sprecher begrüßen immer nur die Damen und Herren, nie uns Kinder.“
Ermutigt vom Papa schreibt Ulrike Knospe das an die
„Tagesschau“-Redaktion in Hamburg. Ihr Brief ist am 7. September 1978
die Aufmachermeldung der Sendung, abgebildet hinter Sprecher Wilhelm
Wieben. Er eröffnet den Zuschauern, heute beginne die Tagesschau mal
„ungewöhnlich“, eben mit diesem Brief. Denn der habe – so Wieben –
dazu geführt, dass die „Tagesschau“-Sprecher und -Sprecherinnen
zukünftig nur noch „Guten Abend“ sagen, aber anschließend nicht mehr
„meine Damen und Herren“. Mit dieser verkürzten Begrüßung seien alle
gemeint – die Damen, die Herren und auch die Kinder.

Die Geschichte von Ulrike Knospe und das kürzlich geführte
Interview mit ihr sind zwei von vielen Höhepunkten in der Sendung „Es
ist 20 Uhr – Ihre Highlights aus 60 Jahren Tagesschau“, die das Erste
am Dienstag, 18. Dezember, um 23.15 Uhr zeigt. Auf tagesschau.de
haben Zuschauerinnen und Zuschauer in insgesamt fünf Kategorien über
ihre Favoriten abgestimmt: In den „weltbewegenden Tagen“ etwa geht es
um die Berichterstattung der Tagesschau über geschichtsträchtige
Ereignisse wie den 11. September 2001, den Mauerfall oder das
Grubenunglück in Lengede. Autor Dominique Ziesemer hat für „Es ist 20
Uhr“ hunderte Stunden Archivmaterial gesichtet.

Peer Steinbrück, Wolfgang Schäuble, Sandra Maischberger, Günther
Jauch, Campino, Dieter Nuhr und andere Prominente erinnern sich in
„Es ist 20 Uhr“ gemeinsam mit den Zuschauerinnen und Zuschauern und
blicken zurück auf die bewegte Geschichte der Tagesschau, die auch
ein Teil der deutschen Geschichte ist. Für Günther Jauch ist die
„Tagesschau“ schon seit seiner Kindheit die Instanz, für Wolfgang
Schäuble ein fester Termin im Tagesablauf. Tagesschau-Chefsprecher
wie Dagmar Berghoff oder Jan Hofer erzählen in „Es ist 20 Uhr“
Geschichten aus der Redaktion.

Übrigens: Die aufgrund des Briefes der kleinen Ulrike eingeführte
„Guten-Abend“-Begrüßung überdauerte gerade mal 36 Tage. Sie wirkte
allzu knapp und unpersönlich. Das teilte ARD-aktuell-Chefredakteur
Günther Müggenburg der Schülerin in einem Telegramm mit und bat um
Verständnis dafür, dass es ab sofort wieder heißt: „Guten Abend,
meine Damen und Herren“.

Pressekontakt:
Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Iris Bents
Tel.: 040/4156-2304

veröffentlicht von am 17. Dez 2012. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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