Zu Guttenberg kritisiert deutsche Strategie in Afghanistan / Zweiteilige “ZDFzeit”-Dokumentation “Unser Krieg” zieht Bilanz und deckt Geheimnis auf (BILD)





Die zweiteilige “ZDFzeit”-Dokumentation “Unser Krieg –
Kampfeinsatz in Afghanistan” von Michael Renz und Christian Deick,
die am 8. und 22. Oktober 2013, dienstags, 20.15 Uhr, gesendet wird,
zeigt den Bundeswehreinsatz am Hindukusch vor allem aus Sicht der
deutschen Soldaten. Mehr als zehn Jahre nach Beginn des Einsatzes der
Bundeswehr in Afghanistan besteht deren Alltag aus Sprengfallen und
Häuserkampf. Beinahe wöchentlich kommt es zu Schusswechseln. Doch die
blutigen Gefechte im Auftrag von Parlament und Regierung finden kaum
noch Interesse in der deutschen Öffentlichkeit. Viele deutsche
Soldaten, die aus Afghanistan zurückkehren, registrieren verbittert
die fehlende Anerkennung ihres Dienstes in der Heimat. Der ehemalige
Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat dafür
Verständnis: “Da reicht es nicht, davon zu sprechen, dass die
Soldaten nach Aufmerksamkeit gieren. Dieses Gefühl ist
nachvollziehbar und es ist eine Frage der Verantwortlichen und der
Gesellschaft.” Zu Guttenberg sieht außerdem in der verharmlosenden
Darstellung der ersten Jahre des Einsatzes einen folgenschweren
Fehler: “Wir haben fürchterlich herumgeeiert mit den Realitäten. Man
sprach von Stabilisierungseinsätzen und hat hübsche Bilder gezeigt,
aber das hatte nichts mit der Wirklichkeit zu tun.”

Nie zuvor in der Geschichte fand ein Krieg vor so vielen
Kameraobjektiven statt. Mit dem Camcorder am Helm und dem Smartphone
in der Hand haben Bundeswehrangehörige den tödlichen Alltag in
Afghanistan festgehalten. Viele dieser Aufnahmen werden in der
Dokumentation zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Zusammen mit den
bewegenden und zum Teil schonungslosen Aussagen von Soldaten und
Angehörigen entsteht ein eindringliches Gesamtbild der “Mission
Afghanistan”.

Darüber hinaus deckt der Zweiteiler eine Geheimoperation von BND
und Bundeswehr aus der Zeit des Kalten Krieges auf. Von 1981 an zogen
deutsche Agenten und Elitesoldaten gemeinsam mit den Mudschaheddin
gegen die sowjetische Invasionsarmee in Afghanistan zu Felde. Ihr
Auftrag lautete, modernstes Kriegsmaterial der sowjetischen Truppen
zu erbeuten. Erstmals sprechen jetzt Beteiligte über ihren brisanten
Einsatz.

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Fotos sind erhältlich über die ZDF-Pressestelle, Telefon: 06131 –
70-16100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/zdfzeit

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veröffentlicht von am 4. Okt 2013. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung, Sonstige. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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