„ZDFzeit“: Mehrheit will Lizenz zum Töten auch für deutschen Geheimdienst / Repräsentative Umfrage zur Dokumentation „Der Spion, den ich liebte“





Die Mehrheit der Deutschen will eine Lizenz zum
Töten auch für die deutschen Geheimdienste. Zu diesem Ergebnis kommt
eine repräsentative Exklusivumfrage der Forschungsgruppe Wahlen im
Auftrag des neuen Doku-Formats „ZDFzeit“ zur Sendung am Dienstag, 31.
Januar 2012, 20.15 Uhr.

Danach sind 54 Prozent der Bevölkerung der Meinung, dass zur
Abwendung großer Gefahren der deutsche Geheimdienst auch töten darf.
Bei den unter 24-Jährigen ist die Bereitschaft, auch Killerkommandos
zu akzeptieren, besonders hoch: Sie liegt bei 70 Prozent.

Die repräsentativen Umfragen werden zu jeder Sendung exklusiv von
der Forschungsgruppe Wahlen für das neue Doku-Format des ZDF aktuell
erstellt. „ZDFzeit“ berücksichtigt immer ungewöhnliche, unerwartete
und neue Ergebnisse, Meinungen und Stimmungen, um so auch neue,
andere Blicke auf die dokumentierten Ereignisse in der Sendung werfen
zu können. „ZDFzeit“ will auf diese Weise auch zu einem
Erkenntnisgewinn für den Zuschauer beitragen.

So ist der BND offensichtlich einer großen Mehrheit der deutschen
Bevölkerung bekannt. 68 Prozent konnten mit dem Kürzel etwas anfangen
und wussten seine richtige Bedeutung. 75 Prozent der Bürger meinen,
dass Deutschland einen Geheimdienst benötigt. Auffällig ist
allerdings, dass bei den jungen Bürgern nur etwas mehr als die Hälfte
(52 Prozent) den Sinn eines Geheimdienstes einsieht, während bei den
Älteren eine überwältigende Mehrheit für geheime Dienste ist. Die
Mehrheit der Bevölkerung fühlt sich vom BND gut bis sehr gut (67
Prozent) vor Terroristen geschützt. 19 Prozent finden das gar nicht.
Die Umfrage wurde allerdings vor Bekanntwerden der Taten der
Zwickauer Zelle durchgeführt.

Im internationalen Vergleich schneidet der BND nicht so gut ab.
Der legendäre Mossad führt mit 27 Prozent vor der CIA (20 Prozent)
und dem BND (12 Prozent). Erstaunlich ist, dass der Inbegriff des
Geheimdienstes, so wie er in zahlreichen Agententhrillern und vor
allem den James-Bond- Filmen immer wieder spektakulär thematisiert
wird, der britische MI6, ganz schlecht abschneidet. Mit gerade mal
fünf Prozent landet der Dienst Ihrer Majestät abgeschlagen auf dem
letzten Platz.

Obwohl der BND inzwischen offen im Internet um Mitarbeiter und als
Arbeitgeber mit vielen sozialen Vorteilen wie einem soliden
Beamtenstatus wirbt, können sich nur 15 Prozent der Befragten
vorstellen, als Geheimagent zu arbeiten. 82 Prozent schließen eine
Mitarbeit aus.

Die Dokumentation „Der Spion, den ich liebte“ berichtet am
Dienstag, 31. Januar 2012, 20.15 Uhr, über die unheimliche Macht der
Geheimdienste. Jenseits aller Hollywood-Klischees gibt der Film von
Kirsten Hoehne und Robert Wortmann mit Hilfe von Insidern Einblick in
die ernüchternde, empörende und staunenswerte Wirklichkeit der realen
Spionagewelt.

Hinweis für Redaktionen:

Rückfragen zur Umfrage bitte an Udo Frank, Redaktion
Zeitgeschehen, Telefon: 0171-5310679

Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131 –
70-16100, und über
http://bilderdienst.zdf.de/presse/derspiondenichliebte

Pressekontakt:
ZDF-Pressestelle
Telefon: +49-6131-70-12121
Telefon: +49-6131-70-12120

veröffentlicht von am 30. Jan 2012. gespeichert unter Fernsehen, Medien/Unterhaltung. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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