ZDF-Programmhinweis / Mittwoch, 21. Februar 2018





Mittwoch, 21. Februar 2018 , 23:00 Uhr

ZDFzoom
Geldmaschine YouTube
Film von Gabriel Stoukalov und Felix Kohler

YouTube ist die weltgrößte Videoplattform, YouTuber der neue
Traumberuf vieler Jugendlicher. Die Stars der Szene verdienen mit
Werbedeals Millionen. Wie funktioniert das Geschäftsmodell?

YouTube hat sich zum Medienkonzern gemausert, der mit Clips und
vorgeschalteten Werbespots inzwischen jeden zweiten Deutschen
erreicht. Doch oft ist auch im Clip selbst Reklame versteckt und nur
schwer erkennbar. Wo geht es noch um Inhalt, wo allein um Werbung?

Wenn Jan-Luca zu Hause ist, dann sitzt der 15-Jährige meist vor dem
Rechner: Vier, fünf Stunden täglich schaut er auf YouTube Comedy-
oder Spiele-Videos, folgt seinen YouTubern. „Die sind ehrlich und
echt“, sagt Jan-Luca, für ihn eher Freunde als entrückte Stars. Eine
vermeintliche Vertrautheit, die der Werbebranche in die Karten
spielt: Über YouTube-Stars wie Dner oder Bibi kann sie werbewirksame
Botschaften in Kinder- und Jugendzimmer senden – oft weitestgehend
ohne Sanktionen.

Wie viel genau die Werbedeals wert sind, darüber redet man in der
Branche nicht gerne. 120 000 Euro Honorar für Werbevideos, die „in
Gestaltung und Form“ wie normale YouTube-Clips daherkommen, sind da
durchaus mal drin, erfahren die „ZDFzoom“-Autoren Gabriel Stoukalov
und Felix Kohler bei ihren Recherchen. Und fragen: Wie können
YouTuber unabhängige Clips fertigen, wenn Unternehmen sie unter
Vertrag haben und bestimmen, wie diese Clips aussehen sollen? „Das
ist der Spagat, den YouTuber machen müssen: Wie kann ich meinen
Zuschauern Mehrwert bieten, nicht einfach einen Werbespot“, sagt Oguz
Yilmaz, einst selbst erfolgreicher YouTuber, heute eine Art Makler
zwischen Firmen und YouTubern.

Gesetzliche Grundlage für die Kennzeichnung der Werbung auf YouTube
ist vor allem der Rundfunkstaatsvertrag. Ihm zufolge muss „Werbung
als solche leicht erkennbar und vom übrigen Inhalt der Angebote
angemessen […] abgesetzt sein“. Doch gelingt das? YouTube sieht die
Verantwortung dafür bei YouTubern und Landesmedienanstalten. Sie
sollen eine millionenschwere Branche in die Schranken weisen. Doch:
„Tatsächlich ist es so, dass sich bei den YouTube-Videos niemand
hinstellen und sagen könnte „Ich habe das soweit im Griff“, räumt
Cornelia Holsten ein, die Direktorin der Bremischen
Landesmedienanstalten. „ZDFzoom“ beleuchtet das Geschäftsmodell
YouTube: Welche Beträge werden wirklich zwischen den diversen Playern
der Branche ausgetauscht? Wie groß ist die Macht der
Social-Media-Stars? Und wie sehr werden sie von Unternehmen
beeinflusst?

Mehr unter www.zoom.zdf.de

Pressekontakt:
ZDF Presse und Information
Telefon: +49-6131-70-12121

Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

veröffentlicht von am 16. Feb 2018. gespeichert unter Fernsehen. Sie können den Rückmeldungen dieser Meldung folgen durch RSS 2.0. Sie können eine Rückmeldung oder einen Trackback hinterlassen

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